Thüga SmartService hat durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die Zertifizierung für die Dienstleistung der Smart-Meter-Gateway-Administration (SMGWA) erhalten.

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Zertifizierung erhalten Brief und Siegel für mehr Sicherheit

03.04.2017

Als erster Dienstleister ist Thüga SmartService für die Smart-Meter-Gateway-Administration nach ISO 27001 auf Basis von IT-Grundgschutz zertifiziert worden – und positioniert sich so als smarter Partner für Gateway-Administratoren.

Thüga SmartService hat durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die Zertifizierung für die Dienstleistung der Smart-Meter-Gateway-Administration (SMGWA) erhalten. Ein SMGWA konfiguriert und betreibt das Gateway, die Kommunikationsvorrichtung des intelligenten Messsystems. In dieser wird definiert, wem das Gateway die Daten zur Verfügung stellt. Andreas Gluth, Abteilungsleiter Forschung und Entwicklung, sagt: „Unser Zertifizierungsmodell hat das derzeitige Alleinstellungsmerkmal, dass die Energieversorger und Stadtwerke bei Nutzung unseres Software-as-a-Service-Modells selbst keine Zertifizierung benötigen. Also können sie die Rolle des Messstellenbetreibers (MSB) mit der Aufgabe der Gateway-Administration selbst ausfüllen ohne sich zertifizieren zu müssen.“

Möglich macht dies ein abgestimmtes Produkt. Da die Thüga-Tochter keinerlei Zweifel aufkommen lassen wollte, hat sich der Dienstleister dazu entschlossen, die Zertifizierung
direkt beim BSI durchführen zu lassen und ist nicht den Weg über die ISO 27001 gegangen. „Wir sind die ersten im Energie­bereich, die dies mit der Gateway-Administration gemacht haben. Der Fokus sollte aber nicht darauf liegen, dass wir die ersten sind, sondern eher in der Einzigartigkeit, dass sich unsere Kunden Zeit und Kosten für eine eigene Zertifizierung sparen“, beschreibt Gluth die Vorteile.

Das angebotene Dienstleistungsmodell hängt von der Zertifizierung ab. Thüga SmartService bietet Dienstleistung in Form von Software as a Service für die Gateway-Administration, aber auch weitere Produkte wie Energiedatenmanagement und Marktkommunikation an. Außerdem beinhaltet das Dienstleistungsangebot neben der Software-Entwicklung auch den Betrieb in eigenen privaten Rechenzentren für alle Thüga-Produkte. Zu den neuen Diensten gehören auch das Angebot einer eigenen SubCA, die die Zertifikate für die Smart-Meter-Gateways zur Verfügung stellt, sowie entsprechende Hilfprodukte wie einen Mobile Client für den Rollout und Lösungen im Bereich Webportale. „Unser Fokus liegt demnach nicht nur auf dem GWA, sondern auch den restlichen IT-Systemen, die ein MSB nach dem Gesetz zur Digitalisierung der Energie­wende noch braucht. Alles wie erwähnt als Software as a Service, das heißt der Kunde bedient die Systeme. Operative Dienstleistungen, bei denen uns der Kunde beauftragt, sind ebenfalls im Angebot – hier möchten wir aber, dass die Kunden uns direkt ansprechen“, beendet Gluth seine Ausführungen.

Grundsätzlich sind MSB, die die Aufgabe der SMGWA übernehmen wollen, in der Pflicht, ein eigenes Informations­sicherheitsmanagementsystem (ISMS) zu etablieren und zertifizieren zu lassen. Diese Pflicht kann entfallen, wenn der MSB die SmartService beauftragt und diese den Betrieb des ISMS übernimmt. Über vertragliche Regelungen wird die Einhaltung von Sicherheitsmaßnahmen gewährleistet, die die SmartService für den jeweiligen Messstellenbetreiber individuell konzipiert und deren Umsetzung stichprobenartig prüft.

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