Mit der HiJunctionBox sollen Anlagenbetreiber nun direkt an der Anlage von den Vorteilen der Hima-Plattform profitieren können.

Bild: Hima

Dezentrales Konzept Hima bringt seine Smart-Safety-Plattform ins Feld

08.07.2019

Die dezentrale HiJunctionBox erweitert das Konzept der Smart-Safety-Plattform von Hima direkt bis in das Feld hinein. Sie ist für die Ex-Zone 2 zugelassen und lässt sich durch Vorkonfigurationen und modulare E/A schnell in bestehende Anlagen integrieren.

Mit der HiJunctionBox können Anlagenbetreiber flexible, dezentrale Steuerungs- und Sicherheitslösungen realisieren. Aufgrund des einheitlichen Hard- und Software-Designs lassen sich zusätzlich benötigte Module leicht nachrüsten und lokal implementieren.

Die Systemarchitektur einer Anlage kann dadurch jederzeit an veränderte Anforderungen angepasst werden. Bei einer Kommunikationsunterbrechung zum Zentralsystem funktioniert Himas Box im Feld auch autark. Das soll eine höhere Anlagenverfügbarkeit begünstigen.

System auch spät noch erweiterbar

Je nach Komplexität der Anwendung basiert das System auf der Sicherheitssteuerung HiMatrix oder HiMax. Der Aufbau ist als redundantes oder als Monosystem möglich.

Hohe Flexibilität bei E/A-Modulen und die Option, die Programmiereinstellungen per Reload-Funktion zu übertragen, sollen schnelle Systemerweiterungen bei laufendem Betrieb der Anlage ermöglichen – auch spät im Engineering-Prozess. Über die modulare E/A-Einbindung lassen sich verschiedenste Funktionen umsetzen, von Anlagensteuerung und -überwachung bis hin zur detaillierten Diagnose, etwa über HART.

Die HiJunctionBox wird vorkonfiguriert und getestet ausgeliefert. Factory Acceptance Test (FAT) und Site Acceptance Test (SAT) lassen sich durch den vorgetesteten Grundaufbau verkürzen, was die Inbetriebnahme insgesamt beschleunigt.

Für raue Umgebungen zertifiziert

Durch „Control in the Field“ können Anlagenbetreiber vor Ort performante Steuerungsaufgaben durchführen; das soll selbst unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen möglich sein. Denn die HiJunctionBox ist in Schutzart IP66/NEMA 4X gemäß IEC 60 529 ausgeführt und verfügt über ein abschließbares Gehäuse aus Edelstahl 316L mit einer Wandstärke von 2 mm. Hinzu kommen das Zertifikat für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen in ATEX-Zone 2 sowie der Arbeitstemperaturbereich von -20 bis 55 °C.

Mehr Platz, weniger Kabel

Die HiJunctionBox lässt sich innerhalb der Smart-Safety-Plattform von Hima oder zur Erweiterung bestehender Steuerungssysteme einsetzen. Ihre Modularität und Standardisierung soll Anlagenbetreibern zudem Vorteile bei Kosteneffizienz und Anlagenplanung bringen. So kann die Anzahl von Rangierschränken, Kabeltrassen und Stammkabeln von der Steuerzentrale in das Feld stark minimiert und ein standardisiertes Konzept mit dezentralen, prozessnahen HiJunctionBoxes umgesetzt werden.

Auf diese Weise können sowohl der Platzbedarf in den zum Teil kostspielig klimatisierten Zentralräumen als auch der Verkabelungsaufwand gesenkt werden. Durch den Wegfall von Rangierungen zwischen zentralem Kontrollraum und den Feldsignalen sind ebenfalls Kosteneinsparungen möglich. Geringere Investitionen ergeben sich laut Hima zu guter Letzt auch dadurch, dass die Kommunikation über Lichtwellenleiter erfolgt, für die vorhandene Systeme verwendet werden können.

„Die HiJunctionBox ist eine wichtige Erweiterung unser Smart-Safety-Plattform in das Feld“, sagt Dr. Alexander Horch, Vice President Research, Development & Product Management bei Hima. Anlagenbetreiber könnten jetzt direkt an der Anlage von den Vorteilen der Hima-Plattform profitieren. „Dazu zählen beispielsweise die Reduzierung der Anlagenkomplexität sowie die Erfüllung von Security-Anforderungen.“

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