SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG

Das robotergestützte Druck- und Etikettiersystem von Herma erlaubt jetzt auch die flexible Kennzeichnung von Paletten.

Bild: Herma

Cobot-Unterstützung für Verpackungslinie Zeitintensive Einzeletikettierung vermeiden

01.04.2019

Die zuverlässige Etikettierung von Paletten ist in einigen Branchen nicht nur unverzichtbar für den reibungslosen Ablauf, sondern teilweise sogar gesetzlich vorgeschrieben. Um Unternehmen die manuelle Einzeletikettierung zu ersparen, hat Herma sein robotergestütztes Druck- und Etikettiersystem nun auch für diese Anwendung erweitert.

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Für die Prozesse in beispielsweise Speditionen, Logistik- und Versandunternehmen ist es wichtig, dass Etiketten gut lesbar sind und zuverlässig an den richtigen Stellen aufgebracht werden, damit es nicht zu Verwechslungen und Verzögerungen in der Abfertigung kommt. „In der Lagerlogistik kommen in der Regel spezifische Anforderungen in der Ladungsträgerkennzeichnung zum Tragen“, berichtet Philipp Ott, Area Sales Manager Labeling Machines bei Herma.

So müssen etwa Paletten für die Intralogistik eindeutig und dauerhaft gekennzeichnet werden, um nachgelagerte Prozesse wie Versand und Ladungssicherung nicht negativ zu beeinträchtigen. Zu diesem Zweck hat Herma sein Druck- und Etikettiersystem erweitert: Es soll schnelles, positionsgenaues und flexibles zweiseitiges Aufbringen der Etiketten auf den Paletten ermöglichen.

Paletten im Stillstand zweiseitig etikettieren

Die robotergestützte Lösung findet auch beim langjährigen Kooperationspartner OMS International Packaging Solution Anklang. Auf der diesjährigen Logimat wurde unter anderem gezeigt, wie das Herma-System in die bestehende Verpackungslinie des Unternehmens integriert werden kann.

Der kollaborierende Sechs-Achs-Industrieroboter UR 3 von Universal Robots übernimmt dabei innerhalb einer Verpackungsstraße die automatische zweiseitige Etikettierung von Paletten im Stillstand. Ein fahrerloses Transportsystem von SEW Eurodrive transportiert die gepackten Paletten zur jeweiligen Station. Die zuvor optional mit Stretchfolie umwickelten Paletten werden im Anschluss horizontal und vertikal umreift. Danach werden die Bandenenden mit einer speziellen Ultraschallverschlusstechnik verschweißt. Nun kann der Etikettierablauf gestartet werden.

Beginn einer effizienten Zusammenarbeit

Neben dem UR-Cobot besteht die neue Lösung aus Standardkomponenten des modularen Herma-Baukastensystems. Dazu gehören Auf- und Abwickler sowie ein Thermotransferdrucker wie beispielsweise der Zebra ZE500-6. Eine Druckauflösung von bis zu 300 dpi gewährleistet die Lesbarkeit des Druckbilds.

„Wir stehen sicher erst am Anfang einer Entwicklung, bei der relativ einfach einzusetzende kollaborierende Roboter die Effizienz einer Verpackungs- oder Kennzeichnungslinie beträchtlich steigern können“, meint abschließend Martin Kühl, Leiter des Geschäftsbereichs Etikettiermaschinen bei Herma.

Bildergalerie

  • Das Verpackungsunternehmen OMS zeigte auf der Logimat, wie sich das Herma-System in eine Paletten-Verpackungslinie integrieren lässt.

    Bild: Herma

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