Partnerschaftsmodell für industrielle Dekarbonisierung

Energiewende in der Industrie wird schlüsselfertig und investitionsfrei

Leadec

Auf rund 320.000 m2 wurden 71.000 Solarmodule mit 43 MW Gesamtleistung installiert – realisiert von Leadec und E.ON für das BMW-Werk Debrecen.

Bild: iStock, Eakarat Buanoi
20.07.2026

Industrieunternehmen realisieren Energielösungen ohne eigenes Investitionsbudget: Leadec und E.ON Energy Infrastructure Solutions bündeln in einem Partnerschaftsmodell ihre Fabrik- und Energieexpertise, um die industrielle Dekarbonisierung voranzutreiben. Langfristige Stromverträge sollen Planungssicherheit schaffen, damit das Investitionsbudget für das Kerngeschäft frei bleibt. Was das Modell in der Praxis leistet, zeigt ein Pilotprojekt in Ungarn.

Unterstützt von Fabrik- und Energieexperten können Industriekunden in ihren Werken direkt umfassende Maßnahmen zur Einsparung von CO2 umsetzen – ohne eigene Investitionen. Mit diesem gemeinsamen Angebot von Leadec und E.ON Energy Infrastructure Solutions können Industriekunden in Europa ihre Nachhaltigkeitsziele schneller erreichen.

Das neue Partnerschaftsmodell ermöglicht Industrieunternehmen nachhaltige Modernisierungen, ohne dass sie selbst investieren müssen. Das Portfolio reicht von einer modernen Energieversorgung des gesamten Werkes über energiesparende Lösungen für Gebäude bis hin zu Ladesäulen für Elektrofahrzeuge. „E.ON Energy Infrastructure Solutions übernimmt die Finanzierung und den Betrieb der Energielösungen, Leadec bringt sein technisches Know-how für die Umsetzung und die spätere Instandhaltung aus über 60 Jahren Erfahrung in Fabriken weltweit ein“, erklärt Markus Glaser-Gallion, CEO der Leadec-Gruppe.

Investition in die Dekarbonisierung der Industrie

E.ON Energy Infrastructure Solutions begleitet die Transformation der Energieinfrastruktur seiner Partner über die gesamte Wertschöpfungskette – von der Planung und dem Bau über die Finanzierung bis hin zum Betrieb und der laufenden Optimierung von Energieerzeugungs- und Managementsystemen. Mit rund 5.300 Expertinnen und Experten in über 14 europäischen Ländern verbindet das E.ON-Segment internationale Erfahrung mit tiefem lokalem Know-how. So entstehen Lösungen, die höchsten Technologie- und Sicherheitsstandards entsprechen und sich nahtlos in lokale Infrastrukturen und regulatorische Rahmenbedingungen einfügen.

„Wir finanzieren und realisieren die Umrüstung, damit unsere Kunden ihre Nachhaltigkeitsziele und gesetzlichen Anforderungen erreichen können. Dadurch bleibt ihr Investitionsbudget für eigene Kerngeschäfte frei. Gleichzeitig schaffen langfristige Stromverträge mehr Planungssicherheit und stärken die Energieversorgung. Mit Leadec haben wir einen Partner an unserer Seite, der Fabriken und ihre speziellen Anforderungen sehr genau kennt, die Umsetzung vor Ort übernimmt und langfristig für Instandhaltung und Optimierung sorgt“, sagt Markus Mader, CFO E.ON Energy Infrastructure Solutions.

Leadec liefert sowohl schlüsselfertige Lösungen als auch Teilprojekte, insbesondere elektrische und mechanische Installationen sowie die anschließende Wartung der folgenden Systeme: Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen), Batteriespeichersysteme (BESS), LED-/Beleuchtungslösungen, EV-Ladestationen, HLK-Anlagen, Gebäudemanagementsysteme (BMS) und Retrofit für Elektrodienstleistungen.

Von Deutschland bis Frankreich: Grüne Werke auf dem Vormarsch

Von diesem gemeinsamen Angebot können Industriekunden in Deutschland, Österreich, Großbritannien, Polen, Ungarn, Tschechien, der Slowakei und Frankreich profitieren. Der Schwerpunkt liegt auf den Branchen Automobilbau, Lebensmittel und Getränke, Chemie, Stahl, Glas, Zellstoff und Papier, Zement sowie Produktion und Rechenzentren. Derzeit befinden sich bereits 80 Projekte in der Umsetzung in Deutschland, Polen, Ungarn, Tschechien und Großbritannien.

Solaranlage im Industriemaßstab

Ein bereits erfolgreich abgeschlossenes Projekt wurde für das BMW Group Werk in Debrecen, Ungarn, umgesetzt. Auf einer insgesamt rund 510.000 m2 großen, mit Photovoltaik überdachten Fläche wurden dort rund 320.000 m2 Solarmodule installiert. Mit anderen Worten: Auf einer Fläche, die 70 Fußballfeldern entspricht, wurden 71.000 Paneele mit einer Gesamtleistung von 43 MW installiert. E.ON übernahm die Finanzierung, stellte die Paneele bereit und schuf mit dem Power-Purchase-Agreement (PPA) für das Werk langfristige Planungssicherheit. Leadec war unter anderem für die Installation der PV-Anlage auf dem 95.000 m2 großen Dach des Karosseriewerks verantwortlich und übernahm die AC-Anbindung mehrerer Anlagen sowie den Feuerschutz.

Bildergalerie

  • Markus Mader ist CFO bei E.ON Energy Infrastructure Solutions, Markus Glaser-Gallion ist CEO der Leadec-Gruppe.

    Markus Mader ist CFO bei E.ON Energy Infrastructure Solutions, Markus Glaser-Gallion ist CEO der Leadec-Gruppe.

    Bild: Jörg Mettlach/E.ON

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