Metallprodukte können unendlich oft wieder in den Prozess aufgenommen werden, ohne Einbußen in ihren Eigenschaften zu verzeichnen. Voraussetzung dabei ist, dass die Verbraucher immer weiter recyceln.

Bild: Crown

Nachhaltige Verpackungsindustrie Metallrecycling soll Schluss machen mit der Lebensmittelverschwendung

24.09.2018

Der Verpacker von Food-and-Beverage-Produkten Crown untersucht, wie die europäische Metallverpackungsindustrie offener über ihr Engagement für Nachhaltigkeit und den Mehrwert spricht, den das Format Markeninhabern und Verbrauchern bietet. Dieser Fokus erstreckt sich nicht zuletzt auf die Zusammenarbeit von Unternehmen mit Lieferanten.

Viele machen die Nachhaltigkeit zu einem wichtigen Bestandteil in der Bewertung von Partnern. Daher müssen Lieferanten in der gesamten Lieferkette einschließlich der Verpackung in der Lage sein, ihre Nachhaltigkeitsstrategie und -leistung zu artikulieren und ihre umweltbezogenen Angaben mit soliden Zahlen und Fakten zu belegen.

Lieferanten können dies unter anderem dadurch erreichen, dass sie an Initiativen teilnehmen, die für ein breites Spektrum von Fertigungsbereichen relevant sind. CDP, ehemals das Carbon Disclosure Project, ist ein Beispiel für ein globales System, das „Unternehmen, Städten, Staaten und Regionen ermöglicht, ihre Umweltauswirkungen zu messen und zu verwalten“.

Um eine weitere Senkung des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen bis 2020 zu erzielen, übermittelte Crown in den vergangenen zwei Jahren die eigenen Nachhaltigkeitsziele an das CDP und erhielt in beiden Fällen ein A-Ranking, womit das Unternehmen zu den Spitzenreitern zählte.

Der Mehrwert von Metall

Als Format gehören Metallverpackungen zu den nachhaltigsten der Welt und erzielen in allen drei Sphären der Nachhaltigkeit gute Bewertungen. Metall kann beispielsweise unendlich recycelt werden. Das bedeutet, dass es unendlich oft in den Prozess aufgenommen werden kann, ohne dass irgendwelche Einbußen in Bezug auf seine Eigenschaften eintreten.

Metall verfügt daher über einen Mehrwert, der als Auslöser für eine enorme Infrastruktur fungiert, damit es gesammelt, verarbeitet und wiederverwendet werden kann. Tatsächlich ist Metall so wertvoll, dass es die Kosten der Sammlung bezahlt und darüber hinaus das Recycling von anderen, weniger wertvollen Materialien wie Papier und Plastik subventioniert.

In einer traditionellen linearen Wirtschaft fängt der Verpackungszyklus bei der Herstellung an, geht in die Nutzung über und endet schließlich bei der Entsorgung. Eine Kreislaufwirtschaft hebt die Entsorgungsphase auf, recycelt das Produkt und bringt es zum Ausgangspunkt des Prozesses zurück. Mit Metall ist diese Vorgehensweise unendlich – vorausgesetzt, die Verbraucher recyceln weiter.

Resistent gegen Licht und Sauerstoff

Laut Statistiken der Europäischen Union werden jährlich rund 88 Millionen Tonnen Lebensmittel verschwendet, was einem Gesamtwert von 143 Milliarden Euro entspricht. Durch die Anwendung von Metallbehältern für ihre Produkte verwenden die Hersteller laut Crown die bestmögliche Verpackung. Es bietet eine wirksame Barriere gegen Licht und Sauerstoff, welche die Lebensdauer vieler Produkte verkürzen würden. Ein in Metall verpacktes Produkt ist somit über viele Jahre lagerstabil, was sich erheblich auf die Reduzierung von Lebensmittelabfällen auswirkt.

Die Metallverpackungsindustrie hat das Recycling proaktiv gefördert, wobei ein Hauptaugenmerk auf der Aufklärung der Verbraucher und die Einflussnahme auf deren Recyclingverhalten lag. Branchenverbände haben Initiativen wie Every Can Counts (ECC) gestartet, die Verbraucher in ganz Europa dazu ermutigen sollen, Dosen zu recyceln, wenn sie nicht zuhause oder unterwegs sind. Die Kampagnen von Metal Packaging Europe (MPE) fördern die Nutzung der „Metall Recycling ohne Ende“-Kennzeichnung für die Produktverpackung, mit der die Verbraucher interagieren.

Durch die Zusammenarbeit mit Organisationen wie MPE ist Crown bestrebt, eine durchschnittliche Recyclingrate für Metall in Europa von 80 Prozent bis 2020 zu erreichen. Derzeit sind es 74,7 Prozent, womit Metall auch weiterhin das am meisten recycelte Verpackungsmaterial auf dem Kontinent ist.

