Die Unternehmen der flexiblen und gedruckten Elektronik blicken trotz anhaltender wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheiten vorsichtig optimistisch auf die weitere Entwicklung. Die aktuelle Geschäftsklimaumfrage der OE-A bestätigt für 2026 ein erwartetes Umsatzwachstum von 7 Prozent. Auch für 2027 rechnen die befragten Unternehmen im Durchschnitt mit einem Umsatzplus von 7 Prozent. Das ergab die halbjährliche Umfrage der OE-A, der internationalen Arbeitsgemeinschaft für flexible und gedruckte Elektronik im VDMA. Die Geschäftsklimaumfrage erfasst Daten von OE-A Mitgliedern entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von F&E-Instituten über Materiallieferanten und Hersteller bis hin zu Endanwendern. Sie liefert qualitative Einschätzungen zu Umsatz, Auftragseingang, Investitionen und Beschäftigung.
„Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Unternehmen trotz des herausfordernden Umfelds vorsichtig optimistisch bleiben. Positiv ist vor allem, dass sich der Auftragseingang gegenüber dem Jahresbeginn deutlich verbessert hat und die Umsatzprognose für 2026 mit plus sieben Prozent bestätigt, wird“, sagt Klaus Hecker, Geschäftsführer der OE-A. Mehr als die Hälfte der Befragten, 54 Prozent, erwartet, dass die Branche 2026 wachsen wird. Weitere 40 Prozent rechnen mit einer stabilen Entwicklung. Gleichzeitig hat sich der Auftragseingang erholt: Nach -15 Prozent in der Januar-Umfrage liegt die Prognose nun bei +2 Prozent. Die aktuelle Umfrage bestätigt die Umsatzprognose für 2026 aus der Januar-Erhebung. Für 2027 fällt die Wachstumserwartung dagegen mit +7 Prozent niedriger aus als noch zu Jahresbeginn, als die Unternehmen mit +10 Prozent gerechnet hatten.
Unternehmen setzen auf Stabilität
Bei Investitionen und Beschäftigung zeigt sich aktuell eine deutlich zurückhaltendere Entwicklung als zu Jahresbeginn. 89 Prozent der Unternehmen wollen ihre Investitionen in die Produktion in den kommenden sechs Monaten konstant halten, 10 Prozent planen eine Erhöhung. Bei der Beschäftigung wollen 92 Prozent ihre Mitarbeiterzahl stabil halten, 6 Prozent planen einen Personalaufbau. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bleiben dagegen auf hohem Niveau: 89 Prozent der Unternehmen wollen ihre F&E-Aktivitäten ausbauen, weitere 10 Prozent wollen sie auf dem bisherigen Niveau halten. Zu den derzeit wichtigsten Zielbranchen zählen Consumer Electronics, Automotive, Medical & Pharmaceutical sowie Energy.
Mit Innovation nach vorne
Während das wirtschaftliche und geopolitische Umfeld weiterhin für Unsicherheit sorgt, zeigen die Ergebnisse auch positive Signale: Die Umsatzerwartungen bleiben stabil, der Auftragseingang hat sich erholt und die Unternehmen setzen weiterhin klar auf Forschung und Entwicklung. „Dass 89 Prozent der Unternehmen ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten weiter ausbauen wollen, ist ein starkes Signal. Unsere Branche blickt nach vorne und arbeitet weiter an neuen Produkten und Anwendungen“, sagt Klaus Hecker. „Auf der Electronica und der Lopec 2027 wird diese Innovationskraft ganz konkret sichtbar. Genau solche Innovationen brauchen wir, um neue Anwendungen und Märkte zu erschließen und die Wettbewerbsfähigkeit der Branche langfristig zu stärken.“