Der erste transportierte Monopile, hergestellt für das Offshore-Umspannwerk, ist mit einem Gewicht von knapp über 2.100 t, einer Länge von 110 m und einem Durchmesser von 9,6 m der größte in Europa.

Bild: Parkwind / Manfred Dittmer

Offshore-Windpark Erste XXL-Monopiles stechen in See

18.03.2022

Die ersten drei XXL-Monopiles für das Offshore-Windprojekt Arcadis Ost 1 sind fertig. Die Monopile-Fundamente werden von Steelwind in Nordenham hergestellt. Die erste Verladung ist erfolgt und das Transportschiff ist in Richtung des Hafens von Roenne, dem Umschlaghafen des Windparks Arcadis Ost 1, aufgebrochen.

Die Herstellung dieser XXL-Monopiles begann im August 2021 im Steelwind-Werk Nordenham. Der Monopile für das Offshore-Umspannwerk, der als erster transportiert wird, wiegt knapp über 2.100 t, misst 110 m und hat einen Durchmesser von 9,6 m. Damit ist er einer der größten Monopiles in der Geschichte der Offshore-Windenergie und der größte in Europa.

Die WEA-Monopiles wiegen jeweils 2.000 t, haben eine Länge von 100 m und einen Durchmesser von 9,4 m.

Mehrere Krananlagen für sichere Verladung

Drei Krananlagen sind erforderlich, um die Monopiles auf die Schiffsplattform zu heben. Zum Einsatz kommen zwei feste, von SRT betriebene Kaikrane sowie ein zusätzlicher Mobilkran, um ein sicheres Verladen zu gewährleisten.

Wim Verrept, Projektleiter von Arcadis Ost 1, erklärte dazu: „Mit dem erfolgreichen Verladen der ersten Monopiles kommt unser Bauzeitenplan nun in Gang. Nach mehr als zwei Jahren Vorbereitung, Planung und erfolgreicher Zusammenarbeit mit unseren Partnern sehen wir dem Beginn der Bauarbeiten in der Ostsee ungeduldig entgegen.“

Dr. Andreas Liessem, Geschäftsführer von Steelwind, fügte hinzu: „Steelwind ist stolz darauf, eines der größten und schwersten Monopile-Fundamente, die jemals für den Windpark Arcadis Ost 1 gebaut wurden, hergestellt und geliefert zu haben. Gemeinsam mit Parkwind, DOPSL und unseren Unterauftragnehmern haben wir viele Herausforderungen in Bezug auf Gewicht und Abmessungen gemeistert. Wir freuen uns darauf, dass die XXL-Monopile-Fundamente bald klimafreundliche Energie für die nächsten Jahrzehnte erzeugen und einen Beitrag zur Energiewende leisten.“

Bart de Poorter, General Manager DEME Offshore, sagt: „Wir freuen uns, dass wir auch bei diesem wegweisenden Schritt in der Offshore-Windkraft wieder am Ruder sind. Unser Schwergut-Installationsschiff Orion befindet sich in den letzten Vorbereitungen für das Arcadis Ost Projekt und wird im Mai dieses Jahres bereit sein, diese gigantischen Monopiles von 2.100 t zu installieren. Die Fähigkeit, Monopiles dieser Größe zu bewegen und zu verankern, wird eine große Rolle bei der weiteren Kostensenkung der Offshore-Windenergie spielen. DEME Offshore freut sich, bei dieser Entwicklung eine führende Rolle zu spielen."

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