Nach dem Studium der technischen Physik beschäftigte sich Bernhard Falkner, COO, intensiv mit der Verbindung physischer Prozesse mit der digitalen Welt. Das führte ihn im Jahr 1996 zu Industrie Informatik, wo er nach dem Durchlaufen verschiedener Stationen seit 2012 als Mitglied der Geschäftsleitung die Bereiche Produktmanagement und Entwicklung verantwortet.

Bild: Industrie Informatik

Kommentar Digitalisieren, ja – aber richtig!

29.10.2019

Fertigungsunternehmen sind gefordert, sich intensiv mit der Digitalisierung ihrer Produktion auseinanderzusetzen. Nur mit der richtigen Herangehensweise und kompetenten Umsetzungspartnern schafft man die Verschmelzung der industriellen und digitalen Welten – und kann so langfristig seinen Wettbewerbsvorsprung absichern und ausbauen.

Bernhard Falkner war mit diesem Beitrag im A&D-Kompendium 2019/2020 als einer von 100 Machern der Automation vertreten.

Der Digitalisierungstrend hat uns in fast allen Lebensbereichen fest im Griff. Auch die industrielle Fertigung ist geprägt davon – Marktteilnehmer tun gut daran, sich intensiv damit auseinanderzusetzen und ihre Unternehmen für die Zukunft zu rüsten, um die eigene Konkurrenzfähigkeit beziehungsweise den Wettbewerbsvorsprung zu erhalten. Entscheidend dabei ist die richtige Herangehensweise. Alle Prozesse im Unternehmen pauschal zu digitalisieren, wäre viel zu umfangreich und würde wohl jede Organisation von vorneherein überfordern.

Konkret identifizieren und realisieren

Nein, der erste Schritt ist auf den ersten Blick viel einfacher und doch hochkomplex und erfolgsentscheidend: Man muss sich vor Augen führen, was man im eigenen Unternehmen bereits an Ressourcen, Prozessen und Alleinstellungsmerkmalen zur Verfügung hat und wie man diese Kernelemente digital stützen und dadurch noch effizienter gestalten kann. Eine umfangreiche Bedarfserhebung ist hier das A und O.

Auf dieser Basis gilt es dann, konkrete Anwendungsfälle zu identifizieren und diese in die Realität zu transferieren. Viel zu oft scheitern Industriebetriebe an ihren Bemühungen, weil sie mit der „Digitalisierungs-Gieskanne“ über die gesamte Wertschöpfungskette gehen, am Ende jedoch vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen. Im Kern geht es nämlich darum, dass Unternehmen ihre physischen und manuellen Prozesse digital abbilden und dort automatisieren, wo es auch Sinn macht.

Erfolg durch Enabler

Bereits zur Bewältigung dieser ersten Hürde braucht es die richtigen Partner. Enabler, die sowohl die Industrie als auch die digitale Welt kennen und diese beiden Disziplinen ideal miteinander verschmelzen können. Mit mehr als 25 Jahren Branchen­erfahrung am hochdynamischen MES-Markt (MES steht für Manufacturing Execution Systems und beschreibt fertigungsoptimierende Softwaresysteme), wissen wir, worauf es hier ankommt und begleiten unsere Kunden vom ersten Schritt bis hin zum laufenden Betrieb unserer Produkte.

Dabei müssen auch die bestehenden Prozesse auf den Prüfstand und gegebenenfalls vor den ersten Digitalisierungsmaßnahmen an die neuen Herausforderungen angepasst werden. Ist auch diese Hürde gemeistert, kann man sich an die eigentliche Umsetzungsarbeit machen.

Dass hier das Bewusstsein am Markt stärker wird, merken wir vor allem daran, dass Unternehmen immer öfter ganze Digitalisierungsteams und -abteilungen mit viel Kompetenz und Ressourcen ausstatten. Bereits in frühen Projektphasen setzen wir auf die enge Zusammenarbeit mit diesen Teams und statten sie mittels intensiver, tiefgehender Schulungen mit umfassendem Know-how, Eigenständigkeit und Flexibilität aus. Dieser Ansatz ist neben entsprechenden Schwerpunkten in der Produktentwicklung ein weiterer wichtiger Baustein in Richtung verkürzter „Time-to-Solution“.

Wenn Kunden dann nach längerer Nutzung unserer MES-Software auf uns zukommen und uns mitteilen, dass sie ihre Effizienz signifikant steigern konnten und nun Prozesse und Aufgaben bewältigen, die früher für undenkbar gehalten wurden, dann ist das unsere Definition von Erfolg.

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