An der Zentrale von Bock in Frickenhausen arbeiten rund 115 Mitarbeiter.

Bild: Gea

Eigentümerwechsel Gea verkauft Kompressorenhersteller Bock

22.09.2020

Bewegung im Bereich Kühltechnik: Der Düsseldorfer Maschinenbaukonzern Gea verkauft den Kompressorenhersteller Bock an die Beteiligungsgesellschaft Nord Holding. Die Transaktion ist Teil von Geas stärkerer Fokussierung auf die Kernmärkte Nahrungsmittel und Getränke sowie Pharma.

Gea hat sich dazu entschlossen, den Hersteller Bock aus seiner Division Refrigeration Technologies zu veräußern. Der Kaufvertrag ist am 21. September 2020 unterzeichnet worden. Über die finanziellen Einzelheiten haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.

„Wir freuen uns, mit der Nord Holding einen mittelstandserfahrenen Eigentümer für Bock gefunden zu haben“, kommentiert Stefan Klebert, Vorstandsvorsitzender der Gea-Gruppe. „Wir sind davon überzeugt, dass Nord das Geschäftspotenzial von Bock als Hersteller kommerzieller Kompressoren, die unter anderem für stationäre und transportbezogene Kühlanwendungen eingesetzt werden, bestmöglich weiterentwickeln wird.“

Bei Gea werde man sich in der Division Refrigeration Technologies zukünftig auf das Geschäft mit industriell genutzten Kompressoren konzentrieren. Hier biete das Unternehmen unter anderem „individuelle Lösungen zur optimalen Nutzung von Abwärme an, die dabei helfen, Produktionsanlagen immer nachhaltiger zu betreiben oder sogar CO2-neutral zu werden“, sagt Klebert.

Zum Kompressorenhersteller Bock

Bock produziert offene und halbhermetische Hubkolbenkompressoren im unteren und mittleren Leistungssegment. Der Anbieter beschäftigt weltweit rund 340 Mitarbeiter, die im Geschäftsjahr 2019 einen Umsatz von knapp 90 Millionen Euro erwirtschaftet haben. Zwei Drittel der Belegschaft sind am Hauptsitz im baden-württembergischen Frickenhausen tätig. Drei weitere Standorte gibt es in der Tschechischen Republik, Indien und China.

Laut Gea verfügt Bock über eine starke Marktposition und ist mit seinen Produkten wirtschaftlich erfolgreich. Seit das Unternehmen zur Gea-Gruppe gehört, soll sich das Geschäft sehr positiv entwickelt haben.

Der Verkauf des Herstellers an die Nord Holding steht momentan noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung der zuständigen Kartellbehörden. Der Abschluss der Transaktion wird für Anfang 2021 erwartet.

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