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Die Bühne des INDUSTRY.Forward Summit kurz vor Beginn der Veranstaltung.

Bild: publish-industry Verlag, Anna Gampenrieder
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Ein Blick in die Zukunft der Industrie Das waren die wichtigsten Statements und Themen des INDUSTRY.forward Summit 2018

07.06.2018

Der erste INDUSTRY.Forward Summit versammelte Vordenker der Industrie am 7. Juni in Berlin. Die Experten sprachen dort über die wichtigsten Themen von morgen und wie diesen zu begegnen ist. Wir haben für Sie die wichtigsten Aussagen des Tages zusammengefasst. #industryforward #digitalindustry #thinkingforward

Ziel des INDUSTRY.forward Summit ist es, die Vordenker der Digitalisierung der Industrie an einem Ort zu versammeln, damit diese sich vernetzen und voneinander lernen. Vernetzung, Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle verändern die Beziehung zum Kunden und fordern neue, agile Prozesse und Strukturen. Silos müssen aufgebrochen, neue Fähigkeiten entwickelt und Organisationen umgebaut werden. Wie begegnen Industrieunternehmen diesen Herausforderungen und wie gestalten sie die Geschäftsprozesse der Zukunft?

Eben diese Fragen beantwortete der erste INDUSTRY.forward Summit 2018. Experten aus verschiedenen Industrieunternehmen sprachen hier unter anderen über Themen wie Blockchain, Sales 4.0, Lead-Management in der Praxis und der Etablierung von Corporate Innovation.

Themen und Statements der Speaker

Der Vattenfall-Stratege David Barret sprach über Customer Centricity und erklärte, in welchem Verhältnis manuelle mit KI-basierter Business Intelligence stehen sollte, denn: „Um als Unternehmen langfristig Erfolg zu haben müssen Kundenbedürfnisse sofort erkannt und darauf reagiert werden.“

Osram-Unternehmensstratege Hubertus Breier zeigte in einem Vortrag mit Manfred Tropper von Mantro, wie eine gemeinsame Vision Unternehmensgrenzen überwinden kann. Laut Hubertus Breier ist „der Vorteil von LeanStartup, dass ein Unternehmen nach jedem Schritt entscheiden kann, ob es weiter geht.“ Tropper stellte zudem zu einem späteren Zeitpunkt fest: „Irgendwann erreichen Geschäftsmodelle eine Reife, bei der man wieder zu traditionellen Wegen zurückkehrt.“

Der Senior Vice President von TE Connectivity, Lars Brickenkamp, warnte: „Um als Unternehmen ein kompetenter Ansprechpartner zu bleiben, muss man mehr bieten als nur die technische Beratung. Diese weiterführenden Kenntnisse muss der `Vertriebsmensch´haben.“

Dieter Conzelmann von Bizerba Busch erklärte, wie Unternehmen schon jetzt neue Geschäftsmodelle erschließen oder bestehende zukunftsgerichtet anpassen können.

In der rund 90-jährigen Geschichte von Trumpf ist Axoom das erste Unternehmen, das ausgegründet wurde. Axoom-Geschäftsführer Bastian Deck beschrieb diesen Weg vom Maschinenbauer zum Plattform-Anbieter mit Abstand zur Muttergesellschaft.

Ein Unternehmen extra für ein neues Geschäftsmodell gründen? Dr. Phillip Dehn führte aus, warum dieser Weg für das Unternehmen Dehn + Söhne der richtige Weg war.

Die EU-DSGVO verunsicherte und verunsichert immer noch viele Unternehmen. Der Rechtsanwalt und Kanzleiinhaber Prof. Dr. Wolfgang Hackenberg erklärte, welchen Einfluss die Verordnung auf die digitale Marktbearbeitung hat.

Andrea Hammermann ist Economist am Institut der deutschen Wirtschaft. Sie betonte: „Agilität und Flexibiliät ist nicht dasselbe.“ Weitere wichtige Erkenntnisse ihrer Closing Keynote war der Hinweis, dass „auch Digital Natives im digitalen Kontext geschult werden müssen“ sowie die Feststellung, dass Büros in Zukunft anders aussehen werden: „Sie sollten so gestaltet sein, dass Kollegen, die zusammen arbeiten, auch zusammen sitzen. Das benötigt Verhaltensänderungen.“

„Ist die Einführung eines globalen Performance-Management-Systems sinnvoll? Dieser Frage ging Dominik Heigemeir von Festo nach, in dem er veranschaulichte, welche Kennzahlensysteme Marketingkampagnen am kosteneffizientesten und effektivsten aussteuern.

