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Nachgefragt: Wie finden und binden Sie Fachkräfte? So findet die Elektronikbranche Fachkräfte

11.04.2018

Die digitale Transformation bringt nicht nur in technischer Hinsicht viele Herausforderungen mit sich, sondern verändert auch die Arbeitswelt in erheblichem Maße. Angestellte müssen neue Fähigkeiten erlernen, bisherige Berufsbilder wandeln sich und neues Fachwissen ist nötig. Angesichts dieser Herausforderungen haben wir einigen Unternehmen folgende Fragen gestellt: Wie schaffen Sie es, sich die Dienste von talentierten und gut ausgebildeten Berufseinsteigern und Fachkräften zu sichern? Und wie gelingt es Ihnen, die besten davon langfristig zu binden?

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  • „Mit der Digitalisierung befasst Pilz sich schon lange: Unsere Mitarbeiter bilden wir gezielt mit Schulungen weiter, um sie auf die Herausforderungen des Wandels gut vorzubereiten. Die Veränderungen in der Arbeitswelt 4.0 ziehen sich durch das ganze Unternehmen. Hier haben wir unsere Führungsrichtlinien erweitert und mit Blick auf die Anforderungen der heutigen Arbeitswelt angepasst. Wichtig ist die Transparenz der Schritte eines Unternehmens; auch setzen wir einfach schon so früh wie möglich an und geben Einblicke in die „moderne“ Arbeitswelt. Unseren Bedarf an qualifizierten Fachkräften decken wir zum wesentlichen Teil über die Ausbildung im eigenen Haus ab. Unsere Auszubildenden werden nach Abschluss grundsätzlich übernommen, Perspektiven und Aufstiegschancen sind jederzeit gegeben.“

    Susanne Kunschert, Managing Partner BD Commercial, Pilz

    Bild: Pilz

  • „Wir arbeiten eng mit Bildungseinrichtungen zusammen, um begabte junge Menschen über Projektarbeiten für uns zu gewinnen. Durch die Entwicklungsbandbreite von Sigmatek ist für Berufseinsteiger wie für Experten das passende Aufgabengebiet dabei. Das ist uns auch sehr wichtig. Wir gehen weg vom „one-size-fits-all“-Prinzip. Die fortschreitende Digitalisierung sehen wir eng verknüpft mit Spezialisierung und Zusammenarbeit in agilen Teams. Unsere Mitarbeiter sollen die Möglichkeit haben, ihre Stärken und Ideen in verschiedene Projekte einzubringen. Durch permanente Weiterbildung, flache Hierarchien und eine offene Firmenkultur können unsere Teammitglieder neue Grenzen ausloten und freier denken. Nur so ist wirkliche Innovation möglich.“

    Marianne Kusejko, Geschäftsführung Finanzen & Personal, Sigmatek

    Bild: Sigmatek

  • „Wago bietet talentierten Berufseinsteigern spannende Positionen mit Entwicklungsperspektiven in den unterschiedlichsten Bereichen. Wichtig sind zum einen die sehr interessanten Aufgaben mit viel Freiraum als auch die kurzen Entscheidungswege, die ein Familienunternehmen ausmachen, sowie Professionalität und ein starkes Wachstum. Um unsere neue Mitarbeiter langfristig an Wago zu binden, bieten wir unterschiedliche Maßnahmen an. Diese beinhalten verschiedene Entwicklungs- sowie individuell abgestimmte Weiterbildungs- und Schulungsprogramme. Außerdem unterstützen wir unsere Mitarbeiter aktiv im Bereich Work-Life-Balance. Mit Angeboten von der Kinderbetreuung bis hin zum Lebenslagen-Coaching übernehmen wir Verantwortung für unsere Mitarbeiter.“