Drei Schwerpunkte von Nachhaltigkeit

Hersteller von Metallverpackungen, wie Crown, unterstützen diese Bemühungen. In Europa sind die Nachhaltigkeitsziele des Unternehmens auf die der globalen Aktivität ausgerichtet und konzentrieren sich auf drei Schlüsselbereiche:

  • Crown und die breitere Industrie versuchen, ständig leichte Verpackungen herzustellen. Die Reduzierung der Metallmenge, die für die Herstellung eines starken, robusten Behälters benötigt wird, ist grundlegend für die Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks dieser Produkte. Außerdem können Hersteller von Metallverpackungen mehr Dosen mit demselben Material herstellen und Ressourcen effizienter nutzen, da der Energieverbrauch in der Lieferkette nachgelagert wird und die Umweltbelastung begrenzt wird.

  • Die Reduzierung des Energieverbrauchs ist ein Schwerpunkt, wenn es darum geht, als Hersteller ein Höchstmaß an Nachhaltigkeit zu erreichen. Crown sucht in allen Bereichen nach Verbesserungsmöglichkeiten, beispielsweise wie man Maschinen effizienter abschalten, die Beleuchtung verbessern und offen für technologische Fortschritte bleiben kann, die den Energieverbrauch verbessern können. Eines der Ziele von Crown ist es, den Energieverbrauch bis Ende 2020 um fünf Prozent pro eine Milliarde Standardproduktionseinheiten im Vergleich mit dem Stand von 2015 zu senken. Zum 31. Dezember 2016 hat das Unternehmen dieses Ziel erreicht und den Energieverbrauch um 5,3 Prozent reduzieren können.

  • Die Verbesserung der Effizienz im Produktionsprozess trägt letztendlich zu den nachhaltigen Referenzen eines Unternehmens bei. Bei Crown gibt es laufende Projekte, die zum Beispiel die Anzahl der mit dem Produktionsprozess verbundenen Umstellungen reduzieren und letztlich so viele Linien wie möglich rationalisieren sollen, um die Produktivität zu steigern.

Emissionen reduziert

Nachhaltigkeitsinitiativen werden oft in einzelnen Werken erprobt und im Erfolgsfall auf andere Werke ausgeweitet. Sobald sich diese Aktivitäten bewährt haben, werden sie als Best Practice in der gesamten Organisation kodifiziert. Crown treibt Fortschritte in Sachen Umwelt weiter voran, indem es jedes Jahr in Energieeffizienzprojekte investiert. Das Ziel, die Scope-1- und Scope-2-Treibhausgase um zehn Prozent pro eine Milliarde Standardeinheiten im Vergleich zum Stand von 2015 zu reduzieren, habe das Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als zur Hälfte erreicht.

Zum 31. Dezember 2016 hat Crown die Treibhausgasemissionen um 6,25 Prozent pro eine Milliarde Standardeinheiten reduziert. Der Nachhaltigkeitsbericht des Unternehmens von 2017 gibt einen Rückgang der direkten THG-Emissionen um zehn Prozent und einen Rückgang der indirekten THG-Emissionen um acht Prozent bei einem Rückgang der VOC-Emissionen um 17 Prozent und einer Verringerung der NOx-Emissionen um 18 Prozent an.

Nachhaltige Dosenherstellung

Während die Metallverpackungsindustrie mehr Aufmerksamkeit für ihre Nachhaltigkeitsinitiativen gewinnt, sind diese Bestrebungen an sich nicht neu. Der Unterschied besteht heute darin, dass die Hersteller von Metallverpackungen nun, da die Kunden mehr Transparenz und die Offenlegung von Daten verlangen, offener mit ihren Initiativen und Errungenschaften umgehen.

Crown bekam in den ersten zwei Jahren, in denen es involviert war, vom CDP eine Führungsrolle zugesprochen. Außerdem hat Ecovadis, ein Anbieter von Nachhaltigkeitsratings in Europa, Crown unter den Top 3 Prozent der Lieferanten in allen Kategorien und in die Top 2 Prozent unter ähnlichen Unternehmen eingestuft. Die möglichst effiziente Herstellung von Dosen beim Unternehmen korreliert direkt mit der Produktion auf möglichst nachhaltige Art und Weise.

Bildergalerie

  • Crown stellt zahlreiche Metallbehältnisse für die Lebensmittelindustrie her. Zu sehen ist hier eine Bierdose, deren ganzer Deckel abgezogen werden kann, sodass sie quasi zu einem Becher wird.

    Bild: Crown

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