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Biomasse-Anlage Einsatz fossiler Brennstoffe weiter verringern

28.02.2018

Langfristig sollte eine möglichst CO2-neutrale Energieerzeugung angestrebt werden. N-Ergie wird ab 2022 mit einer zusätzlichen Biomasse-Anlage an ihrem Heizkraftwerk-Standort in Nürnberg-Sandreuth den Einsatz fossiler Brennstoffe weiter verringern. Bei der Produktion von Strom und Wärme soll der Energieträger Erdgas teilweise durch Altholz ersetzt werden.

Mit moderner Anlagentechnik und einem effizienten Kraft-Wärme-Kopplungsprozess, will die N-Ergie den Energiewert des Wertstoffs Altholz bestmöglich ausschöpfen. Der Anteil an regenerativ erzeugter Nürnberger-Fernwärme, wird damit gesteigert und die Energieerzeugung nachhaltiger.

Infrastruktur bereits vorhanden

Bei der geplanten Anlage kann auf die bereits bestehende Infrastruktur zurückgegriffen werden. So können die Dampfturbine, der Generator sowie Heizkondensator des Heizkraftwerks mitgenutzt werden. Für den Abzug des Rauchgases aus dem neuen Kesselhaus, steht eine freie Röhre im bestehenden Schornstein zur Verfügung.

Dekarbonisierte Energieerzeugung am Standort

Die mögliche neue Biomasse-Anlage in Sandreuth bedeutet für N-Ergie die Fortschreibung der bereits 2005 eingeleiteten Dekarbonisierung der Energieerzeugung am Standort.
Durch die Umstellung von Steinkohle auf Erdgas 2005, dem Bau eines Biomasse-HKW im Jahr 2012 und der Errichtung des Wärmespeichers in 2014, konnten bisher CO2-Einsparungen von rund 200.000 Tonnen pro Jahr erzielt werden. Verläuft alles nach Plan, wird die neue Anlage eine zusätzliche Reduktion im Umfang von rund 50.000 Tonnen ermöglichen.

Derzeit befindet sich das Vorhaben noch im frühen Planungsstadium. Mit den zuständigen Behörden laufen Vorgespräche. Sollten sich hierbei keine Ausschlusskriterien ergeben, kann im Spätsommer 2018 ein Antrag auf Genehmigung für den Bau und Betrieb einer solchen Anlage gestellt werden.

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