    Philipp Wolter, Recruiting und Personalmarketing, Wago

    Bild: Christian Schwier / Wago

  • „Wir gewinnen junge, talentierte Fachkräfte unter anderem, indem wir ihnen die Möglichkeit bieten, in spannenden, zukunftsweisenden Digitalisierungsprojekten zu arbeiten. Sie können bereichsübergreifend an verschiedenen Harting-Standorten tätig sein, auch im Ausland. Darüber hinaus profitieren unsere Nachwuchskräfte von einem breiten Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel als E-Learning, über Präsenzveranstaltungen oder auch durch die Förderung von berufsbegleitenden Studiengängen. Die Seminare reichen von Soft Skills bis hin zur Digitalen Transformation. Unser betriebliches Gesundheitsmanagement Fit@Harting wird von den Mitarbeitenden ebenfalls sehr gut genutzt. Zudem bietet Harting über 50 verschiedene Gleitzeit- und über 100 Teilzeitmodelle sowie Home-Office an.“

    Sonja Roth, Zentralbereichsleiterin Personal, Harting

    Bild: Harting

  • „Die Herausforderungen der digitalen Transformation wurden von uns schon früh als Chance wahrgenommen: Mit dem Gang in die Cloud haben wir bereits vor einigen Jahren die Weichen für modernste Kommunikation gestellt und reagieren auf den Fachkräftemangel mit attraktiven Zusatzangeboten, wie Home-Office, Kostenübernahme für den ÖPNV, betriebliche Altersvorsorge, Gesundheitsmaßnahmen, Betriebssport, Events. Auf der anderen Seite mischen wir mit unserem Portfolio selbst kräftig im Bereich Industrie 4.0 mit. Als familiengeführtes Unternehmen verfügen wir über sehr kurze Entscheidungswege, eine flache Hierarchie und ein schnelles Reaktionsvermögen. Dazu gehört die Stärkung unserer Belegschaft und unserer Führungskräfte, indem wir laufend in ihre Fähigkeiten investieren.“

    Martin Teufel, CEO, Lütze

    Bild: Lütze

  • „Klassische hierarchische Modelle in einer Unternehmensstruktur gehören mehr und mehr der Vergangenheit an. Flache Organisationen sind viel besser dazu geeignet, ein Unternehmen und damit seine Mitarbeiter auf sich schnell ändernde Bedingungen einzustellen. Es gilt nun, die Weiterentwicklung von Mitarbeitern auf neuen Ebenen zu denken, die sich in verschiedene Richtungen bewegt statt nur rein vertikal. Unternehmen, die diese neuen Ansätze verstehen und umsetzen können, sind in der Lage, den „Mitarbeiter der Zukunft“ erfolgreich anzusprechen und länger zu halten. Und das auf Basis von interessanten und abwechslungsreichen Aufgaben und Projekten. Durch Work Life Integration können sich zudem das berufliche und private Leben gegenseitig befruchten, beispielsweise durch großartige menschliche Erfahrungen im Rahmen von Corporate Social Responsibility-Projekten.“

    Ruth Beck, VP Human Resources EMEA, Arrow Electronics

    Bild: Arrow

  • „Infineon ist weltweit aktiv, um geeignete Kandidaten über verschiedene Kanäle zu finden. Dazu gehen wir zum Beispiel Kooperationen mit Universitäten ein, arbeiten mit Schulen, besuchen Messen oder veranstalten spezielle Events. Auch arbeiten wir kontinuierlich an unserem Bekanntheitsgrad und am Employer Branding. Bereits Schüler können Infineon in Praktika oder über ein Projektseminar kennenlernen. Infineon bildet bedarfsgerecht aus und bietet sowohl klassische Ausbildungsberufe als auch eine Vielzahl dualer Studiengänge an in Bereichen, die für unseren Unternehmenserfolg kritisch sind. Der Vorteil ist, die Studierenden wissen, in welchem Bereich sie später arbeiten werden. Wir haben viele Werkstudenten, bieten globale Trainee-Programme an oder unterstützen Promotionen.“

    Ralf Memmel, VP HR Global Head of Talent Marketing, Diversity Management & Health, Infineon

