Unterzeichnung des MoU: Dr. Volker Safl, Hans-Georg Tschupke, Prof. Dr. Dr. h.c. Frank Kirchner, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Wahlster (vorne, v.l.n.r.), Prof. Dr. Joachim Hertzberg, Prof. Dr. Rolf Drechsler, Prof. Dr. Bernd Krieg-Brückner, Dr. Walter Olthoff (hinten, v.l.n.r.)

Bild: DFKI GmbH, Foto: Thomas Frank

DFKI-Ausgründung In Bremen entsteht ein neues Hightech-Unternehmen für Robotik und KI

26.09.2018

Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), vier Universitätsprofessoren und zwei Bremer Landesbehörden haben sich auf die Gründung eines neuen Hightech-Unternehmens für Robotik und Künstliche Intelligenz, der Raise Robotics AG, verständigt.

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Als Schlüsseltechnologien des digitalen Wandels bergen Robotik und Künstliche Intelligenz enormes wirtschaftliches Potenzial. So sind robotische Assistenzsysteme aus der industriellen Produktion kaum noch wegzudenken und die Nachfrage nach KI-Lösungen ist riesig. Durch die Ausgründung von Raise Robotics aus dem DFKI möchten die Unterzeichner des Memorandums dieser Entwicklung Rechnung tragen.

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Wahlster, Vorsitzender der Geschäftsführung des DFKI: „Mit dem neuen Spin-Off wollen wir die Erfolgsserie der Unternehmensausgründungen des DFKI nun auch in Bremen fortsetzen. Mit über 80 erfolgreichen Neugründungen wurde das DFKI bereits als gründungsaktivstes An-Institut ausgezeichnet, da wir über 3000 neue Hightech-Arbeitsplätze an unseren Standorten überall in Deutschland geschaffen haben.“ Auch das Land Bremen, das mit dem DFKI seit über zehn Jahren Zukunftstechnologien fördert, kann von dem neuen Hightech-Unternehmen profitieren. Hans-Georg Tschupke, Abteilungsleiter beim Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen: „Um die positive Entwicklung Bremens weiter voranzutreiben, braucht es neue innovative Unternehmen wie die Raise Robotis. In der Ausgründung sehen wir eine große Chance, den Standort nachhaltig zu stärken und Fachkräften gute wirtschaftliche Anknüpfungspunkte zu bieten.“

Neue Perspektiven für DFKI-Mitarbeiter

Eine zentrale Motivation für die Unternehmensgründung ist es, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des DFKI, die ihre Karriere außerhalb des wissenschaftlichen Betriebs in einem industriellen Umfeld fortsetzen möchten, Perspektiven in Bremen zu eröffnen. So kann vorhandenes Knowhow am Standort bewahrt werden. Zugleich sollen optimale Arbeitsbedingungen Experten und Talente aus der ganzen Welt nach Bremen locken.

Dr. Volker Saß, Referatsleiter bei der Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz: „Das DFKI leistet in Bremen exzellente wissenschaftliche Arbeit. Ich freue mich, dass das Forschungsinstitut diesen mutigen Schritt in die Wirtschaft geht und somit auch promovierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Chance bietet, sich in einem industriellen Umfeld weiter zu entwickeln, ohne den Standort wechseln zu müssen.“

Mit dem Robotics Innovation Center unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. h.c. Frank Kirchner, der dazugehörigen Außenstelle in Osnabrück, die von Prof. Dr. Joachim Hertzberg geleitet wird, und dem Forschungsbereich Cyber-Physical Systems unter der Leitung von Prof. Dr. Rolf Drechsler ist das DFKI in Bremen derzeit einer der weltweit größten Standorte für die Entwicklung robotischer Systeme und intelligenter Technologien. Die Professoren der Universität Bremen (Kirchner, Drechsler) und Osnabrück (Hertzberg) gehören ebenso wie der Bremer Universitätsprofessor und ehemalige Leiter des DFKI-Forschungsbereichs Sichere Kognitive Systeme (heute Cyber-Physical Systems) Prof. Dr. Bernd Krieg-Brückner – allesamt international ausgewiesene Spezialisten in den Bereichen Robotik und KI – zu den Gründern von Raise Robotics.

Das gesamte Spektrum KI-basierter Robotik wird abgedeckt

Zusammen mit weiteren Mitarbeitern des DFKI, die den Aufbau des Spin-Offs unterstützen, decken die Wissenschaftler das gesamte Spektrum KI-basierter Robotik ab: Von der Entwicklung hochleistungsfähiger Rechnersysteme und kinematischer Regelungstechnologien über Maschinelles Lernen für die Mensch-Roboter-Interaktion, Software Engineering und die Umsetzung wissensbasierter Autonomie bis zum Entwurf und der Simulation von Verhalten sowie der Entwicklung elektromechanischer Systeme. Schließlich ist es das Alleinstellungsmerkmal des neuen Unternehmens, mit der gesamten Bandbreite der Technologieentwicklung aufwarten zu können. Kein anderes derzeit existierendes Robotik-Unternehmen verfügt über einen derartigen – und in industriellen Projekten unter Beweis gestellten – Kompetenzumfang, welcher zukünftigen Kunden die ‚aus einer Hand‘-Lösung anbieten kann.

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