Mittels Routen, die vorab erstellt und auf eine Wärmebildkamera heruntergeladen werden, können Inspektoren mehr Anlagen in kürzerer Zeit inspizieren.

Bild: Flir

Condition Monitoring von Industrieanlagen Wie vorab geplante Routen Prozessinspektionen beschleunigen

28.03.2022

Wärmebildkamera-Inspektionen vor Ort können aufwendig sein, wenn wichtige Informationen separat auf Klemmbrettern oder Tablets notiert werden müssen. Mit der passenden Software lässt sich hier gut die Hälfte an Zeit sparen, indem der Inspektor nur noch die Kamera mit sich tragen muss. Auch die Berichterstellung kann davon profitieren.

Das Familienunternehmen PFE mit Sitz in Wallasey, Nordwestengland, hat sich auf Inspektionsdienstleistungen und Zuverlässigkeitsprüfungen für Industriekunden spezialisiert. Um die Wiederholbarkeit und Stichhaltigkeit der Berichtsqualität zu gewährleisten, nutzen die Ingenieure von PFE unter anderem Technologien für Schwingungsanalyse, dynamischen Ausgleich beziehungsweise Auswuchten sowie Thermografie.

Für mechanische und elektrische Inspektionen und Prüfungen industrieller Prozesse verwendet die Firma seit mehr als 15 Jahren Wärmebildtechnik. Eine der spezielleren Untersuchungen, die PFE anbietet, sind dabei Ofeninspektionen. Für sie nutzt das Unternehmen eine handgehaltene Kamera der Exx-Serie von Flir.

Inspektionszeiten halbiert

Berichte sind für Kunden das wichtigste Ergebnis von Inspektionen. PFE verwendet hier die Software Flir Thermal Studio mit der Routing-Funktionalität des Flir-Route-Creator-Plugins.

„Früher ergänzten wir unsere Wärmebildkamera-Inspektionen vor Ort mit Notizen auf einer Art Klemmbrett oder auf einem Tablet“, sagt Jake Ford, Reliability & Mechanical Engineer bei PFE. „Für jede Anlage und jedes Bild, das wir mit unserer Wärmebildkamera aufgenommen haben, mussten wir Zahlen und Kommentare auf einem separaten Gerät notieren. Das war nicht nur unpraktisch, sondern kostete auch doppelt so viel Zeit, wie wir heute für die gesamte Inspektion benötigen. Dank der Einführung der Flir-Thermal-Studio-Software konnten wir unsere Inspektionszeiten auf die Hälfte reduzieren.“

Routen vorab geplant

Das Team von PFE schätzt vor allem das Flir-Route-Creator-Plugin, mit dem Anwender vorab geplante Routen für ihre Inspektionen erstellen können. Diese Routen können auf jede Flir-Wärmebildkamera heruntergeladen werden, die mit der Flir-Inspection-Route-Software ausgestattet ist. Sie werden dann direkt auf der Kamera ausgeführt.

Auf diese Weise müssen Inspektoren nicht mehr zwei separate Geräte mit sich führen. Außerdem hilft es ihnen, bei der Überwachung großer oder mehrerer Standorte den Überblick zu behalten und keine Anlagen oder Inspektionsbereiche zu übersehen.

Inspektionsrouten verlaufen des Weiteren nicht immer geradlinig. PFE-Ingenieure folgen oft verschiedenen Sequenzen, lassen bestimmte Anlagen aus oder wechseln zu unterschiedlichen Zeitpunkten zwischen den Standorten. Mit einem Klemmbrett oder Tablet ist das Risiko, bei Inspektionen einzelne Anlagenteile zu übersehen, wesentlich höher.

Ist aber die Inspektionsroute in der Kamera aktiviert, wird der Fortschritt der vorab geplanten Route immer deutlich sichtbar. Die Software zeigt genau an, welche Aufgaben noch zu erledigen sind. „Für eine typische Ofeninspektion brauchten wir früher etwa vier Stunden“, berichtet Ford. „Jetzt können wir sie problemlos in zwei Stunden abschließen.“

Schreibarbeit reduziert

Neben der Zeit vor Ort lässt sich auch die Zeit am Schreibtisch, die für die Erstellung des Berichts erforderlich ist, deutlich reduzieren. Mit Flir Thermal Studio müssen Nutzer nur die von Route Creator erzeugte Datei öffnen – die Bilder sind automatisch dem jeweiligen Objekt zugeordnet. Das beschleunigt und vereinfacht die Analyse und Berichterstellung.

„Früher mussten wir am Schreibtisch oft mit Tabellenkalkulationsprogrammen arbeiten oder Wärmebilder mit anderen Dateien vergleichen – ein umständlicher und langsamer Prozess, der zudem fehleranfällig war. Mit Thermal Studio läuft die Berichterstellung viel sauberer, reibungsloser und konsistenter“, sagt Ford.

Anwender können in der Software auch Bilder im Stapel nachbearbeiten. Das beschleunigt den gesamten Prozess und reduziert die Schreibtischzeit. Ford: „Gerade bei Ofeninspektionen ist oft eine Nachbearbeitung erforderlich. Hot Spots sind natürlicher Teil eines Ofens, und deshalb ist nicht jeder Hot Spot problematisch. Das bedeutet oft, dass wir ein Bild bearbeiten oder den Bereich, der von Interesse ist, abgrenzen oder mit Anmerkungen versehen müssen. Jetzt können wir die Bilder im UltraMax-Modus von Flir darstellen, sie drehen oder ein Quadrat um sie herum zeichnen – alles in einem einzigen Stapelprozess. Vor der Verwendung von Flir Thermal Studio mussten wir das für jedes einzelne Bild tun, jetzt können wir dies in der Stapelbearbeitung tun.“

Zeit effizienter genutzt

Flir Thermal Studio erleichtert es PFE ebenfalls, detaillierte und umfangreiche Berichte zu erstellen, die einige Versicherungen von den Unternehmen verlangen. Diese jährlichen Versicherungsberichte umfassen oft hunderte von Bildern, von denen jedes auf einer Seite einzeln dargestellt werden muss. Ohne Flir Thermal Studio dauerte die Erstellung einer Seite einige Minuten; mit dem Stapelverarbeitungsprozess kann der gesamte Bericht in wenigen Minuten erstellt werden.

„Als kleines Unternehmen ist es sehr wichtig, dass wir uns unserer Arbeitszeit bewusst sind“, erklärt Ford. „Wir wollen die Zeit möglichst effizient nutzen, um alle unsere Kunden zufriedenzustellen, denn die Zufriedenheit unserer Kunden ist unser wichtigstes Anliegen. Mit Flir Thermal Studio sind wir vor Ort schneller. Auch im Hinblick auf Gesundheit und Safety bietet das Vorteile, denn je weniger Zeit unsere Inspektoren in der Nähe heißer Öfen verbringen müssen, desto besser.“

Bildergalerie

  • Die Ingenieure von PFE inspizieren mechanische und elektrische Anlagen mit einer Wärmebildkamera aus Flirs Exx-Serie.

    Bild: Flir

  • In Thermal Studio Pro lassen sich Bilder in einem einzigen Stapelprozess bearbeiten.

    Bild: Flir

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