Verpackungsdaten in SAP bündeln und PPWR-Anforderungen sicher erfüllen

PPWR verschärft Anforderungen an Verpackungen

Bei SAP-basierten Ansätzen werden Produkt-, Verpackungs- und Artwork-Daten in einem gemeinsamen Kontext verknüpft.

Bild: publish-industry, KI-generiert mit ChatGPT
29.08.2026

In vielen Unternehmen laufen Verpackungen noch getrennt von der Produktentwicklung. SAP-basierte Ansätze hingegen verbinden Produkt-, Verpackungs- und Artwork-Daten in einem gemeinsamen Kontext. Wie lässt sich daraus eine tragfähige Lösung entwickeln?

Die Uhr tickt. Mit der neuen EU-Verpackungsverordnung (Packaging and Packaging Waste Regulation, kurz PPWR) verschärft die Europäische Union die Anforderungen an Verpackungen entlang ihres gesamten Lebenszyklus. Ziel ist es, Verpackungsabfälle zu reduzieren, die Kreislaufwirtschaft zu stärken und mehr Transparenz über den Materialeinsatz, die Recyclingfähigkeit und die Nachhaltigkeit zu schaffen. Unternehmen müssen künftig deutlich genauer nachweisen, welche Materialien in ihren Verpackungen enthalten sind, wie hoch die Recyclinganteile ausfallen und ob alle regulatorischen Vorgaben erfüllt werden.

Doch während über Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Compliance intensiv diskutiert wird, bleibt eine entscheidende Frage oft unbeantwortet: Woher kommen die dafür benötigten Informationen? In vielen Unternehmen der Verpackungs- und Prozessindustrie liegen Produktdaten, Verpackungsspezifikationen, Artwork-Dateien und regulatorische Informationen in unterschiedlichen Systemen. Verpackungsentwicklung, Marketing, Qualitätsmanagement, Regulatory Affairs und externe Agenturen arbeiten jeweils mit eigenen Datenständen. Die Folge sind Medienbrüche, Doppelpflege und ein hoher Abstimmungsaufwand.

SAP kann Produkt und Verpackung gemeinsam abbilden

Noch immer betrachten zahlreiche Unternehmen Verpackungen als eigenständiges Thema außerhalb der Produktentwicklung. Dabei ermöglichen moderne, SAP-basierte Ansätze eine durchgängige Verwaltung von Produkt-, Verpackungs- und Artwork-Daten in einem gemeinsamen Kontext. Mit SAP Engineering Control Center | SAP ECTR lassen sich beispielsweise Verpackungsstrukturen, Materialinformationen, technische Dokumente und Artwork-Dateien direkt mit den zugehörigen Produkten verknüpfen. Statt isolierter Datensätze entsteht ein ganzheitlicher digitaler Informationsraum.

Der Vorteil dabei ist, dass alle Beteiligten auf derselben Datenbasis arbeiten. Werden Verpackungsdaten bereits heute in SAP zusammengeführt, so entsteht nicht nur die Basis für Compliance. Komplexität wird reduziert, Transparenz gewonnen und Innovationsprozesse werden beschleunigt. All dies wird künftig über die Wettbewerbsfähigkeit entscheiden.

Der richtige Weg hängt von der Ausgangssituation ab

Bevor Technologien ausgewählt oder Prozesse digitalisiert werden, ist ein ganzheitlicher Blick auf die bestehende System- und Prozesslandschaft entscheidend. Fragen wie diese bestimmen den richtigen Lösungsansatz:

  • Welche SAP-Systeme sind bereits im Einsatz?

  • Werden beispielsweise Produktdaten heute in SAP, in Drittsystemen oder dezentral verwaltet?

  • Wie intensiv ist die Zusammenarbeit mit externen Agenturen und Verpackungslieferanten?

  • Welche regulatorischen Anforderungen müssen erfüllt werden?

  • Ist eine On-premise-, Cloud- oder Hybrid-Strategie für das Unternehmen vorgesehen?

Auf Basis dieser Informationen entwickelt DSC gemeinsam mit Unternehmen eine Zielarchitektur für das Packaging- und Artwork-Management. Dabei geht es nicht nur um die Einführung einer Lösung, sondern auch um die durchgängige Verknüpfung von Produktdaten, Verpackungsstrukturen, Artwork-Prozessen und Compliance-Anforderungen innerhalb der bestehenden SAP-Landschaft.

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