Software bildet Fertigungs-Realität vollständig ab

Realistische Produktionsplanung berücksichtigt Maschine, Mensch und Material

Unterschiedliche Qualifikationen, Urlaubszeiten, Schichtmodelle oder kurzfristige Personalausfälle: Fehlt in der Planung nur einer dieser Bausteine, geraten alle Termine ins Wanken.

Bild: iStock, naratrip boonroung
24.07.2026

Die Maschinen sind verfügbar, doch der zuständige Mitarbeiter fehlt oder das Material trifft später ein als geplant: Solche Faktoren sorgen dafür, dass Produktionspläne bereits kurz nach ihrer Erstellung angepasst werden müssen. Denn oft berücksichtigt die Produktionsplanung Maschinen, Personal und Material noch nicht in einem integrierten Planungslauf. Sack EDV-Systeme verfolgt mit seiner Software proMExS einen ganzheitlichen Ansatz, der alle wesentlichen Ressourcen in einer Planung zusammenführt.

„Die Anforderungen an die Produktionsplanung haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Während früher vor allem Maschinenkapazitäten als begrenzender Faktor galten, stehen Unternehmen heute vor zusätzlichen Herausforderungen. Fachkräftemangel, flexible Schichtmodelle und volatile Lieferketten führen dazu, dass Maschinen zwar verfügbar sind, ein Produktionsauftrag jedoch dennoch nicht wie geplant umgesetzt werden kann“, erklärt Tilmann Sack, Geschäftsführer bei Sack EDV-Systeme.

Produktionsplanung muss alle Ressourcen berücksichtigen

In vielen Unternehmen orientiert sich die Produktionsplanung noch immer überwiegend an Maschinenkapazitäten. Tatsächlich hängt die Umsetzbarkeit eines Fertigungsauftrags jedoch von einer Vielzahl weiterer Faktoren ab. Unterschiedliche Qualifikationen, Urlaubszeiten, Schichtmodelle oder kurzfristige Personalausfälle beeinflussen ebenso den Produktionsablauf wie Lieferverzögerungen oder fehlende Materialien. Fehlt nur einer dieser Bausteine, geraten Termine ins Wanken und kurzfristige Umplanungen werden notwendig.

Eine realitätsnahe Produktionsplanung muss daher sämtliche produktionsrelevanten Ressourcen und deren Abhängigkeiten einbeziehen. „Erfahrene Produktionsplaner haben viele der Abhängigkeiten seit jeher im Kopf und berücksichtigen sie intuitiv. Das funktioniert jedoch nur bis zu einer bestimmten Komplexität. Mit steigender Variantenvielfalt, kürzeren Lieferzeiten und häufigen Änderungen wird dieses Wissen allein nicht mehr ausreichen“, sagt Tilmann Sack.

Ganzheitlicher Ansatz bringt Schnelligkeit und Planungssicherheit

Mit proMExS – einem Manufacturing Execution System (MES) mit integriertem Advanced Planning and Scheduling (APS) – verfolgt Sack EDV-Systeme einen ganzheitlichen Planungsansatz. Statt Maschinen, Personal und Material in getrennten Systemen oder Planungsschritten zu betrachten, werden sämtliche Informationen in einer gemeinsamen Planung zusammengeführt. Dadurch entsteht bereits bei der Feinplanung ein realistisches Bild der tatsächlichen Produktionssituation.

Planungsverantwortliche erkennen frühzeitig, ob ein Auftrag unter den vorhandenen Rahmenbedingungen überhaupt wie vorgesehen umgesetzt werden kann. Ist eine Maschine zwar verfügbar, das benötigte Material jedoch noch nicht eingetroffen oder qualifiziertes Personal nicht eingeplant, wird dies unmittelbar sichtbar. Auf dieser Grundlage lassen sich Aufträge gezielt priorisieren oder umplanen, bevor es in der Fertigung zu Verzögerungen kommt.

Ändern sich die Rahmenbedingungen im laufenden Betrieb, muss die Planung nicht von Grund auf neu erstellt werden. Stattdessen berücksichtigt proMExS Veränderungen wie einen kurzfristigen Personalausfall oder einen verschobenen Materialliefertermin automatisch im nächsten Planungslauf. Das System berechnet den Produktionsplan neu und passt ihn an die aktuellen Gegebenheiten an. Der Planungslauf kann entweder manuell angestoßen oder in festgelegten Intervallen vollautomatisch ausgeführt werden. Unternehmen entscheiden dabei selbst, ob neu berechnete Pläne zunächst geprüft oder automatisch übernommen werden.

Das Ergebnis ist eine Produktionsplanung, die den tatsächlichen Bedingungen in der Fertigung entspricht und dadurch eine verlässliche Grundlage für Entscheidungen schafft. Unternehmen steigern ihre Termintreue, vermeiden unnötige Umplanungen und nutzen vorhandene Kapazitäten gezielter. Gleichzeitig gewinnen sie mehr Transparenz über ihre Fertigung und können auch kurzfristige Änderungen fundiert bewer-ten.

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