Bruno Schnekenburger ist seit 1. März 2019 CEO & President der Yaskawa Europe GmbH am europäischen Hauptsitz in Eschborn. Zuvor war er über vier Jahre verantwortlich für die Robotersparte von Yaskawa Europe und dann COO des Unternehmens. In dieser Zeit trieb er u. a. die Fertigstellung und Inbetriebnahme des neuen Roboterwerks in Slowenien voran.

Bild: Yaskawa

Kommentar Aus dem großen Blickwinkel

19.11.2019

Wenn wir das Thema „Zukunft“ einmal aus dem ganz großen Blickwinkel sehen, werden wir schnell feststellen: Ohne Erde, ohne funktionierende Lebensgrundlagen wird es für uns irgendwann einmal keine Zukunft mehr geben. Es war deshalb schon immer die Vision von Yaskawa, mit Hilfe von Technologie für eine nachhaltigere Welt zu arbeiten.

Bruno Schnekenburger war mit diesem Beitrag im A&D-Kompendium 2019/2020 als einer von 100 Machern der Automation vertreten.

Bei der Erhaltung unserer Lebensgrundlagen spielt die Einsparung von Energie weiterhin eine zentrale Rolle. Und zwar im Großen – wie im Kleinen, im alltäglichen Maßstab von Industrieanlagen und Infrastrukturen. So zeigt die aktuelle VDE-Studie „Effizienz- und Einsparpotentiale elektrischer Energie in Deutschland“, dass sich der Stromverbrauch bei Nutzung aller Einsparpotentiale (und unter der Annahme, dass bis dahin keine weiteren Elektrogeräte hinzukommen) bis 2025 um etwa 40 Prozent senken ließe.

Frequenzumrichter ausschöpfen

Ein Beispiel für bisher noch nicht voll ausgeschöpfte Potenziale in unserer Industriebranche sind Frequenzumrichter: Der Einsatz von umrichtergesteuerten Motoren hat sich immer noch nicht überall durchgesetzt, obwohl diese selbst bei konservativer Schätzung zwischen 15 und 30 Prozent weniger Energie verbrauchen als nicht frequenzgeregelte Antriebe.

Und mit einem direkt rückspeisefähigen Matrix-Konverter wie dem U1000 von Yaskawa lässt sich generatorische Energie schon heute ins Stromnetz rückspeisen, wo sie dann für andere Verbraucher wieder zur Verfügung steht.

Als weiteres zentrales Element für die Zukunft der Automatisierung sehen wir eine konsequente Einfachheit bei Bedienung, Inbetriebnahme und Programmierung. So bietet zum Beispiel der neue Kompakt-Frequenzumrichter GA500 ein sehr intuitiv programmierbares Portfolio an Funktionen für die optimale Lösung nahezu jeder Antriebsaufgabe.

Trotz dieser Vielfalt lässt er sich kinderleicht durch das Beantworten einfacher Fragen in wenigen Minuten parametrieren. In der industriellen Produktion wird durch die leichte Handhabung der Inbetriebnahmeprozess nicht nur stark vereinfacht, sondern auch wesentlich verkürzt.

Konnektivität auch für Roboter

Und was leichte Programmierbarkeit, schnelle Inbetriebnahme und optimale Bedienbarkeit in Bezug auf Industrieroboter bedeuten, zeigt auch eine Weiterentwicklung unseres kollaborativen Roboters Motoman HC10: Bei der Modellvariante HC10DT (DT steht für „Direct Teach“) kann die Programmierung optional direkt über den Roboterarm erfolgen.

Möglich macht dieses „Easy Teaching“ ein spezielles in die Roboterhand integriertes Modul mit Funktionstasten. Wenn sich Automatisierungslösungen so einfach implementieren lassen, eröffnen sich damit auch neue Möglichkeiten der Anwendung, gerade auch für kleine Unternehmen wie etwa Handwerksbetriebe, von denen einige bisher noch zu wenig auf Automatisierung setzen.

Nicht zuletzt entscheidet eine funktionierende Konnektivität über die Zukunft der Automatisierung. Denn ein zentrales Element in der Smart Factory besteht eben darin, die Information aller Elemente, die an der Produktion beteiligt sind, verfügbar und transparent zu machen. Unsere Roboter, Inverter und Servomotoren liefern heute schon Daten, die für Industrie-4.0-Produktionen relevant sind.

Mit unserer neuen Software-Plattform Yaskawa Cockpit, die die Basis unserer i3-Mechatronics-Initiative bildet, lassen sie sich eine große Anzahl an produktionsrelevanten Daten erfassen und im Anschluss zur weiteren Informationsverarbeitung und -darstellung nutzen – mit ganz konkretem Nutzen für die Anwender unserer Komponenten und Systeme.

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