Die Größe der Turbinen und damit auch der Rotorblätter nimmt rasant zu, so dass es umso wichtiger wird, Lösungen zu finden, die ihre Kreislauffähigkeit sicherstellen.

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Die Kreislaufwirtschaft kommt! Windturbinen-Blätter werden recycelbar

22.09.2022

Das weltweit erste RecyclableBlade für Onshore-Windkraftprojekte ist jetzt verfügbar und bereits in Offshore-Projekten im vollem Betrieb. Jetzt ist die recycelbare Version auch für Onshore-Projekte verfügbar: Ein großer Schub für die Kreislaufwirtschaft! Bis 2040 sollen nicht nur die Rotorblätter, sondern die gesamte Windturbine vollständig recycelbar sein.

Siemens Gamesa treibt die Kreislaufwirtschaft bei Windturbinenblättern voran und bringt sein RecyclableBlade für Onshore-Windkraftprojekte auf den Markt. Dieser wichtige Meilenstein macht die Windenergie noch nachhaltiger.

Das Siemens Gamesa RecyclableBlade für Offshore-Windkraftanlagen wurde in nur zehn Monaten auf den Markt gebracht: im September 2021 wurde es eingeführt und im Juli 2022 im RWE-Projekt Kaskasi in Deutschland erstmals installiert. Die entsprechende Onshore-Lösung steht nun für Kunden bereit, um sie an ihren Onshore-Windstandorten einzusetzen. Die Weiterentwicklung durch Siemens Gamesa und seine Partner gewährleistet die volle Kompatibilität mit den Produkt- und Prozessanforderungen für Onshore-Rotorblätter.

„Die Einführung für Onshore-Standorte ist erneut eine herausragende Leistung unserer engagierten Experten. Das Konzept des RecyclableBlade war immer so angelegt, dass es Lösungen für Offshore- und Onshore-Anlagen umfasst, und wir freuen uns sehr, dass wir sie nun unseren Kunden in beiden Marktsegmenten kommerziell anbieten können“, sagt Jochen Eickholt, CEO von Siemens Gamesa.

Windindustrie in Richtung Kreislaufwirtschaft bewegen

Sowohl auf den Onshore- als auch auf den Offshore-Märkten in aller Welt werden weiterhin ehrgeizige Ziele für die installierte Windenergiekapazität gesetzt, wobei die Anforderungen an die Gewährleistung recycelbarer Lösungen immer mehr an Bedeutung gewinnen. Die Größe der Turbinen und damit auch der Rotorblätter nimmt rasant zu, so dass es umso wichtiger wird, Lösungen zu finden, die ihre Kreislauffähigkeit sicherstellen. Mit dem RecyclableBlade für Onshore kommt Siemens Gamesa seiner Nachhaltigkeitsvision von einer vollständig recycelbaren Windturbine bis spätestens 2040 ein weiteres Stück näher.

„Wir führen die Windindustrie in Richtung Kreislaufwirtschaft, indem wir uns verpflichten, die Windenergie in jeder Phase ihres Lebenszyklus so nachhaltig wie möglich zu gestalten. Gemeinsam mit unseren Kunden und Lieferanten wollen wir, dass die Windenergielösungen von Siemens Gamesa weiterhin Ländern auf der ganzen Welt helfen, ihre Netto-Null-Emissionsziele zu erreichen", sagte Tim Dawidowsky, COO und Chief Sustainability Officer von Siemens Gamesa.

Über das RecyclableBlade

Vor der Einführung des RecyclableBlade von Siemens Gamesa im Jahr 2021 war die Wiederverwertbarkeit von Rotorblättern ein schwieriges Thema in der Windindustrie. Der komplexe Herstellungsprozess der Rotorblätter, bei dem Verbundwerkstoffe wie Harz, Glas- und Kohlefasern zum Einsatz kommen, machte die Entsorgung am Ende des Lebenszyklus der Windturbine zu einer Herausforderung. Während etwa 85 % einer Windturbine vollständig recycelt werden können, werden leider viele Rotorblätter nach ihrer Demontage auf Deponien entsorgt.

Siemens Gamesa hat nicht nur das weltweit erste vollständig recycelbare Rotorblatt entwickelt, sondern arbeitet auch mit dem Branchenverband WindEurope und anderen wichtigen Akteuren der Branche zusammen, um ein europaweites Verbot der Deponierung von Rotorblättern durchzusetzen.

Das RecyclableBlade-Verfahren verwendet eine milde Säurelösung, um die Materialien am Ende der Lebensdauer des Rotorblatts zu trennen. Die Materialien können dann in der Bauwirtschaft, für Konsumgüter oder in der Automobilindustrie wiederverwendet werden.

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