Der Drehteller und Dombeleuchtung Trevista eignet sich vor allem für anspruchsvolle Maß- und Oberflächenprüfungen von Massenteilen.

Bild: Kistler

Control 2019 Qualitätssicherung bei großen Stückzahlen

24.03.2019

Auf der Control 2019 in Stuttgart zeigt Kistler seine Prüfsysteme für die Testautomation und Prozessüberwachung. Mit der Übernahme der Vester Elektronik im August 2017 hat der Anbieter dynamischer Messtechnik sein Portfolio um Testautomation und optoelektronische Sensoren erweitert.

Die Anwendungsgebiete von Kistler-Lösungen reichen von der Stanztechnik über die Drehteilindustrie bis hin zur Massenfertigung in der Automobilindustrie oder der Medizintechnik. Im Bereich Testautomation zeigt Kistler auf der Control verschiedene Systeme zur schnellen und präzisen 100-Prozent-Kontrolle von Serienteilen. Bei der Reihe KVC 121 liegt der Fokus auf der kontinuierlichen Prüfung von Einzelteilen. Die Prüf- und Sortierautomaten eignen sich aufgrund der hohen Durchsatzleistung vor allem für die berührungslose Prüfung von Dreh- und Press- sowie Formteilen.

Prozesssichere Sortierung

Als Zuführsystem dient ein klassischer Schwingförderer oder alternative moderne Zuführtechnik. Prüflinge wie etwa Kontaktstifte werden auf einer Prüfschiene mithilfe digitaler Kamera-Messtechnik geprüft und durch eine Mechanik prozesssicher sortiert. Prüflinge werden in der Bewegung bei definiertem Winkel an den Prüfstationen vorbeigeführt. So lassen sich auch kleinste Maß- und Formfehler sowie Oberflächendefekte von wenigen hundertstel Millimetern reproduzierbar ermitteln. Das modulare System kann in der Grundkonfiguration unter anderem mit bis zu vier digitalen Kameras unterschiedlicher Auflösungen erweitert werden.

Präzise Prüfung

Der Anlagentyp KVC 821 ist mit einem Drehteller ausgestattet und erleichtert vor allem die attributive Oberflächenprüfung sowie die präzise Prüfung vereinzelter Teile. Das Zuführsystem ist je nach Größe und Gewicht der Prüflinge integriert oder beigestellt. Durch die optische Messtechnik mit mehrfach Bildaufnahmen können anspruchsvollste Oberflächenprüfungen zuverlässig durchgeführt werden. Bei Bedarf lässt sich die Prüfstation mit bis zu acht digitalen Kameras mit unterschiedlicher Auflösung und zusätzlichen Prüfmodulen wie etwa Geräten zur Härteprüfung erweitern.

Maßgeschneiderte Zuführung

Die Stanzteilprüfzelle KVC 621 kommt vor allem in der Galvanik, der Stanzerei und beim Spritzgießen zum Einsatz. Anwender nutzen das modulare System für die Prüfung von kontinuierlich zugeführtem Endlosmaterial. Meist ist die Stand-alone-Lösung direkt in der Linie, unmittelbar hinter dem jeweiligen Produktionsprozess integriert. Bei Bedarf können Zuführung und Prüfprinzip auch auf individuelle Kundenanforderungen ausgerichtet werden. Zudem lassen sich bei KVC 621 die Bildverarbeitungskomponenten anpassen.

Konsequente Erfassung der Daten

Die in allen Prüfstationen integrierte Bildverarbeitungssoftware Ki Vision sorgt für eine schnelle und einfache Einrichtung der Prüfaufgaben. Abgesehen von allen gängigen Verfahren der bildverarbeitenden Prüftechnik bietet Ki Vision eine Vielzahl an Tools und vorgefertigten Makros für anspruchsvolle Aufgaben wie etwa sehr präzise Messaufgaben oder hochkomplexe Oberflächenprüfungen. Dabei geht die Software weit über reine Prüfaufgaben hinaus: Sie ermöglicht die konsequente Erfassung der Daten, die angesichts steigender Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit von Produkten immer wichtiger wird. Per Datenübertragung an externe CAQ-Systeme und Integration in das eigene Firmennetzwerk lassen sich Prüfprogramme und Messwerte zentral verwalten und weiterbearbeiten.

Prozessüberwachung per Sensor und Robotik

Kistler zeigt unter anderem Optosensoren und induktive Schalter, die beispielsweise im Stanz- und Umformprozess Vorschub-, Auswurf- und Doppelbleche kontrollieren und damit teure Werkzeugbrüche verhindern. Systeme für verschiedenste Arten von Lichtschranken – Einstrahl, Mehrstrahl, Laser, Infrarot und weitere – sorgen dafür, dass der Stanz- und Umformprozess störungsfrei abläuft. Auch der Verschleiß von Stanzwerkzeugen lässt sich mit Kistler-Sensorik überwachen. Hierzu führen Dehnungssensoren eine indirekte Kraftmessung durch. Auf der Grundlage der Sensordaten können Taktzeiten, wenn nötig, erhöht oder gesenkt werden.

Messaufgaben mit Lichtschranken zuverlässig lösen.

Um auch kleinste Maßunterschiede bei kleinen, sich schnell bewegenden Objekten sicher zu erfassen, braucht es eine exakte Messung, bei der ein klar definierter Ausgangsimpuls die Messdatenerfassung auslöst. Hierfür greift Kistler auf eine Reihe verschiedener Typen von Lichtschranken zurück. Diese sind in vielen der Rundumlösungen integriert.

Bildergalerie

  • Die Stanzteilprüfzelle KVC 621, mit fünf Kameras.

    Bild: Kistler

  • Die Gabellichtschranke der PMI-Serie sichert den Erfolg hochexakter Messungen.

    Bild: Kistler

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