Der Versandhändler Otto besteht nach wie vor als starke Marke neben Amazon. Wie die Hamburger das geschafft haben, verriet deren Head of Innovation Florian Hermsdorf. Dazu stellte er dem Publikum folgende Frage: „Sind Maschinen die besseren Marketing- und Sales-Manager?“

Der CEO der KHD Group, Werner Katzengruber, erklärte was über Erfolg und Misserfolg einer Sales-Strategie entscheide. Wichtig für die Zukunft sei dabei in seinen Augen „Probleme und die Auswirkung auf den Kunden schon jetzt zu erkennen.“

Dr. Gunther Kegel, CEO von Pepperl und Fuchs sowie VDE-Präsident forderte mehr Mut zum Technologiesprung. Er findet: „Deutschland 4.0 muss sich bei der schnellen Digitalisierung beweisen.“ Er berichtete außerdem über die Zusammenarbeit von Pepperl und Fuchs mit Siemens, ABB und weiteren Unternehmen bei der Umsetzung einer neuen 2-Draht-Technologie.

Die Gründerin von Resolto Informatik Tanja Krüger kommentierte den Zusammenschluss ihrer Firma mit Festo mit den Worten: „Es geht nicht darum einander zu integrieren, wir versuchen uns menschlich und inhaltlich zu begegnen.“

Berry Medendorp, Director Marketing bei Belden gewährte einen Einblick in die entscheidenden Unterschiede zwischen europäischen und amerikanischen Marketing und Sales.

Über die Blockchain wird aktuell viel und kontrovers diskutiert. Michael Reuter von Datarella gab eine Antwort auf die Frage, ob die Blockchain nun einen konkreten Nutzen für die Industrie bringt oder ob das ganze einfach nur ein großer Hype sei. Dabei stand für ihn fest: „Die Blockchain wird schon bald viele bestehende Geschäftsprozesse ersetzen“ und „Es ist ein Muss, sich mit Blockchain auseinander zu setzen!“

Der Marketing-Experte Thorsten Rösner von Turck gab einen Überblick darüber, wie Voraussetzungen für die Akzeptanz neuer Prozesse und Werkzeuge in Marketing und Sales geschaffen werden. Seine Erfahrung zeigte ihm: „Change Management ist die größte Aufgabe der Digitalisierung.“

Einen spannenden Querblick lieferte Prof. Günther Schuh, der mit der Erfindung des E-Transporters für die Deutsche Post berühmt wurde und es auf diese Weise schaffte, mit seiner Firma e.GO mobile, den klassischen Automobilherstellern Konkurrenz zu machen. Wichtigste Erkenntnis seines unterhaltsamen Vortrags: „Beim Autokauf ist der Faktor haben wollen das wichtigste Argument“, denn “So fängt die User Story an!“

Hans Sondermann ist Geschäftsführer von Rittal. In seinem Vortrag „So wird ein Schaltschrankbauer digital“ sagte er: „Eine Kundenansprache sollte nur zielgerichtet erfolgen.“ Co-Referent Maximilian Brandl, Vorsitzender der Geschäftsführung von Eplan und Cideon, betonte einen anderen Aspekt und ergänzte: „Die enge Zusammenarbeit von Ingenieuren in agilen Teams wird immer wichtiger.“

Holger Stelz von CDH-Solutions und Strike 2-Geschäftsführer Norbert Schuster widmeten sich der praktischen Umsetzung von Lead-Management. Beide vertreten die Meinung, dass „auch die bestehende Kundenbasis durch die neu konstruierten Abläufe zu einem exponentiellen Wachstum von Sales Accepted Leads maßgeblich beitragen.“

Frank Stührenberg, CEO von Phoenix Contact, erklärte in seiner Keynote, welche Maßnahmen Unternehmen treffen können, damit ihre Geschäftsmodelle nicht von Neuen verdrängt werden. Als ein Beispiel führte er den Geschäftsbereich E-Mobility von Phoenix Contact an, den er wie folgt kommentierte: „Wir wollen nicht nur der sein, der einen Stecker liefert.“

SAVE THE DATE

Der nächste INDUSTRY.forward Summit findet am 16. Mai 2019 in Berlin statt. Sichern Sie jetzt schon das Early-Bird-Ticket zum Sonderpreis.

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