Das Solarkraftwerk mit einer Leistung von 7,4 Megawatt stabilisiert mit einem Hochvoltspeicher das Stromnetz.

Bild: Arun Construction Services

Erstes kommunales Speicherprojekt in UK Hochvoltspeicher für Solarpark

31.01.2019

Als erstes kommunales Speicherprojekt in Großbritannien wurde in West Sussex ein 35 Hektar großer Solarpark mit Batteriespeicher errichtet. Dank des Hochvoltspeichers wird die Kommune Einkünfte erwirtschaften, sodass die Anlage gänzlich ohne Fördermittel errichtet werden konnte.

In der Grafschaft West Sussex wurde das erste kommunale Batteriespeicherprojekt in Großbritannien installiert. Der Solarpark mit 7,4 Megawatt (MW) Leistung stabilisiert zusammen mit einem 4,4-MW-Lithium-Speichersystem des deutschen Herstellers Tesvolt das Stromnetz. Mit Netzdienstleistungen verdient die Kommune dank des Hochvoltspeichers zusätzlich Geld. So kommt die Anlage gänzlich ohne Fördermittel aus. Die Inbetriebnahme auf einer 35 Hektar großen Deponiefläche in Westhampnett erfolgte Mitte Oktober, nun ist der Testbetrieb erfolgreich abgeschlossen. Mit dem Projekt wird die Kommune für die nächsten 25 Jahre erhebliche Einkünfte erwirtschaften. „Als einer der ersten Solarparks, der mit Batteriespeicher und ohne staatliche Subventionen gebaut wurde, gehen wir unter den lokalen Behörden neue Wege", berichtet Louise Goldsmith, Bezirksratsvorsitzende von West Sussex. Außerdem zeige die Grafschaft mit dem Projekt, dass Kommunen eine führende Rolle bei der Energieversorgung spielen müssen.

Intelligente Steuerung der einzelnen Batteriezellen

„Kommunale Investoren rechnen nicht in Quartalen wie andere Geldgeber. Ein Speichersystem mit einer kalendarischen Lebensdauer von 30 Jahren wie unseres entspricht da schon eher den Ansprüchen an eine Lösung, die langfristig dem Steuerzahler dient“, so Christian Went, der bei Tesvolt für das Projekt zuständige Key Account Manager. Für die hohe Lebensdauer der Speicher sorgt eine intelligente Steuerung jeder einzelnen Batteriezelle. Die Zellen werden so optimal be- und entladen, es kommt daher nicht zu Zellschäden durch ungleichmäßige Ladestände. Den Strom aus dem Solarpark wird auf dem Stromgroßhandelsmarkt verkauft. Die Batterien werden zusätzliche Einnahmen aus Arbitragegeschäften, Frequenzdiensten und Kapazitätsmarkterträgen erwirtschaften.

Hohe Batterieladerate durch besondere Zellen-Bauform

Dafür ist auch eine schnelle Bereitstellung von Strom aus dem Speicher entscheidend. Tesvolt nutzt für seine Speicher prismatische Batteriezellen des Herstellers Samsung SDI, wie sie auch in Elektroautos eingesetzt werden. Die besondere Bauform und die chemische Zusammensetzung der Zellen ermöglichen eine hohe Batterieladerate von 1 C. Auch die leistungsfähigen Sunny-Central-Storage-Batterie-Wechselrichter von SMA Technology tragen zur schnellen Ladegeschwindigkeit der Speicher bei. „Die Nachfrage in Großbritannien nach leistungsfähigen Batteriespeichern ist derzeit groß. Für Unternehmen und Kommunen, die sich Netzdienstleistungen vergüten lassen können, wird das Thema auch in den kommenden Jahren sehr interessant bleiben“, weiß Kevin Keiley, Geschäftsführer von Arun Construction Services. Das EPC war für die Planung und Installation der Anlage zuständig.

Bildergalerie

  • Die Tesvolt-Batterien werden auf Zellebene überwacht.

    Bild: Arun Construction Services

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