Mehrjähriger Liefervertrag

Wasserstoffbasierter Stahl: Vereinbarung zwischen Thyssenkrupp und Stegra

Sogenannter Non-Prime-Stahl ist nicht so hochwertig wie Stahl erster Klasse, findet in der Industrie aber trotzdem breite Anwendung.

Bild: Thyssenkrupp
13.01.2026

Thyssenkrupp Materials Processing Europe hat mit Stegra einen Vertrag über die Lieferung von Stahl aus dem Stegra-Werk in Boden, Schweden, unterzeichnet. Im Rahmen der mehrjährigen Vereinbarung wird Thyssenkrupp Non-Prime-Stahl im sechsstelligen Tonnenbereich von Stegra beziehen, um seine Kunden in verschiedenen Branchen in Europa zu beliefern. Die ersten Lieferungen sollen 2027 beginnen.

Thyssenkrupp Materials Services und Stegra haben eine mehrjährige Lieferung großer Mengen Non-Prime-Stahl beschlossen. „Bei Thyssenkrupp Materials Processing Europe verfügen wir über die Kunden, die Logistik und das Verarbeitungsnetzwerk, um diese großen Stahlmengen zu bewältigen“, sagt Heather Wijdekop, CEO des Geschäftsbereichs Processing bei Thyssenkrupp Materials Services. „Gleichzeitig arbeiten wir mit Stegra zusammen, um den Hochlauf der Großanlage in Boden und ihre Bemühungen zur Dekarbonisierung der Stahlindustrie zu unterstützen.“

Stegra ist ein industrielles Scale-up-Unternehmen, das 2020 als H2 Green Steel gegründet und 2024 in Stegra umbenannt wurde. Der Hersteller baut derzeit ein neues Stahlwerk in Boden, Schweden, das Stahl mit grünem Wasserstoff aus erneuerbarer Energie produzieren soll. Wegen der Beschaffenheit der Stahlproduktion fallen in Stahlwerken gewisse Mengen Stahl zweiter Wahl an (Non-Prime): Material, das nicht den Qualitätsstandards entspricht, die bestimmte Anwendungen erfordern, aber dennoch stark, langlebig und für verschiedene Zwecke geeignet ist. Daher macht es einen relevanten Teil des Stahlmarktes in Europa aus.

„Ein Partner für Non-Prime-Stahl ist wichtig für den Hochlauf unseres Stahlwerks, und wir sehen dies als Beginn einer langfristigen Partnerschaft mit Thyssenkrupp Materials Services als einem wichtigen Akteur auf dem Markt“, sagt Stephan Flapper, Leiter Commercial bei Stegra. „Gemeinsam können wir die Nachfrage nach Stahlprodukten, die über den Wasserstoffweg hergestellt werden, noch stärker ankurbeln.“

Obwohl der Stegra-Standort in Boden nur Wasserstoff und erneuerbare Energie nutzt, wird der von Thyssenkrupp Materials Services im Rahmen dieser Vereinbarung abgenommene Non-Prime-Stahl nicht als CO2-reduziert qualifiziert, da Stegra die entsprechenden Zertifikate an andere Kunden im Prime-Stahlmarkt verkaufen wird.

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  • Stegra baut derzeit seine erste großtechnische Anlage für die Produktion von grünem Wasserstoff, grünem Eisen und grünem Stahl in Schweden.

    Stegra baut derzeit seine erste großtechnische Anlage für die Produktion von grünem Wasserstoff, grünem Eisen und grünem Stahl in Schweden.

    Bild: Thyssenkrupp

  • Thyssenkrupp Materials Processing Europe, Teil von Thyssenkrupp Materials Services, liefert seine Stahlprodukte an verschiedene europäische Kunden.

    Thyssenkrupp Materials Processing Europe, Teil von Thyssenkrupp Materials Services, liefert seine Stahlprodukte an verschiedene europäische Kunden.

    Bild: Thyssenkrupp

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