DIGIMONDO GmbH

Mit der IoT-ERP-Bridge ist es möglich, über das Internet der Dinge fernausgelesene Sensordaten und Zählerstände beispielsweise für Wasser- und Fernwärmezähler, Lastgangimporte für Mieterstrom und vieles mehr an ein ERP-Systeme zu übertragen und dort weiterzuverwenden.

Bild: iStock, Andrey Suslov

Kombination von IoT und ERP Digimondo und Items verbinden IoT- und IT-Welten

02.05.2022

Mit dem Voranschreiten der Vernetzung energiewirtschaftlicher Prozesse wächst die Notwendigkeit, die Internet-of-Things (IoT)-Welt und Enterprise-Ressource-Planning-Systeme systemtechnisch zu verbinden, damit eine automatisierte Datenübertragung möglich wird. Digimondo, IoT-Software-Spezialist, und Items, Full-Service-Dienstleister für die Versorgungswirtschaft, haben deshalb eine „IoT-ERP-Bridge“ entwickelt.

Sponsored Content

Mit der Idee, eine IoT-ERP-Bridge zu entwickeln, hatte man sich bei Items schon länger beschäftigt. Die Chance, die Umsetzung stringent voranzutreiben, ergab sich in der ersten Welle der Corona-Pandemie 2020.

„Unser Ansatz war, dass wir eine schlanke Lösung entwickeln, die einfach zu handhaben ist, mit geringen Betriebskosten aufwarten kann und maximale Flexibilität bei der Anbindung von ERP-Systemen bietet“, erläutert Alexander Sommer, bei Items verantwortlich für den Themenbereich Innovation und Digitale Netze. „Deswegen haben wir uns für eine API entschieden, die von beliebigen Systemen angesprochen werden kann.“

Die bei Items entwickelte IoT-ERP-Bridge basiert auf Microsoft Azure und ist eine Cloud-Lösung.

Bei der Entwicklung und weiteren Ausgestaltung arbeiten Items und Digimondo eng zusammen und vermarkten das Produkt auch gemeinsam. Die Middleware soll perspektivisch fest in der IoT-Plattform Niota von Digimondo verankert werden und von dort aus direkt aktiviert werden können.

Erfolgreiches Pilotprojekt

Der Digimondo-Anteilseigner Enercity war gleich Anfang 2021 der erste Anwender, um ausgewählte Prozesse zu digitalisieren. Bei den Mieterstrom-Projekten des in Hannover beheimateten und bundesweit aktiven Energiedienstleisters gelang es auf Anhieb, den Messdatentransfer via IoT-ERP-Bridge entscheidend zu digitalisieren und zu automatisieren. In kurzer Zeit wurden so die Prozess- und Datenqualität verbessert und der Personalaufwand optimiert.

„Bei zwei anderen Versorgern führen wir das System aktuell ein“, berichtet Alexander Sommer. „Die Projekte werden in der Regel innerhalb von drei bis vier Wochen abgeschlossen. Weitere Stadtwerke und Energieversorger bekunden Interesse an der Lösung.“

Einfache Integration in die Abrechnung

„Die Fernauslesbarkeit von Zählern ist für einige Energieprodukte notwendige Vorbedingung und wird vom Gesetzgeber etwa im Messstellenbetriebsgesetz und in der Verordnung über die Verbrauchserfassung und Abrechnung bei der Versorgung mit Fernwärme oder Fernkälte zunehmend gefordert“, erläutert Marcel Linnemann, Product Owner Digitale Netze bei Items. „Die IoT-ERP-Bridge bietet die passende und einfach umgesetzte Komponente für die Integration in klassische Abrechnungsprozesse.“

Auch bei Digimondo sieht man großes Potenzial: „Medienbruchfreie und automatisierte Datenflüsse sind Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende“, sagt Geschäftsführer Christopher Rath. „Mit der IoT-ERP-Bridge stellen wir Versorgungsunternehmen ein Werkzeug zur Verfügung, das ihnen den Einstieg in neue, datenbasierte Geschäftsfelder erleichtert und die Prozesseffizienz voranbringt.“

Firmen zu diesem Artikel
Verwandte Artikel