OLED-Mikrodisplays zeichnen sich durch ihre kompakte Bauweise, scharfe Darstellungen und geringen Energieverbrauch aus, was sie ideal für tragbare Technologien macht. Das neueste Mikrodisplay aus dem Fraunhofer IPMS hebt die Helligkeit solcher Systeme auf ein neues Level. Es ermöglicht die Darstellung sich ändernder vollgrafischer Symbole. Dies verbessert nicht nur die präzise Ausrichtung, sondern erleichtert dadurch auch die Optikmontage erheblich.
CMOS‑Basis und ultraeffiziente OLED‑Architektur
Wie alle anderen Mikrodisplays des Instituts basiert auch dieses neue Display auf gängigen CMOS-Halbleiterprozessen, wobei eine Silizium-Backplane als Grundlage dient, auf die die OLED-Technologie aufgebracht wird.
„Das neue rote OLED-Mikrodisplay erreicht beeindruckende Helligkeiten von 35.000 cd/m2 und verbraucht dabei sehr wenig Strom“, erklärt Uwe Vogel, Bereichsleiter Mikrodisplays und Sensoren am Fraunhofer IPMS. „Dank unserer ultra-low-power Technologie werden nur die benötigten Pixel beim nächsten Bild geändert, anstatt das gesamte Bild zu aktualisieren, was enorm Strom spart.“
Die hohe Helligkeit ermöglicht nun den Einsatz in Datenbrillen und Helmen unter Tageslichtbedingungen. Dies wurde durch einen neu entwickelten OLED-Stapel mit hocheffizienten Materialien erreicht, der zuvor unerreichte Helligkeiten für rote OLED ermöglicht.
Darüber hinaus kann der neue OLED-Stapel auf verschiedene Backplane-Formate übertragen werden. Die Wissenschaftler des Fraunhofer IPMS freuen sich auf kunden- und anwendungsspezifische Entwicklungen dieser neuen Mikrodisplays und setzen damit einen weiteren wichtigen Schritt in der Evolution der Display-Technologie.