Smart‑Meter‑Infrastruktur erreicht neue Skalierungsstufen

Schnittstellen, Interoperabilität und Regulierung prägen den Rollout 2026

Wie können Versorger Steuerungseinheiten im großen Maßstab ausrollen? GWAdriga zeigt, wie es geht: 250.000 intelligente Messsysteme und erste Steuerboxen sind bereits produktiv.

Bild: iStock, quantic69
11.01.2026

Auf der E-world 2026 zeigt GWAdriga eine Lösung, mit der Versorger den Steuerungsrollout skalieren können. Nach ersten produktiven Einsätzen werden nun Tausende Steuerboxen vorbereitet. Workarounds, Webservices und Schnittstellenlösungen unterstützen dabei die Inbetriebnahme.

Der Steuerungsrollout steht im Fokus des Messeauftritts von GWAdriga, dem Full-Service-Partner für Smart-Meter-Gateway-, CLS- und Messdatenmanagement, auf der E-world 2026. Nachdem die GWAdriga-Kunden bereits rund 250.000 intelligente Messsysteme und seit 2024 erste Steuereinheiten im produktiven Einsatz haben, wollen sie 2026 nun Steuerboxen in größerem Umfang ausrollen. Die geplanten Stückzahlen bewegen sich jeweils im vier- bis fünfstelligen Bereich. Welche Optionen dafür zur Verfügung stehen, zeigt GWAdriga in Essen anhand von Beispielen aus der Praxis.

Steuerungseinheiten werden 2026 großflächig ausgerollt

Das Jahr 2026 wird im Zeichen der Skalierung des Steuerungsrollouts stehen, beginnend mit der Inbetriebnahme von Steuerungseinheiten. Angesichts noch ausstehender Webservice-Schnittstellen auf ERP-Seite bietet GWAdriga hierfür einen Workaround über das GWAdriga-Self-Service-Portal. Versorgungsunternehmen konnten durch den Einsatz dieser mengenfähigen Lösung ohne Webservice-Anbindung der ERP-Systeme bereits Ende 2024 den Echtbetrieb aufnehmen und Erfahrungen mit dem CLS-Management in der Praxis sammeln. Insgesamt ist es möglich, auf diesem Wege mehrere hundert bis tausend Steuerboxen in Betrieb zu nehmen.

Parallel dazu werden nun auch die Webservice-Schnittstellen direkt in Betrieb genommen. GWAdriga hat dazu zusammen mit Westfalen Weser Netz eine Anbindung des CLS-Managements an SAP IM4G über die SAP-Webservices umgesetzt. Über diese sollen 2026 bereits mehrere tausend Geräte ins Feld gebracht werden. Kurz vor dem Produktivstart steht zudem die Anbindung an SAP S/4HANA nach der erfolgreichen Migration des MSB-ERP der EWE Netz.

Darüber hinaus stehen die Aspekte im Fokus, die Versorger zur Erfüllung ihrer regulatorischen Pflichten benötigen: Dazu zählen die Anbindung der BDEW-Web-API über eine gemeinsame Middleware-Lösung für VNB und MSB, die Sicherstellung der Interoperabilität von EEBus-Steuereinheiten und CLS-Geräten sowie die schrittweise Ablösung veralteter Technologien wie Rundsteuerempfänger. Wie in den vergangenen Jahren werden diese Aktivitäten im Rahmen des CLS-ON-Projekts, an dem die Projektpartner EWE NETZ, RheinEnergie AG, Westfalen Weser Netz und N-ERGIE beteiligt sind, vorkonzeptioniert. Anschließend werden sie sukzessive in den Produktivbetrieb bei GWAdriga implementiert.

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