Bei der Herstellung eines Batteriemoduls werden Kontaktierungen und Gehäuse per Laser verschweißt.

Bild: Trumpf

Lasertechnik für E-Auto-Komponenten Wie ein Laserspezialist von der Elektromobilität profitiert

18.02.2020

Die Mobilitätswende spielt Trumpf umsatztechnisch in die Karten: Bereits das dritte Jahr in Folge wächst der Umsatz mit Produkten für E-Autos. Hinzu kommen immer mehr Anfragen von Automobilzulieferern, die nach alternativen Fertigungstechnologien für die Brennstoffzelle suchen.

Die steigende Nachfrage nach Komponenten von E-Autos und alternativen Antrieben spiegelt sich positiv im Wachstum des Laserspezialisten Trumpf wider. So entfallen 25 Prozent des Umsatzes aus der Automobilindustrie auf Produkte und Lösungen, die direkt in die Herstellung von Batterien, E-Motoren und Leistungselektronik für die Elektromobilität fließen. Den Großteil davon macht die Batterieproduktion aus: rund 80 Prozent.

Zudem mehren sich die Anfragen von Unternehmen, vorwiegend von Automobilzulieferern, bezüglich Fertigungstechnologien für die Brennstoffzelle. „Durch den Mobilitätsumbruch entstehen neue Technologiefelder, von denen wir und die deutsche Industrie profitieren können, wenn wir sie schnell besetzen“, sagt Christian Schmitz, Geschäftsführer für den Bereich Lasertechnik bei Trumpf.

Für das Unternehmen ist neben den genannten Komponenten auch die Brennstoffzelle ein solches Feld. „Wir entwickeln unsere Lasertechnik kontinuierlich weiter, passen sie auf die speziellen Anforderungen der jeweiligen alternativen Antriebstechnologien an und stoßen zudem neue Entwicklungsprojekte an“, erklärt Schmitz.

Fertigungsverfahren für alle Autoantriebe

Bei der Brennstoffzelle steht das gasdichte Schweißen von Komponenten im Fokus, um die besonderen Sicherheitsanforderungen an die Zellen zu erfüllen. Schmitz: „Alles, was wir bei der Entwicklung der Produktionsverfahren für diese Anwendung lernen, können wir direkt auch auf andere Anwendungen übertragen.“ Das bringt zusätzliche Synergieeffekte für Trumpf.

Das Unternehmen will dem Strukturwandel dabei mit Technologieoffenheit begegnen und weiterhin industriereife Fertigungsverfahren für alle Antriebskonzepte anbieten – „sowohl für Verbrenner als auch für Autos mit E- oder Wasserstoffantrieb“, sagt Schmitz. Er erklärt weiter: „Wenn wir die Produktionstechnik für die verschiedenen Antriebskonzepte flexibel halten und früh die neuen Technologiefelder besetzen, dann haben wir gute Chancen, die Folgen des Strukturwandels für die Industrie abzufedern. Denn insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen wird der Wandel zur großen Herausforderung werden.“

Bisher sind weltweit über 1.500 Trumpf-Laser bei der Produktion von Lithium-Ionen-Batterien im Einsatz – Tendenz steigend.

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  • Christian Schmitz ist CEO Laser Technology und Mitglied der Gruppengeschäftsführung von Trumpf.

    Bild: Trumpf

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