    Bild: Infineon

  • „Bewerber können sich heute aufgrund der Digitalisierung sehr gut informieren. Die Unternehmen sind transparenter als früher. Zugleich sinkt allgemein die Loyalität gegenüber einer Firma. Wir tun viel für familienfreundliche Strukturen mit flexiblen Arbeitszeiten, Elternzeit und individuellen Regelungen soweit es wirtschaftlich vertretbar ist. Dazu fördern wir aktiv die Weiterbildung unserer Mitarbeiter und bieten attraktive Sozialleistungen. Unser Recruiting-Team beschäftigt sich außerdem sehr intensiv mit Methodik und dem Handling der Mitarbeiterfindung. Gerade bei Online-Bewerbungen erwarten Bewerber eine schnelle Rückmeldung. Sie wollen sich schnell, unkompliziert und umfassend bei Bewertungsportalen über neue Arbeitgeber informieren. Umgekehrt wollen sie auch gerne gefunden werden. Deshalb sind wir auf diesen Plattformen aktiv.“

    Gerlinde Dilg, Head of Human Resources, ODU

    Bild: ODU

  • Als Familienunternehmen setzen wir auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Mitarbeitern, eine freundliche Arbeitsatmosphäre und kurze Entscheidungswege. Fachkräfte übernehmen bei uns stetig mehr Verantwortung und entwickeln sich weiter. Sie erhalten die Sicherheit, langfristig und selbstständig an Projekten und Strategien arbeiten zu können sowie Kunden- und Herstellerbeziehungen zu pflegen. Besonderen Wert legen wir auf die Förderung junger Talente, die wir gewissenhaft auswählen: Unsere kaufmännischen und IT-Auszubildenden bekommen bei uns die Möglichkeit, ausbildungs- oder berufsbegleitend zu studieren, und nutzen das sehr häufig. Ihnen vertrauen wir später gerne verantwortungsvolle Positionen an, zum Beispiel im Line- und Produktmanagement.

    Edith Schukat, Prokuristin, Schukat Electronic

    Bild: Schukat

  • Stäubli wächst stetig und vergrößert an mehreren Standorten sein Team. Daher sind wir immer auf der Suche nach interessierten Mitarbeitern. Zur Rekrutierung greifen wir auf Kanäle wie Online-Job-Portale, Tageszeitungen und Anzeigen auf unserer Website zurück. Nutzen aber auch Kontakte zu Bildungseinrichtungen, Messen und Mitarbeiterempfehlungen. Wir sind international aufgestellt und in vielen Bereichen aktiv. Durch unser breites Anwendungsspektrum in der Industrie sind die Aufgabengebiete sehr vielseitig. Dadurch können wir spannende und abwechslungsreiche Betätigungsfelder bieten. Gleichzeitig fördern wir Talente und unterstützen unsere Arbeitnehmer gezielt bei der Weiterbildung. Einen Großteil unserer Führungskräfte rekrutieren wir aus den eigenen Reihen.

    Thomas Spindler, Head of Sales & Marketing, Stäubli Electrical Connectors

    Bild: Stäubli

  • Bei der Nachwuchssicherung setzen wir auf eine fundierte kaufmännische und technische Berufsausbildung und eine enge Zusammenarbeit mit Hochschulen. Wir unterstützen etwa die Studentengruppe TUfast Eco Team, die unseren Elektro-Antrieb in ihrem Rennwagen verwendet und damit erfolgreich an Wettbewerben teilnimmt. Zudem sind wir Praxispartner bei „Hochschule Dual“ und bieten Studierenden die Möglichkeit, ihre Abschlussarbeit bei TQ zu verfassen. Hinzu kommt, dass unsere Aufgabengebiete sehr abwechslungsreich sind. Mitarbeitern können bei Leuchtturmprojekten mitwirken, etwa bei der Produktion von Robotern oder der Markteinführung des selbst entwickelten Hochleistungsantriebs für E-Bikes.

    Rainer Gerstner, Chief Marketing Officer, TQ-Group

    Bild: Maximilian Mutzhas

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