Beim Lewa-Projekt für Saudi-Arabien kommen W22-Motoren in Energieeffizienzklasse IE3 mit 150 kW und 185 kW bei acht Boxerpumpen des Typs LGB2 und zwölf Prozesspumpen der Reihe LDH5 zum Einsatz.

Bild: Lewa

Lewa-Projekt für Gasförderanlagen WEG liefert maßgeschneiderte Antriebe an den Persischen Golf

30.08.2018

Der Anbieter von Antriebstechnik WEG wurde vom Pumpenhersteller Lewa als Kooperationspartner für ein neues Projekt in Saudi-Arabien ausgewählt. Für insgesamt acht Boxerpumpen sowie weitere zwölf Prozesspumpenn, die an zwei große Offshore-Plattformen im Persischen Golf geliefert werden sollen, entwarf Weg eine individuell konzipierte Antriebsstranglösung, die den besonderen Anforderungen des Projekts gewachsen ist.

Bereits 2013 hatte Lewa, ein Hersteller von Dosier- und Prozess-Membranpumpen sowie von kompletten Dosieranlagen für die Verfahrenstechnik, zur Erschließung neuer Gasfelder 40 Pumpen für eine Gasförderanlage im Persischen Golf geliefert. Für den Anschlussauftrag sollen nun 20 weitere Pumpen bis 2019 nach Saudi-Arabien geliefert werden, um die bisherige Fördermenge von rund 70 Millionen m3 Gas um weitere 56 Mio. m3 pro Tag zu erhöhen.

Die Erhöhung der Gasfördermenge soll dazu beitragen, die Energieversorgung des Landes langfristig von Öl auf Gas umzustellen und somit mehr Erdöl für den Weltmarkt verfügbar zu machen. Für einen reibungslosen Antrieb der Pumpen wandte sich Lewa daher an WEG, mit dem Auftrag, eine Antriebsstranglösung zu entwickeln, die sich speziell für die Installation auf den Offshore-Plattformen der Gasförderanlagen eignen.

Individualisierte Komplettlösung

Für die insgesamt acht Boxerpumpen des Typs LGB2 sowie weitere zwölf Prozesspumpen der Reihe LDH5 von Lewa, die an zwei große Offshore-Plattformen im Persischen Golf geliefert werden soll, entwarf WEG Germany eine individuell konzipierte Antriebsstranglösung, die den besonderen Anforderungen des Projekts gerecht wird und die Bedürfnisse des Kunden bestmöglich erfüllen. Die Komplettlösung, die sich ideal für den Offshore-Einsatz eignet, beinhaltet sowohl Motoren der Reihe W22 Ex nA (Non-Sparking) in Energieeffizienzklasse IE3 mit 150 kW und 185 kW sowie komplette AFW11-Schaltschranksysteme mit integrierten Frequenzumrichtern vom Typ CFW11.

„Die anwendungsspezifisch entwickelte Lösung wurde im gesamten Umfang von allen Beteiligten reibungslos fertig gestellt und pünktlich geliefert. Insgesamt verlief das Projekt bislang für alle Seiten sehr zufriedenstellend. Im Jahr 2019 soll es an den Auftraggeber übergeben werden“, erklärt Klaus Figgle, Projektleiter Engineering bei Lewa. Wilmar Henning, Geschäftsführer von WEG Deutschland, ergänzt: „Wir freuen uns, dass Lewa sich bei diesem Projekt für WEG entschieden hat. Auch dieses Mal konnten wir unser Know-How, maßgeschneiderte Lösungen für Projekte mit ganz besonderen Anforderungen liefern zu können, erfolgreich unter Beweis stellen.“

Für anspruchsvolle Umgebungen geeignet

Für die Komplettlösung stattete WEG die Motoren der Energieeffizienzklasse IE3 dabei gemäß IEEE841-Standard mit wichtigen Funktionen für das Projekt aus, zu denen beispielsweise Klemmenkästen für Sonderzubehör, Vorkehrungen für Schwingungsdetektoren und isoliertes Lager ohne Antriebsende zählen. Auch Befestigungsschrauben aus rostfreiem Stahl sowie eine Speziallackierung gehören dazu.

Ein Highlight der Lösung stellt zudem der WHF (WEG Harmonic Filter) dar, der den Anforderungen gemäß IEEE519-Empfehlungen nachkommt. Des Weiteren wurden die Panels aus rostfreiem Stahl SS316 hergestellt, sodass sich diese für Anwendungen in besonders aggressiven Umgebungen auch ohne eine spezielle Schutzfarbe eignen. Um das Rauschen zu reduzieren, dass durch die lange Kabellänge zwischen dem Frequenzumrichter und dem Motor entsteht, installierte WEG zusätzlich einen Filter am Frequenzumrichter. Dadurch kann eine längere Isolierung des Elektromotors gewährleistet und mögliche Lagerströme zudem reduziert werden.

Bildergalerie

  • Insgesamt zwölf Prozesspumpen der Reihe LDH5 werden nach Saudi-Arabien geliefert.

    Bild: Lewa

  • Um die bisherige Fördermenge von rund 70 Millionen m3 Gas um 56 Millionen m3 pro Tag zu erhöhen, wurde das bestehende Projekt von 2013 nun um 20 Pumpen erweitert.

    Bild: Lewa

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