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Statt in den Müll zu wandern soll der Kunststoff von Energie- und Schleppketten recycelt, wiederverwendet und somit einem Wertstoff-Kreislauf zugeführt werden.

Bild: Igus

Recycling-Programm für Kunststoff-Ketten Zweites Leben für Plastikketten

07.11.2019

Was passiert, wenn die maximale Lebensdauer einer Kunststoff-Energie- oder Schleppkette erreicht wird? Zumeist wird sie mit anderen Kunststoffabfällen entsorgt und verbrannt. Igus geht einen neuen Weg: Anwender können ihre Kunststoff-Ketten, völlig unabhängig vom Hersteller, zum Recycling an Igus schicken.

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Lediglich rund 16 Prozent des in Deutschland anfallenden Plastikmülls werden laut des Plastikatlas 2019 für neue Produkte wiederverwendet. Auch wenn eine langlebige Kunststoff-Energiekette nicht vergleichbar mit täglichen Wegwerf-Produkten wie Plastikverpackungen ist, stellt sich zum Lebensdauerende auch hier die Frage nach der Entsorgung.

Im Normalfall wird die Kette zusammen mit anderen Kunststoffabfällen beseitigt. Recycling findet selten statt, da der Aufwand der sortenreinen Trennung und des Verarbeitens zu wieder nutzbarem Granulat einen zu hohen Aufwand bedeutet. In den meisten Fabriken ist es daher üblich, alte Energie- und Schleppketten von ihren Maschinen abzubauen und in Industriemüllcontainer zu werfen. Die Kunststoffe werden in den meisten Fällen anschließend verbrannt.

Eine umweltfreundlichere Alternative bietet Igus jetzt mit dem ersten Recycling-Programm für Energie- und Schleppketten Igus green chainge recycling program.

Wertstoff-Kreislauf schaffen

Das Ziel des Programms ist es, den Kunststoff der Energie- und Schleppketten zu recyceln, wieder zu verwenden und somit einem Wertstoff-Kreislauf zuzuführen. Dazu können Anwender ihre ausrangierten, gereinigten Kunststoffketten an Igus schicken und das völlig unabhängig vom Hersteller der Kette.

Anschließend werden die Kunststoffe nach Materialtypen sortiert, gereinigt, geschreddert und verpackt. Danach können sie von Igus oder anderen Unternehmen für die Produktion technischer Produkte wiederverwendet werden. Der Kunde erhält im Gegenzug einen Igus-Gutschein in Höhe von 0,78 Euro pro Kilogramm.

„Igus nimmt sich der Verantwortung an und leistet mit dem Igus chainge recycling program einen Beitrag zur Reduzierung von Kunststoff-Müll und der Verbesserung des Recylings“, stellt Frank Blase, Geschäftsführer bei Igus, heraus und ergänzt: „Das Thema ist nicht neu für uns. Als weltweit größter Hersteller von Kunststoff-Energieketten werden bereits heute 99 Prozent des in der Produktion anfallenden Kunststoffabfalls als Re-Granulat wiederverwertet. Das chainge-Programm ist jetzt der nächste wichtige Schritt Richtung nachhaltigen Wirtschaftens.“

Das Igus green chainge recycling program wird in den kommenden Wochen weltweit ausgerollt. Derzeit startet Igus das Programm in Deutschland und wird in vielen weiteren Märkten wie China, USA, Japan, Taiwan oder Korea lokalisiert.

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