Gemeinsam gegen Lieferkettenrisiken

Deutschland und Kanada stärken gemeinsam das Halbleiter-Ökosystem

Deutschland und Kanada bündeln ihre Kräfte im Halbleitersektor: Die unterzeichnete Absichtserklärung soll Lieferketten stärken, Forschungskooperationen vertiefen und die technologische Wettbewerbsfähigkeit beider Volkswirtschaften langfristig sichern.

Bild: publish-industry, Gemini
30.06.2026

In Montreal haben Deutschland und Kanada eine Absichtserklärung zur Halbleiter-Ökosystem-Partnerschaft unterzeichnet. Ziel der Kooperation ist es, die Lieferketten zu stabilisieren, die Forschungszusammenarbeit zu intensivieren und die technologische Wettbewerbsfähigkeit beider Länder zu steigern.

Der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Stefan Rouenhoff, hat in Montreal mit dem Parlamentarischen Staatssekretär des kanadischen Ministeriums für Industrie, Carlos Leitão, eine gemeinsame Absichtserklärung (Joint Declaration of Intent) über eine Halbleiter-Ökosystem-Partnerschaft unterzeichnet.

Mit der Erklärung bekräftigen Deutschland und Kanada ihren gemeinsamen Willen, die Zusammenarbeit für ein leistungs- und widerstandsfähigeres Halbleiterökosystem auszubauen und die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen zu intensivieren. Damit geht die Bundesregierung weitere Schritte zur Umsetzung der Mikroelektronikstrategie, die im Halbleiterbereich unter anderem eine Vertiefung der bilateralen Beziehungen mit verlässlichen Partnern vorsieht.

Halbleiter als Schlüssel zur Resilienz

Stefan Rouenhoff betont: „Heute ist ein guter Tag für Deutschland und Kanada. Denn wir haben soeben den Grundstein für eine engere Zusammenarbeit im Halbleiterbereich gelegt. Das ist wichtig, weil Halbleiter für Wirtschaft und Gesellschaft unverzichtbar geworden sind. Gleichzeitig zeigen Engpässe und Lieferkettenunterbrechungen, vor welchen Herausforderungen die Chipindustrie steht. Umso wichtiger ist es, dass Deutschland seine Zusammenarbeit mit dem langjährigen und vertrauenswürdigen Partner Kanada auch in diesem Wirtschaftsbereich intensiviert. Das erhöht die Resilienz unserer Wertschöpfungsketten.“

Carlos Leitão sagt dazu: „Kanada und Deutschland teilen sich das Engagement, ein starkes, innovatives und widerstandsfähiges Halbleiter-Ökosystem aufzubauen. Diese gemeinsame Absichtserklärung spiegelt die Bedeutung wider, mit vertrauenswürdigen Partnern zusammenzuarbeiten, um die Forschung voranzubringen, Lieferketten zu stärken und die Technologien zu unterstützen, die die Wirtschaft der Zukunft antreiben werden, einschließlich Künstlicher Intelligenz. Durch die Vertiefung der Zusammenarbeit in diesem strategischen Sektor schaffen wir neue Möglichkeiten für Unternehmen, Forscher und Arbeitnehmer in beiden Ländern.“

Im Rahmen der Partnerschaft sollen ein Dialog über wichtige Fragen der Mikroelektronik sowie ein Rahmen für Investitions-, Industrie-, technische und Forschungszusammenarbeit etabliert werden. Das deutsche und das kanadische Halbleiterökosystem haben das Potential, sich auf wertvolle Weise zu ergänzen. Ziel ist auch die stärkere Vernetzung zwischen deutschen und kanadischen Unternehmen sowie Forschungsakteuren. Erste Ansätze bestehen hier bereits, etwa mit Blick auf das Entwicklungs- und Innovationszentrum zur Galliumnitrid (GaN)-Technologie von Infineon in Ottawa. Die Partnerschaft liefert auch einen Beitrag zur Stärkung der Resilienz globaler Lieferketten, fördert Innovationen sowie die technologische Wettbewerbsfähigkeit beider Volkswirtschaften.

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