Siemens Smart Infrastructure bringt ein neues, umfassendes Portfolio mit Schutz- und Schaltlösungen für Gleichstrom (DC) auf den Markt und festigt damit seine Position als Pionier im DC-Zeitalter. Das neue Angebot, darunter der innovative Halbleiter-Leistungsschalter Sentron 3QD2 und das Halbleiter-Schaltgerät Sirius 3RF5, erfüllt die wachsende Nachfrage nach nachhaltiger, effizienter und zuverlässiger Stromverteilungs- und Industrieschalttechnik im Niederspannungsbereich. Integriert in Energieverteilungssystemen wie in der Niederspannungsschaltanlage Sivacon S8 und in den Schienenverteiler-Systemen Sivacon 8PS, sind diese Lösungen besonders wichtig für Hochleistungsanwendungen wie Rechenzentren, insbesondere KI-Fabriken, Produktionsanlagen und Batteriespeichersysteme sowie für die Integration von erneuerbaren Energiequellen.
Weniger Umwandlungsverluste, direkte PV‑ und Speicher‑Integration
Der Übergang von weit verbreiteten Wechselstromsystemen (AC) hin zur Gleichstromtechnologie (DC) ist ein entscheidender Schritt in der globalen Energiewende. Erneuerbare Energiequellen wie Photovoltaik (PV) und Batteriespeichersysteme erzeugen oder speichern Strom in Form von Gleichstrom. Durch Reduzierung der Verluste bei der Umwandlung (Gleichstrom in Wechselstrom) und die Möglichkeit, erneuerbare Energiequellen direkt einzubinden, bieten Gleichstromsysteme eine effizientere und nachhaltigere Alternative zu herkömmlichen Wechselstromnetzen. Siemens steht an der Spitze dieses Wandels und engagiert sich intensiv in Forschung und Entwicklung in diesem Bereich. Dies zeigt sich unter anderem in der aktiven Beteiligung an Initiativen wie der Open Direct Current Alliance (ODCA) und Current/OS.
Eine Schlüsselentwicklung im neuen Portfolio ist der Halbleiter-Schutzschalter Sentron 3QD2. Dank Halbleitertechnologie und intelligenten Schutzalgorithmen ermöglicht er ultraschnelles Abschalten von Kurzschlussströmen im Mikrosekundenbereich – bis zu 1.000 Mal schneller als herkömmliche Systeme. Dies ist für Gleichstromnetze unabdingbar und sorgt für eine deutliche Verbesserung von Schutz und Systemverfügbarkeit.
„Mit der konsequenten Weiterentwicklung unserer wegweisenden Halbleiter-Schalttechnik ermöglichen wir ein neues Niveau an elektrischer Sicherheit auch für das Gleichstromzeitalter“, sagte Andreas Matthé, CEO Electrical Products bei Siemens. Der parametrierbare Sentron 3QD2 vereint Schutz, Schaltung, Überwachung und Energiemanagement in einem kompakten und multifunktionalen Gerät. Damit ersetzt er mehrere Komponenten und sorgt für erhebliche Platzersparnis. Da der Sentron 3QD2 wartungsfrei ist und keine mechanischen Verschleißteile aufweist, gewährleistet er eine lange Lebensdauer und maximale Anlagenverfügbarkeit und ist damit ideal für kritische Infrastrukturen.
„Unser neues DC-Portfolio bietet unseren Kunden innovative Lösungen, die nicht nur die Energieeffizienz verbessern, sondern auch den Aufbau einer resilienten, zukunftssicheren Infrastruktur ermöglichen. Dies ist ein entscheidender Beitrag zur Dekarbonisierung unserer Industrien und ein Beleg für unser Engagement, Technologien mit einem klaren Zweck zu entwickeln“, fügte Andreas Matthé hinzu.
Halbleiter‑Schalten und Systemvorteile
Ergänzt wird der Sentron 3QD2 durch das neue Halbleiter-Schaltgerät Sirius 3RF5, das erste seiner Art für Gleichstromanwendungen. Es ist für das hochfrequente Schalten von ohmschen Lasten konzipiert und bietet eine verschleißarme und langlebige Lösung, die die Effizienz und Verfügbarkeit von Industrieanlagen erhöht. Sirius 3RF5 trägt außerdem das Siemens-EcoTech-Label und zeichnet sich durch ein nachhaltiges und transparentes Produktdesign aus.
Zusammen mit der Niederspannungsschaltanlage Sivacon S8 (verfügt ebenfalls über das Siemens-EcoTech-Label), den Schienenverteiler-Systemen Sivacon 8PS, sowie integrierten DC-Schutz- und Schaltgeräten ebnen wir den Weg für neue Lösungen in der Gleichstromverteilung und tragen so zu einer hohen Zuverlässigkeit und Effizienz in Produktion oder Infrastruktur bei.
Die Vorteile der DC-Lösungen gehen über einzelne Produkte hinaus. Durch Implementierung von Gleichstromnetzen können Kunden erhebliche Kosten- und Materialeinsparungen erzielen. Beispielsweise kann in einer Produktionsumgebung mit Robotern durch Einsatz von Gleichstromtechnologie in Verbindung mit Energierückgewinnung und -speicherung der Spitzenstrombedarf um bis zu 80 Prozent gesenkt werden, was zu erheblichen Kosteneinsparungen führt. Zudem machen Gleichstromsysteme eine Blindleistungskompensation überflüssig und erfordern weniger Kupfer in der Verkabelung. Dies führt zu Materialeinsparungen von bis zu 50 Prozent und einer geringeren Umweltauswirkung.
Siemens präsentiert das neue Portfolio auf der Hannover Messe 2026 in Halle 27, Stand A 48.