Bei der Herstellung von Wattestäbchen droht aufgrund der fein verarbeiteten Fasern ein hohes Brandrisiko.

Bild: Pixabay, AliceKeyStudio

Funkenlöschanlagen Damit bei Hygieneprodukten nichts anbrennt

08.10.2019

Die Produktion von Hygieneprodukten birgt zahlreiche Herausforderungen und Brandrisiken. Um Brände vorbeugend zu verhindern, werden gefährdete Bereiche mit Funkenlöschanlagen überwacht.

Im holsteinischen Wahlstedt werden Hygieneprodukte für den täglichen Bedarf hergestellt. In den 1970er Jahren gegründet sind mittlerweile mehr als 700 Mitarbeiter beim Familienunternehmen Pelz beschäftigt. Damit ist die Firma der größte Arbeitgeber in der Region. Unter dem Leitspruch „Produkte für ein schöneres Leben“ werden bekannte Markenartikel wie Wattestäbchen oder Kosmetikpads hergestellt. Abnehmer der Produkte ist der Einzelhandel.

Der Vertrieb von Produkten zu den großen Handelsketten ist von strikten Lieferverträgen gekennzeichnet. „Einen Produktionsausfall können wir uns zu keiner Zeit erlauben“, beschreibt Matthias Kelch, Leiter Facility Management bei Pelz, die Situation.

Um eine größtmögliche Verfügbarkeit zu gewährleisten, hat das Unternehmen mehrere Vorkehrungen ergriffen. Dazu gehören zeitlich klar terminierte Reinigungsintervalle und regelmäßige Wartungen der Produktionsanlagen. Weiterhin werden alle durch Brände gefährdeten Bereiche des Produktionsbetriebs mit Funkenlöschanlagen überwacht. Der Hersteller von Hygieneprodukten setzt dabei auf Produkte der Firma Fagus-GreCon.

Beim ersten Funken löschen

Die Gefahr der komplexen Herstellung von Hygieneprodukten liegt in der Verarbeitung der fein verarbeiteten Fasern, die schnell brennbar sind. Befinden sich im Material Fremdkörper, besteht durch Reibung an zahlreichen Stellen die Gefahr der Funkenentstehung.

Neben Fremdkörpern geht eine weitere Brandgefahr von beweglichen Anlagenteilen aus. Besonders die Ventilatoren der Absauganlagen können durch Abnutzung und Reibung Ursprung von Funken- und Glimmnestern sein.

„Es kommt regelmäßig zu Vorkommnissen, welche durch die Funkenlöschanlagen schnell unschädlich gemacht werden können“, beschreibt Mathias Kelch das Risiko. Die GreCon-Funkenlöschanlage erkennt potenzielle Gefahren blitzschnell und steuert innerhalb von nur 300 ms die Löschautomatik an. Zündquellen werden so ablöscht, bevor es überhaupt erst zu einem Brand kommt.

„Wir löschen beim ersten Funken – in Sachen Sicherheit gibt es keine Kompromisse“, fasst Matthias Kelch die Aufgabe der Funkenlöschanlage zusammen. Die Alarme der GreCon-Funkenlöschanlage laufen auf der Brandmeldezentrale auf. Diese befindet sich im ständig besetzten Leitstand. Mittlerweile sind am Standort in Wahlstedt 60 Funkenmelder installiert, die alle gefährdeten Bereiche der Produktion überwachen.

Schlüsselfertige Brandschutzlösung

Die Montage und die Installation der Funkenlöschanlage wurden zentral von Fagus-GreCon übernommen. Neben der Installation der Funkenlöschanlage beinhaltet die Komplettmontage auch alle begleitenden Arbeiten der Baustelle, wie Elektroverkabelung oder Wasserinstallation.

„Die eigenständige und lösungsorientierte Herangehensweise kam uns bei der Inbetriebnahme sehr entgegen“, erinnert sich Kelch. Um die ständige Verfügbarkeit der Funkenlöschanlage sicherzustellen, wird die Anlage halbjährlich gewartet. Im Rahmen der Wartung werden sämtliche sicherheitsrelevanten Anlagenteile überprüft, gereinigt und gegebenenfalls ausgetauscht.

Bildergalerie

  • Alle gefährdeten Bereiche werden mit Funkenlöschanlagen auf Zündquellen überwacht.

    Bild: Fagus-GreCon

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