KI macht Energieplanung im Gebäude präziser

Gebäude im Energiemodus: KI senkt Kosten und Emissionen

Die Plattform analysiert Echtzeitdaten, erstellt Prognosen und steuert automatisiert. Das Ziel dabei ist, den Verbrauch, die Kosten, die Emissionen und die Vorgaben zu verbessern.

Bild: iStock, CentralITAlliance
08.04.2026

Der Gebäudebetrieb wird immer komplexer: Es gibt mehr Energieanlagen und mehr Regeln. Brightlayer Energy bündelt Daten, erstellt Prognosen und automatisiert die Steuerung von Infrastruktur und dezentralen Energiequellen. Die Plattform unterstützt die Verbesserung sowie die Erfüllung von Nachweis- und Berichtspflichten.

Es besteht erheblicher Optimierungsbedarf bei der Energieeffizienz von Gebäuden. So verschwendet ein durchschnittliches gewerbliches Gebäude in den USA 30 Prozent seiner Energie, während in der Europäischen Union 75 Prozent der Gebäude eine schlechte Energieperformance aufweisen. Dafür hat das Unternehmen Eaton, Spezialist für intelligentes Energiemanagement, hat die Verfügbarkeit von Brightlayer Energy bekannt gegeben. Dabei handelt es sich um ein KI-gestütztes Energiemanagement- und Optimierungssystem.

Verbrauch, Kosten und Emissionen senken – und Vorgaben erfüllen

Die Lösung wurde entwickelt, um Gebäudeeigentümern dabei zu helfen, den Energieverbrauch, die Kosten und die Emissionen in ihren Gebäuden zu verbessern und gleichzeitig die lokalen gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen. Die Plattform bietet Echtzeitdatenanalyse, Prognosen und automatisierte Steuerung, um den Nutzen der elektrischen Gebäudeinfrastruktur und dezentraler Energiequellen zu maximieren.

Die Brightlayer-Energy-Software trägt zur Verbesserung von Energieverbrauch, Kosten und Emissionen in Gebäuden bei und ist Teil von Eatons Ansatz Buildings-as-a-Grid. Dieser Ansatz verwandelt Gebäude in strategische und dynamische Energiezentren, steigert die Effizienz, senkt die Kosten und erhöht die Resilienz der Energieversorgung. Gleichzeitig beschleunigt der Ansatz den Fortschritt hin zu den europäischen Nachhaltigkeitszielen, die in der überarbeiteten Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (Energy Performance of Buildings Directive, EPBD) festgelegt sind.

„Der Betrieb von Gebäuden wird weltweit zunehmend komplexer. Mit einer wachsenden Vielfalt an Energieanlagen und sich verändernden regionalen regulatorischen Anforderungen, sind digitale Werkzeuge unverzichtbar, um das Energiemanagement zu vereinfachen und zu verbessern“, sagte Mark Roces, Vice President Digital Offer Management bei Eaton. „Als zentraler Bestandteil unseres digitalen Ökosystems für Gebäude umfasst Brightlayer Energy bewährte Energiespeicherlösungen, Microgridsteuerung und Lösungen für das Laden von Elektrofahrzeugen. Die Software bildet die Grundlage für die Optimierung von Infrastrukturinvestitionen und unterstützt eine zuverlässige Versorgung mit kostengünstiger und nachhaltiger Energie bei gleichzeitiger Einhaltung regulatorischer Anforderungen.“

Praxisbeispiele aus Europa und Nordamerika

In Europa und Nordamerika belegen Implementierungen Verbesserungen bei der Energieeffizienz, den Wartungskosten und der Emissionsreduktion. So senkte beispielsweise das Florian Hotel in Amsterdam seine Stromkosten um mehr als 25 Prozent und reduzierte die Emissionen um 27 Prozent, während gleichzeitig neun Ladepunkte für Elektrofahrzeuge hinzugefügt wurden. In einem Logistikzentrum von Eaton in Spartanburg, South Carolina, senkte das Unternehmen mithilfe der Software die Energiekosten insgesamt um 17 Prozent und die Kosten für das Laden von Gabelstaplern um 66 Prozent, wobei hohe Lastspitzen vermieden wurden.

Die Brightlayer-Energy-Software nutzt Algorithmen, die Echtzeitdaten in umsetzbare Erkenntnisse umwandeln und Energieprognosen mit einer Genauigkeit von 99 Prozent ermöglichen. Die Plattform bietet einen umfassenden Überblick über Energieverbrauchsmuster, Einsparpotenziale und Effizienzsteigerungen. So unterstützt sie Unternehmen bei der Bewertung von Energiestrategien im Hinblick auf Kosteneffizienz, Nachhaltigkeit und langfristige Betriebssicherheit. Durch die Integration von Echtzeit-Wetterdaten können Nutzer die standortbezogene Solarstromerzeugung prognostizieren und die Energieproduktion optimieren. Überschüssige Solarenergie wird dabei automatisch in Batteriespeichersysteme geleitet, wenn der Bedarf hoch ist.

Automatisierte Datenaggregation und Management über mehrere Ebenen

Die Plattform automatisiert die komplexe Datenaggregation und ermöglicht ein mehrstufiges Management auf Standort-, Campus- und Unternehmensebene. Dadurch ist eine proaktive Energieüberwachung und -optimierung möglich. Die Technologie erleichtert die Überwachung der Scope-1- und Scope-2-Emissionen, steuert das Laden von Elektrofahrzeugen und setzt Strategien zur Lastspitzenglättung sowie zur tarifbasierten Lastverschiebung um. Darüber hinaus integriert die Software Energiemarktdaten, um die Energieerzeugung strategisch zu steuern, und liefert Empfehlungen zur Verbesserung des Betriebs und zur Erfüllung regulatorischer Nachweis- und Berichtspflichten.

Die Brightlayer Energy Software ist Teil des digitalen Eaton-Ökosystems zur Optimierung von Energieverbrauch, Kosten und Emissionen in Gebäuden. Sie umfasst unter anderem eine bewährte Microgrid-Steuerung sowie Lösungen zur Optimierung der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge.

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