Der Lehrstuhl „Production Engineering of E-Mobility Components“ (PEM) der RWTH Aachen ist mit Partnern aus Forschung und Industrie in das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Projekt „GenTwoPro“ gestartet. In dem auf drei Jahre anberaumten Vorhaben geht es um die Entwicklung eines skalierbaren Brennstoffzellensystems für den Einsatz in Kurzstrecken-Passagierflugzeugen mit einem Fassungsvermögen von rund 100 Sitzplätzen. Dabei soll ein hochgradig effizientes, leichtes und zertifizierbares LT-PEM-Brennstoffzellensystem entstehen, das den speziellen Anforderungen der zivilen Luftfahrt gerecht wird.
Brennstoffzellensysteme sollen großes Potenzial bieten, sind jedoch bislang nur eingeschränkt für den dynamischen und sicherheitskritischen Betrieb in Flugzeugen ausgelegt. „Um Wasserstoff als Energieträger in der Luftfahrt nutzbar zu machen, müssen Brennstoffzellensysteme nicht nur leistungsfähig, sondern auch langlebig, skalierbar und qualifiziert sein“, sagt PEM-Leiter Professor Achim Kampker. Erst vor kurzem war das PEM-Team im Zuge von „LIME“ in ein Forschungsprojekt gestartet, das sich mit einer hybrid-elektrischen Lösung für Regionalflugzeuge befasst.
Konzepte für klimafreundliche Luftfahrt
Beide Vorhaben stehen exemplarisch für den ganzheitlichen Ansatz, unterschiedliche elektrische Energiewandler und Speicher im Kontext luftfahrtspezifischer Anforderungen zu erforschen. Das Ziel sei es, durch systemorientierte Forschung entlang des Antriebsstrangs – von der Energiequelle über die Leistungselektronik und Regelung bis hin zur Integration ins Flugzeug – technologische Grundlagen für eine langfristig klimaneutrale Luftfahrt zu schaffen und die industrielle Umsetzung nachhaltiger Flugzeugkonzepte zu unterstützen.
Sechs Projektpartner kollaborieren
An dem im Rahmen des Luftfahrtforschungsprogramms „LuFo VII-1“ durch den Klima- und Transformationsfonds (KTF) der Bundesregierung geförderten Projekt sind die Unternehmen „Airbus Operations“, „Aerostack“ und „TLK-Thermo“ sowie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die Technische Universität Braunschweig und der RWTH-Lehrstuhl PEM beteiligt.