Umfrage: PPAs machen die Energieversorgung planbar

Grüne Verträge mit Tiefenwirkung

Machen PPAs die Energieversorgung der Industrie mit Erneuerbaren Energien planbar?

Bild: teilnehmende Unternehmen; iStock, avlntn
12.03.2026

PPAs sind längst mehr als ein Stromvertrag – sie sind ein Investitions- und Stabilitätsinstrument für die Energiewende. Wir haben Unternehmen gefragt: Welchen technischen Beitrag leisten grüne PPAs Ihrer Einschätzung nach zum Ausbau erneuerbarer Energien und zur Stärkung der Versorgungssicherheit im Industriestromnetz?

Das sagen die Experten:

Bildergalerie

  • Anna Jasper-Martens, CEO Germany bei E.ON Energy Infrastructure Solutions: Die Realisierung von EE-Anlagen wird häufig erst durch ein PPA wirtschaftlich möglich. PPA Kunden beziehen Grünstrom aus einer dedizierten, oft eigens für sie errichteten Anlage. So ermöglichen grüne PPAs zusätzliche Projekte und bringen neue Anlagen ans Netz. Onsite PPAs aus Anlagen in unmittelbarer Kundennähe erhöhen zudem die Versorgungssicherheit: Der Strom wird per Direktleitung ohne Nutzung des öffentlichen Netzes direkt vom Erzeuger zum Abnehmer geliefert. Durch Ergänzung eines Batteriespeichers kann der Autarkiegrad weiter erhöht werden. Grüne PPAs sollten immer passgenau auf die individuellen Anforderungen des Kunden zugeschnitten sein – darauf achten wir.

    Anna Jasper-Martens, CEO Germany bei E.ON Energy Infrastructure Solutions: Die Realisierung von EE-Anlagen wird häufig erst durch ein PPA wirtschaftlich möglich. PPA Kunden beziehen Grünstrom aus einer dedizierten, oft eigens für sie errichteten Anlage. So ermöglichen grüne PPAs zusätzliche Projekte und bringen neue Anlagen ans Netz. Onsite PPAs aus Anlagen in unmittelbarer Kundennähe erhöhen zudem die Versorgungssicherheit: Der Strom wird per Direktleitung ohne Nutzung des öffentlichen Netzes direkt vom Erzeuger zum Abnehmer geliefert. Durch Ergänzung eines Batteriespeichers kann der Autarkiegrad weiter erhöht werden. Grüne PPAs sollten immer passgenau auf die individuellen Anforderungen des Kunden zugeschnitten sein – darauf achten wir.

    Bild: E.ON SE

  • Rüdiger Müller, Geschäftsführer von Enercon Energy Partners: Grünen PPAs können als virtuelle PPAs einen Barausleich gegen den Spotmarkt oder als physische PPAs eine Lieferung in den Bilanzkreis des Abnehmers vorsehen, bei räumlicher Nähe zum Verbrauch auch eine direkte Einspeisung in das Werksnetz des Abnehmers. Allen Varianten gemeinsam ist die Absicherung der Erlöse aus der Stromvermarktung für die Vertragslaufzeit und damit des Weiterbetriebs nach Auslaufen der (EEG-)Förderung, bei entsprechender Laufzeit auch der initialen Finanzierung und Errichtung der Anlage. Dies erlaubt einen bedarfsgerechten und kosteneffizienten Ausbau der erneuerbaren Energien und damit die Vermeidung von Über- oder Unterinvestitionen. Eine physische Direktbelieferung vermindert zudem die Ausbauerfordernis der Übertragungs- und Verteilnetze und erhöht die Resilienz im Fall von Kapazitätsengpässen und Störungen im Netzbetrieb.

    Rüdiger Müller, Geschäftsführer von Enercon Energy Partners: Grünen PPAs können als virtuelle PPAs einen Barausleich gegen den Spotmarkt oder als physische PPAs eine Lieferung in den Bilanzkreis des Abnehmers vorsehen, bei räumlicher Nähe zum Verbrauch auch eine direkte Einspeisung in das Werksnetz des Abnehmers. Allen Varianten gemeinsam ist die Absicherung der Erlöse aus der Stromvermarktung für die Vertragslaufzeit und damit des Weiterbetriebs nach Auslaufen der (EEG-)Förderung, bei entsprechender Laufzeit auch der initialen Finanzierung und Errichtung der Anlage. Dies erlaubt einen bedarfsgerechten und kosteneffizienten Ausbau der erneuerbaren Energien und damit die Vermeidung von Über- oder Unterinvestitionen. Eine physische Direktbelieferung vermindert zudem die Ausbauerfordernis der Übertragungs- und Verteilnetze und erhöht die Resilienz im Fall von Kapazitätsengpässen und Störungen im Netzbetrieb.

