Monica Gimre hat ihre berufliche Karriere der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie gewidmet und ist seit 30 Jahren für verschiedene Unternehmen der Tetra Laval Group tätig. So übernahm sie 2019 die Position als CEO bei Sidel, einem führenden Anbieter von Produktionsmaschinen und Serviceleistungen für die Verpackung von Getränken, Lebensmitteln, Haushalts- und Körperpflegeprodukten in PET, Dosen, Glas und andere Materialien.

Bild: Sidel

Efficiency Zum Thema nachhaltige Verpackungen ...

26.08.2020

Nachhaltigkeit ist für unseren Planeten eine ganz klare Priorität. Aus diesem Grund muss sich die gesamte Industrie – auch Sidel – weiterentwickeln, was ihren Ansatz gegenüber diesem Thema betrifft, ohne dabei die primäre Funktion von Verpackungen zu vernachlässigen: den Schutz des Produkts, aber ebenso den Schutz der Umwelt.

Monica Gimre ist mit diesem Beitrag im P&A-Kompendium 2020 als eine von 100 Machern der Prozessindustrie vertreten. Alle Beiträge des P&A-Kompendiums finden Sie in unserer Rubrik Menschen.

Der Verbrauch verpackter Getränke weist einen kontinuierlichen Wachstumstrend von 2,5 Prozent pro Jahr weltweit beziehungsweise 1,3 Prozent pro Jahr in Europa auf. Aufgrund der einzigartigen Eigenschaften in Bezug auf Lebensmittelsicherheit, Benutzerfreundlichkeit, Designflexibilität, Transparenz und Erschwinglichkeit werden etwa 37 Prozent des gesamten Getränkevolumens in PET verpackt.

Es wäre naiv, nicht anzuerkennen, dass wir in einer Zeit leben, in der Kunststoffe zur Umweltverschmutzung beitragen und weggeworfene PET-Flaschen mitunter auch in unseren Meeren zu finden sind. Allerdings macht PET nur fünf Prozent der weltweiten Plastikproduktion aus und ist das einzige Kunststoffverpackungsmaterial, das von Flasche zu Flasche recycelt werden kann. Für eine echte Kreislaufwirtschaft bei Plastik ist ein besseres Abfallmanagement daher der ausschlaggebende Erfolgsfaktor, da PET als wertvolle Ressource wieder in die Wertschöpfungskette zurückgeführt werden kann.

Kunststoffe im Kreislauf

Unsere gesamte Industrie steht vor einem Wendepunkt – Unternehmen müssen sich jetzt in puncto Nachhaltigkeit, Flexibilität und digitale Kompetenzen weiterentwickeln. Sidel arbeitet schon seit Langem zusammen mit verschiedenen führenden Branchenakteuren und Industrieverbänden an einem verbesserten Bewusstsein, was die einzigartigen Eigenschaften von PET-Verpackungen betrifft, sowie an der Entwicklung von Entwürfen, die deren Auswirkungen auf die Umwelt stetig reduzieren und den Anteil recycelter Inhaltsstoffe erhöhen.

Zum Beispiel hat Sidel das „New Plastics Economy Global Commitment“ unterzeichnet. Diese weltweite, im Oktober 2018 von der britischen Wohltätigkeitsorganisation Ellen MacArthur Foundation in Zusammenarbeit mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen ins Leben gerufene Initiative hat dem Problem Plastikmüll den Kampf angesagt und es sich zum Ziel gesetzt, Kunststoffe innerhalb des Wirtschaftskreislaufs zu halten.

Drei Säulen für nachhaltige Verpackungen

Darüber hinaus wird unser Engagement für nachhaltige Verpackungen bei Sidel von drei Säulen untermauert. Erstens optimieren wir aktuelle Verpackungen im Rahmen unseres RightWeight-Programms, um sicherzustellen, dass die Packung an sich minimal gestaltet wird, aber dennoch ihre technischen Eigenschaften und eine hohe Attraktivität für Verbraucher beibehält.

Zweitens nehmen wir eine Führungsrolle im Segment Mehrweg-PET ein und besitzen die entsprechende Technologie sowie ein weltweites Renommee auf diesem Markt. Wir betrachten nicht nur die Primärverpackung, sondern Verpackungen im Allgemeinen und die dafür eingesetzten Anlagen aus einer 360-Grad-Perspektive. Dementsprechend zielt Sidels End-to-End-Ansatz darauf ab, eine konsolidierte Verpackungslösung anzubieten, die Primär-, Sekundär- und Tertiärverpackungen umfasst und deren komplette Produktionslinie so wenig Umweltauswirkungen wie möglich aufweist.

Parallel gibt es zurzeit viele Innovationen auf anderen Gebieten der Verpackungsindustrie, wie sensorische und smarte oder intelligente Verpackungen, die den Marken weitere Kanäle für die Interaktion mit ihren Zielkunden eröffnen. Mit solchen smarten Verpackungen können Produzenten zusätzlich ihre Produktion, ihren Bestand und ihre Logistik verfolgen und erfahren, wann jede Einheit produziert wird oder produziert werden muss, wann sie gekauft wird, wann sie verbraucht wird oder wann sie das Ende ihres Lebenszyklus erreicht. Diese smarten Chancen können zu einer umfassenden Lernerfahrung führen.

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