Ausgeförderte PV-Anlagen werden in der Sonnen-Community vernetzt und können mit der Sonnenflat direkt an einer neuen Phase der Energiewende teilnehmen.

Bild: Peter Cade, sonnen

Sonnenflat direkt Post-EEG-Anlagen wirtschaftlich weiterbetreiben

20.07.2020

Wie der wirtschaftliche Weiterbetrieb von Post-EEG-Photovoltaikanlagen gelingt, zeigt eine Lösung von Sonnen.

Mit dem neuen Stromvertrag Sonnenflat direkt soll Haushalten, die ab 2021 aus der EEG-Vergütung fallen, eine sichere Abnahme ihres Stroms ermöglicht werden. So können Hausbesitzer ihre Photovoltaikanlagen weiter wirtschaftlich betreiben und an einer neuen Phase der Energiewende teilnehmen.

Ab dem 01. Januar 2021 tritt die Energiewende in Deutschland in eine neue Phase. Erstmals erhalten Photovoltaik-Anlagen nach 20 Jahren Laufzeit keine EEG-Vergütung und damit keine staatlichen Subventionen mehr.

Viele Hausbesitzer stehen dann vor der Frage, was sie mit ihrer Photovoltaik-Anlage machen sollen. Denn die meisten Anlagen können noch über viele Jahre hinweg sauberen Strom erzeugen. Und das zu günstigen Kosten, da diese Anlagen abgeschrieben sind.

Wer wird Abnehmer?

Doch wohin mit dem Strom? Nach dem bisherigen Stand müssen sich die Betreiber solcher Anlagen selbst einen Abnehmer für ihren überschüssigen Strom suchen, einen so genannten Direktvermarkter. Die Erlöse für den Strom dürften bei aktuell 2 - 3 Cent pro kWh jedoch kaum einen wirtschaftlichen Betrieb ermöglichen, denn es fallen zusätzliche Kosten und Gebühren, zum Beispiel für neue Messtechnik, an. Ohne Direktvermarkter darf der Strom jedoch nicht ins Netz eingespeist werden.

Mit der Sonnenflat direkt macht Sonnen den Besitzern dieser Anlagen nun ein Angebot, das ihnen trotz wegfallender Subventionen weiterhin einen finanziell attraktiven Betrieb ermöglichen und zudem ihren überschüssige Solarstrom sicher abnehmen soll.

„Niemand soll ab 2021 seine Photovoltaik-Anlage abbauen müssen, denn sauberer Strom ist eine wertvolle Ressource. Gerade die ersten Besitzer solcher Anlagen haben die Initialzündung zur Energiewende mit ausgelöst. Mit der Sonnenflat direkt geben wir diesen Haushalten einen einfachen Zugang zur nächsten, digitalen Phase der Energiewende, von der sie selbst, aber auch die Gemeinschaft profitieren können“, sagt Christoph Ostermann, Gründer und CEO von Sonnen.

Leistungsumfang

Wie die bisherige Sonnenflat auch, besteht die neue Sonnenflat direkt aus 3 Teilen: dem Eigenverbrauch mit einer Sonnenbatterie, der Direktvermarktung des überschüssigen Stroms sowie der Teilnahme am virtuellen Kraftwerk von Sonnen.

Das heißt im ersten Schritt: Statt 100 Prozent des Stroms wie bisher ins Netz zu speisen, wird die Photovoltaik-Anlage zusammen mit einer Sonnenbatterie auf Eigenverbrauch umgestellt. Ein großer Teil des selbst erzeugen Stroms fließt damit in den eigenen Haushalt, wodurch die bisherigen Stromkosten deutlich sinken.

Strom-Sharing per Direktvermarktung

Der andere Teil des Stroms, der nicht selbst verbraucht werden kann, fließt in die Sonnen-Community und wird mit anderen Mitgliedern geteilt, die gerade Strom benötigen. Den darüber hinausgehenden Überschuss vermarktet die Energiegemeinschaft an der Strombörse. Als Gegenleistung erhält der Haushalt eine Freistrommenge, die seine Stromkosten zusätzlich zum Eigenverbrauch senkt.

Das Besondere daran: Per intelligentem Management der Sonnenbatterien kann Sonnen den Zeitpunkt der Einspeisung ins Stromnetz gezielt verschieben. Vorzugsweise dann, wenn der Börsenpreis am höchsten ist. Die Sonnen-Community kann für den Haushalt so Erträge am Markt erzielen, die dem Durchschnittspreis entsprechen oder sogar über diesem liegen. So möchte Sonnen den Solarstrom von den Zeiten entkoppeln, in denen besonders viel davon verfügbar ist und die Preise damit am niedrigsten sind.

Zusätzlich wird die Sonnenbatterie Teil des virtuellen Kraftwerks von Sonnen. Zusammen mit Tausenden anderen Sonnenbatterien in ganz Deutschland kann sie dabei helfen, Schwankungen im Stromnetz auszugleichen. Der Haushalt erhält dafür eine zusätzliche Gewinnbeteiligung.

Verfügbarkeit

Die Sonnenflat direkt ist ab Januar 2021 für Photovoltaik-Anlagen zwischen 3 kWp und 29,99 kWp verfügbar, die ihre EEG-Förderung verlieren. Der Beitrag für die Sonnen-Community beträgt 9,90 Euro im Monat.

Im kommenden Jahr sind zunächst 18.000 Photovoltaik-Anlagen vom Ende der EEG-Vergütung betroffen. Bis Ende des Jahres 2025 werden insgesamt 176.000 Anlagen mit einer Leistung von knapp zwei GW aus der Förderung fallen, die dann selbst einen Abnehmer für ihren Strom finden müssen.

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Bildergalerie

  • Die Sonnenflat direkt besteht aus den 3 Teilen: Eigenverbrauch, Direktvermarktung und Teilnahme am virtuellen Kraftwerk.

    Bild: sonnen

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