Fledermäuse sind dafür bekannt, sich im Dunkeln mittels Ultraschall zurechtfinden zu können. Ein Gasdetektor nutzt die gleiche Mechanik, um unsichtbare Gaslecks zu orten.

Bild: Pixabay

Mensch und Maschine mit Ultraschall schützen Gasdetektor lauscht nach gefährlichen Leckagen

23.07.2018

Honeywell hat einen vernetzten Gasdetektor angekündigt, der Leckagen via Ultraschall ortet und so fest installierte Detektoren ergänzt. Damit soll er Arbeiter und Einrichtungen besser gegen tödliche, giftige und explosive Gasleckagen schützen.

Gemäß einem Bericht des Amts für Gesundheit und Sicherheit im Vereinigten Königreich dispergieren Gasleckagen in gut belüfteten Bereichen schnell und werden möglicherweise nicht von herkömmlichen, fest installierten oder Open-Path-Detektoren erkannt. Der Searchzone Sonik von Honeywell nutzt Ultraschalltechnologie und einen versiegelten Piezoelektroniksensor, der von Wetterbedingungen und Hintergrundgeräuschen nicht beeinträchtigt wird. Das soll eine sofortige und zuverlässige Leckerkennung von Hochdruckgasleckagen ermöglichen.

Auf bestimmte Frequenzen getrimmt

Ultraschallgasdetektoren sind normalerweise hoch über den Bereichen montiert, die sie überwachen, was das Anbringen und Warten der Geräte zu einer Herausforderung macht. Der Searchzone Sonik wird mit einem Ultraschalltestgerät, das bei der Auswahl des richtigen Installationsorts für den Sensor hilft, sowie einer einfach bedienbaren, mobilen App zur Optimierung von Installation, Betrieb und Wartung vom sicheren Boden aus geliefert.

„Die Sicherheit von Personal und Anlagen ist Priorität Nummer Eins für Betreiber von Industrieanlagen – und eine fortschrittliche Gaserkennung ist ein kritischer Teil der Gesamtlösung“, sagt Carl Ritzberger, Marketingdirektor für stationäre Gasdetektoren bei Honeywell Industrial Safety. „Der Searchzone Sonik bietet in Kombination mit stationären und Open-Path-Gasdetektoren ein höheres Schutzniveau in beliebigen Umgebungen, von harten Bedingungen im Winter bis hin zu extremen in der Wüste." Die Lösung verwende Algorithmen, um nur auf die Ultraschallfrequenzen zu reagieren, die von einer Hochdruckleckage erzeugt werden.

Aus sicherer Ferne operieren

Der Searchzone Sonik eignet sich für Anwendungen, bei denen eine Notabschaltung und andere automatische Steuerelemente mit Bezug auf Produktion, Lagerung, Verarbeitung und Distribution in der Öl- und Gasbranche erforderlich sind. Das Gerät kann über eine App installiert, in Betrieb genommen und gewartet werden, wenn es mit einem eigensicheren, Bluetooth-fähigen Android-Smartphone gekoppelt wird.

Zu den weiteren Funktionen des Honeywell-Detektors gehören unter anderem die Sicherheitsanforderungsstufe 2 (SIL 2), ein robustes Feststoffsensor-Design für anspruchsvolle Umgebungen, eine eingebaute Test- und Diagnosefunktion für den fortlaufenden Betrieb und eine gut sichtbare Leuchtanzeige, die den Gerätestatus auf einen Blick wiedergibt. Die Universalhalterung des Geräts ermöglicht dabei die Montage an Masten, Wänden oder Verstrebungen sowie die einfache Ausrichtung auf den Überwachungsbereich.

„Wir haben den Searchzone Sonik so gestaltet, dass er einfach zu verwenden und zu warten ist. Jeder Schritt – von der Auswahl des richtigen Standorts für den Detektor, die Einrichtung, den Test und die Planung von laufenden Tests – kann einfach und aus der Ferne durchgeführt werden“, fährt Ritzberger fort. Es sollen zudem Berichte und Testzertifikate für Compliance-Maßnahmen erstellt werden können, was die Zeit für Schreibarbeiten und Verwaltung reduziere.

Bildergalerie

  • Der Searchzone Sonik von Honeywell

    Bild: Mark Matysiak, Honeywell

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