In den USA entsteht eine neue Fabrik, die alternative Proteine für die menschliche Ernährung produzieren soll.

Bild: Thorbjørn Hansen, Kontraframe

Herstellung alternativer Proteine Gea gewinnt einen der größten Aufträge im Bereich New Food

21.09.2021

Zusammen mit dem Biotechnologieunternehmen Novozymes baut Gea ein neues Werk für die Produktion pflanzenbasierter Proteine. Mit einem Auftragswert im oberen zweistelligen Millionenbereich ist es eines der größten Projekte der Firmengeschichte.

Es ist eine Investition in den wachsenden Bereich New Food: Gea ist von Novozymes, einem dänischen Anbieter von Enzym- und mikrobiellen Technologien, mit der schlüsselfertigen Ausstattung einer Großanlage beauftragt worden. Produziert werden sollen pflanzenbasierte Proteine für Lebensmittel, der Baubeginn ist für 2021 angesetzt. Voraussichtlich Ende 2023 soll die Fabrik in Nebraska, USA, dann ihren Betrieb aufnehmen.

„Die Nachfrage nach Lebensmitteln, die eine nachweislich bessere Umweltbilanz als konventionell hergestellte Produkte haben, steigt enorm“, sagt Gea-CEO Stefan Klebert. „Mit unseren Technologien und Erfahrungen im Skalieren industrieller Applikationen ist Gea optimal aufgestellt, den New-Food-Markt zu bedienen und so einen Beitrag im Sinne unseres Unternehmenszwecks ,Engineering for a better World‘ zu leisten. Wir freuen uns, Novozymes bei diesem strategischen Projekt als Partner begleiten zu dürfen.“

Enthaltene Prozessanlagen und Installationstermin

Novozymes entwickelt fermentierte katalytische, also industriell hergestellte Enzyme, die für Anwendungen in vielen Branchen Grundlage sind. Erst kürzlich gab das Unternehmen bekannt, in den Wachstumsmarkt funktioneller Proteine, sogenannter Advanced Protein Solutions, für die Nahrungsmittelindustrie zwei Milliarden Dänische Kronen (circa 269 Millionen Euro) investieren zu wollen. „Die Investition in eine neue, hochmoderne Produktionslinie in Blair, Nebraska, unterstreicht unser Engagement, die Welt nachhaltig zu ernähren und die wahre Kraft der Biotechnologie zu demonstrieren“, kommentiert Graziela Chaluppe dos Santos Malucelli, COO und Executive Vice President von Novozymes.

Die neue Anlage umfasst die Fertigungsschritte von der Ernte bis zur Separation des Proteins. Nach Heinz-Jürgen Kroner, Senior Vice President Liquid Technologies bei Gea und verantwortlich für das New-Food-Geschäft im Konzern, eint beide Partner die Fähigkeit, skalierbare, hocheffiziente und zuverlässige Anlagen erstellen zu können. „Das Projekt ist in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich“, sagt er. „Die intensive Angebotsphase hat in weniger als einem Jahr zur Planung der Produktionslinien für die Ingredients geführt. Im gleichen Tempo werden wir an die Umsetzung gehen. Wir erleben eine sehr bereichernde Partnerschaft.“

Gea will jetzt mit dem Bau der Prozessanlagen – darunter Membranfiltrationsanlagen, Mischer, Homogenisatoren, Wärmetauscher, Wärmebehandlungsanlagen, Reinigungsanlagen, Abfüllanlagen sowie Pumpen- und Ventiltechnik – starten und Mitte 2022 mit der Installation beginnen. Die Produktion ist dabei modular ausgelegt, sodass sich die Anfangskapazität leicht erweitern lässt, sollte die Nachfrage steigen.

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