    Bild: Enercon

  • Patrick Koch, Head of Origination bei Statkraft: Grünstrom-PPAs ermöglichen den marktlichen Ausbau der Erneuerbaren außerhalb der EEG-Förderung, garantieren den Betreibern planbare Erlöse und sichern neuen Projekten die Finanzierung. PPAs, ergänzend zum EEG genutzt, sichern Residualrisken wie negative Preise ab. Ausgeförderten Wind- und Solaranlagen garantieren sie den Weiterbetrieb und halten bestehende Kapazitäten am Netz. Die Industrie nutzt maßgeschneiderte PPAs, um Nachhaltigkeitsziele mit grünem Strom aus Deutschland zu erfüllen und Preise abzusichern. Ergänzt durch Speicherlösungen gelingt die Abfederung von Erzeugungs- und Preisschwankungen und die Planbarkeit und Resilienz gegenüber Volatilitäten auf dem Strommarkt werden erhöht.

    Patrick Koch, Head of Origination bei Statkraft: Grünstrom-PPAs ermöglichen den marktlichen Ausbau der Erneuerbaren außerhalb der EEG-Förderung, garantieren den Betreibern planbare Erlöse und sichern neuen Projekten die Finanzierung. PPAs, ergänzend zum EEG genutzt, sichern Residualrisken wie negative Preise ab. Ausgeförderten Wind- und Solaranlagen garantieren sie den Weiterbetrieb und halten bestehende Kapazitäten am Netz. Die Industrie nutzt maßgeschneiderte PPAs, um Nachhaltigkeitsziele mit grünem Strom aus Deutschland zu erfüllen und Preise abzusichern. Ergänzt durch Speicherlösungen gelingt die Abfederung von Erzeugungs- und Preisschwankungen und die Planbarkeit und Resilienz gegenüber Volatilitäten auf dem Strommarkt werden erhöht.

    Bild: Statkraft

  • Nagat Karroum, Senior Vice President Strategy & Business Development bei Uniper Renewables: PPAs bieten Unternehmen langfristige Preisstabilität und direkten Zugang zu erneuerbarem Strom. Gleichzeitig sichern sie Projektentwicklern verlässliche Absatzperspektiven und erleichtern so die Finanzierung neuer Anlagen. Dadurch fördern PPAs den Ausbau erneuerbarer Energien. Besonders hybride PPAs, die Solar, Wind und Speicher kombinieren, entlasten Stromnetze hinsichtlich Erzeugungsschwankungen und kommen dem Kundenbedarf an verbrauchsnahen Erzeugungsprofilen entgegen. Das erhöht die Systemdienlichkeit neuer Projekte, reduziert Abregelung und verbessert die Planbarkeit der Stromversorgung für industrielle Abnehmer - ein indirekter, aber relevanter Beitrag zur Versorgungssicherheit.

    Nagat Karroum, Senior Vice President Strategy & Business Development bei Uniper Renewables: PPAs bieten Unternehmen langfristige Preisstabilität und direkten Zugang zu erneuerbarem Strom. Gleichzeitig sichern sie Projektentwicklern verlässliche Absatzperspektiven und erleichtern so die Finanzierung neuer Anlagen. Dadurch fördern PPAs den Ausbau erneuerbarer Energien. Besonders hybride PPAs, die Solar, Wind und Speicher kombinieren, entlasten Stromnetze hinsichtlich Erzeugungsschwankungen und kommen dem Kundenbedarf an verbrauchsnahen Erzeugungsprofilen entgegen. Das erhöht die Systemdienlichkeit neuer Projekte, reduziert Abregelung und verbessert die Planbarkeit der Stromversorgung für industrielle Abnehmer - ein indirekter, aber relevanter Beitrag zur Versorgungssicherheit.

    Bild: Uniper

Firmen zu diesem Artikel
Verwandte Artikel