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Die Automotive-Version des Concepion-tXf-L v2 soll speziell dem erhöhten Datenaufkommen in der Automobilbranche gerecht werden.

Bild: Inonet

Automotive-IPC Embedded-PC speziell für die Automobilbranche

23.09.2019

Durch Trends wie das autonome Fahren oder Elektromobilität steigt die Komplexität der Daten in der Automobilbranche enorm an. Um die Anforderungen in der Fahrzeugentwicklung besser und schneller erfüllen zu können, hat Inonet jetzt einen Embedded-PC speziell für diesen Bereich entwickelt.

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Die Concepion-tXf-L-v2-Automotive-Edition soll sich flexibel an jede Anwendung in der Fahrzeugerprobung und -entwicklung anpassen lassen. Die aktuellen Intel-Core-i-Prozessoren der achten und neunten Generation liefern dabei hohe Leistung bei geringem Verbrauch. Standardmäßig sind die CPUs der 65-W-Klasse i9-9900 und i7-9700 verbaut (Basistakt: 3,1 GHz; Turbofrequenz des i9-9900: bis zu 5 GHz, abhängig von Umgebungstemperatur und Ausbaustufe).

Das System misst 215 mm x 131 mm x 303 mm und ist mit zwei Erweiterungskarten und weiteren optional bestückbaren Schnittstellen ausgestattet. Das Chassis besteht aus robustem Blech und wird aktiv durch zwei 80 mm große Lüfter gekühlt. Diese sollen einen leisen Betrieb auch bei Umgebungstemperaturen von -10 bis 60 °C ermöglichen.

Einsatz in zeitkritischen Netzwerken möglich

Die Kommunikation mit typischen Fahrzeugbussystemen zur einfachen Sensorfusion kann über die integrierten M12-Konnektoren oder 15/25-poligen D-Sub-Buchsen erfolgen, die je nach Wahl bestückt werden können (unter anderem mit CAN/CAN FD). Zwei PCIe x8 (mechanisch x16) bieten flexible Anschlussmöglichkeiten, wobei Inonet in der Automotive-Edition auf Komponenten mit erhöhter GPU- und Netzwerk-Performance geachtet hat. Das System bietet deshalb viermal 10 GbE, die über das Protokoll 802.1as auch in zeitkritischen Netzwerken zum Einsatz kommen können.

Für rechenintensive KI-Anwendungen wie das Anlernen von Deep-Learning-Algorithmen stehen GPUs mit über 1.280 Cuda Cores zur Verfügung. Diese sollen große Datenmengen im Fahrzeugeinsatz parallel verarbeiten können.

Weitere Messkomponenten per Plug & Play anschließen

Als Datenlogger eingesetzt werden können bis zu 8 TB große SSDs über bis zu zwei Shuttles. Diese SSDs sind laut Inonet schock- und vibrationsresistent und sollen eine deutlich schnellere Datenübertragung gewährleisten als vergleichbare Festplatten. Die Hot-Swap-fähigen SATA-III-SSDs können dabei im RAID-0-Verbund mehr als 8 Gbit/s schreiben. Werden höhere Schreibraten benötigt, kann eine zusätzliche, interne M.2-Schnittstelle mit einer NVMe-SSD betrieben werden, die derzeit eine Schreibrate von bis zu 20 Gbit/s aufweist.

Der Concepion-tXf-L v2 verfügt außerdem über zwei USB-2.0- und sechs USB-3.0-Ports. Dadurch lassen sich weitere Messkomponenten über Plug & Play hinzuzufügen. Das System wird durch ein Automotive-Netzteil bis 250 W mit Neutrik-Stecker versorgt, welches die nötige Stabilität und Robustheit im täglichen Betrieb bereitstellt und einen konfigurierbaren Zündungssignaleingang besitzt.

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