WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG

Die Wago-Geschäftsführung (von links nach rechts): Christian Sallach (Chief Marketing Officer und Chief Digital Officer), Sven Hohorst (CEO), Jürgen Schäfer (Chief Sales Officer), Ulrich Bohling (COO), Kathrin Pogrzeba (Chief Human Resources Officer) und Axel Börner (CFO).

Bild: Wago
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Umsatzwachstum und Marktentwicklung Wago erreicht angestrebtes Ziel

17.04.2019

Die Wago-Gruppe hat das Jahr 2018 mit einem Plus von 8,1 Prozent und einem Umsatz von 932 Millionen Euro abgeschlossen. Wichtigster Markt ist Deutschland geblieben, wobei auch Asien ein besonders gutes Wachstum verzeichnen konnte.

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Mit dem erzielten Umsatz von 932 Millionen Euro setzt Wago seine positive Geschäftsentwicklung fort. Der Anbieter von elektrischer Verbindungs- und Automatisierungstechnik erwartet auch für das aktuelle Geschäftsjahr ein Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich.

Die Verteilung nach Landesmärkten ist im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben. Während Deutschland mit einem Umsatzanteil von 28 Prozent den wichtigsten Markt für Wago darstellt, erreicht das übrige Europa 42 Prozent. Es folgen die Märkte in Asien mit 17 Prozent, wobei Indien hier ein besonders gutes Wachstum verzeichnet, und Amerika mit 13 Prozent.

EU spielt zentrale Rolle

In Europa lassen sich besonders positive Entwicklungen sowohl in Südosteuropa als auch in Skandinavien feststellen. So ist das Unternehmen beispielsweise in Norwegen im Bereich der Anbindung von E-Mobility-Säulen sehr erfolgreich.

Eine zentrale Rolle spielt in diesem Zusammenhang die Europäische Union. „Wir erwirtschaften rund zwei Drittel unseres Umsatzes in Europa“, berichtet Wago-CEO Sven Hohorst. Der Abbau der tarifären und nichttarifären Handelshemmnisse in dieser Region habe deutliche positive Effekte auf die Geschäftsentwicklung gehabt. „Deshalb hat auch das Fortbestehen der Europäischen Union für uns große Bedeutung für unsere Zukunftsfähigkeit“, sagt der CEO in Bezug auf die im Mai anstehenden Wahlen des Europäischen Parlaments. Antieuropäischer Politik sei „eine Absage zu erteilen“.

Deutschland bleibt Investitionsschwerpunkt

Die Wago-Gruppe ist mit 29 internationalen Gesellschaften und 80 Vertretungen global aufgestellt. Ein deutlicher Investitionsschwerpunkt liegt aber weiterhin in Deutschland. Etwa 70 Prozent der Gesamtinvestitionen von 120 Millionen Euro sind in die Standorte in Minden, Päpinghausen und Sondershausen getätigt worden. Das aktuell größte Projekt ist das neue Automatenmontagewerk und Einzelteillager in Minden/Päpinghausen, in das rund 50 Millionen Euro fließen. Die Fertigstellung ist für Herbst 2019 geplant.

Auch die Erweiterung der Spritzerei an der Hansastraße um rund 5.000 m2 ist wie geplant angelaufen. Mit der Fertigstellung wird zum Ende des Jahres gerechnet; etwa 12,5 Millionen werden hier in die Erweiterung der Produktionskapazitäten investiert. Die 9 Millionen Euro teure Sanierung und Erweiterung der Büroflächen mit etwa 200 Arbeitsplätzen soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, ebenso wie der Bau des neuen Parkhauses an der Hansastraße mit etwa 500 Stellplätzen. In den Standort Sondershausen/Thüringen investiert Wago weiterhin in moderne Maschinen und Anlagen.

„Auch wenn unser Investitionsschwerpunkt weiterhin in Deutschland liegt, gelingt weiteres erfolgreiches Wachstum nur im Zusammenspiel aller Werke weltweit“, so Axel Börner, CFO von Wago. Im vergangenen Jahr wurde ein zweites Werk unweit des polnischen Standortes Wróblowice eingeweiht. 2019 wird die Erweiterung des Logistikbereichs in China abgeschlossen; die Produktion wird hier in den kommenden Jahren weiter vergrößert.

Interessanter Standort für Nachwuchskräfte

Zum Jahresende beschäftigte Wago mehr als 8.500 Mitarbeiter weltweit; über 3.900 von ihnen in Deutschland, davon 2.900 am Mindener Stammsitz und über 1.000 in Sondershausen/Thüringen. Um seinen Bedarf an qualifizierten Nachwuchskräften auch zukünftig decken zu können, setzt das Unternehmen verstärkt auf die eigene Ausbildung. 281 Auszubildenden und dual Studierenden waren zum Stichtag 31. Dezember 2018 im Unternehmen beschäftigt. Die Tendenz ist steigend: In 2019 beginnen 125 junge Menschen eine Ausbildung oder ein Studium, für das kommende Jahr werden rund 140 Stellen ausgeschrieben.

Während Wago im Ausbildungsbereich vor allem regional rekrutiert, gilt es, bei Fach- und Führungskräften die Bekanntheit über den Mühlenkreis hinaus zu steigern und dabei für den Standort Minden zu begeistern. „Wir haben hier in Minden eine landschaftlich interessante Region mit vielen Freizeitmöglichkeiten, guter Anbindung und bezahlbarem Wohnraum. Diese Aspekte wollen wir gemeinsam mit den Leistungen, die wir als international agierendes High-Tech-Unternehmen mit ausgeprägtem Familiensinn bieten können, hervorheben“, erklärt Hohorst die Inhalte der neuen Arbeitgeberkampagne, die neue Mitarbeiter gewinnen soll.

Einfachheit steht bei neuen Produkten im Fokus

Auf der diesjährigen Hannover Messe hat Wago diverse Neuentwicklungen vorgestellt. Im Bereich der Interconnection steht die Einfachheit im Fokus. „Unsere Familie der Hebelklemmen wird um immer mehr Produkte mit der intuitiven und leicht bedienbaren Anschlusstechnik erweitert“, sagt Jürgen Schäfer, Chief Sales Officer. Auch in der Automatisierung wird mit dem Konzept #openandeasy deutlich, dass Prozessoptimierung und Effizienzsteigerung eine zentrale Rolle spielen. So wird die Wago-Steuerungstechnik durch Funktionen ergänzt, die es erleichtern, Open-Source-Anwendungen einzubinden. „Docker ist eine Technologie, mit der andere Programmelemente einfach auf einer Steuerung ergänzt werden können“, erklärt Schäfer.

Darüber hinaus spiele Cloud-Connectivity bei Wago eine zunehmend wichtige Rolle. „Mithilfe der Cloud können Unternehmen durch global verfügbare Daten in einer digitalisierten Produktion die Transparenz und Effizienz ihrer Betriebs- und Produktionsprozesse deutlich steigern. Wir bei Wago sind davon überzeugt, dass das am besten mit offenen Lösungen funktioniert, die sich an die individuellen Bedürfnisse unserer Kunden anpassen“, fährt Schäfer fort. Auf diese Weise können sie selbst wählen, welche Programmiersprache und welche Kommunikationsstandards sie nutzen.

Die zunehmende Vernetzung hält auch im Schaltschrank Einzug; Effizienzsteigerung und Miniaturisierung sind weitere Anforderungen. Eine Antwort darauf ist die Stromversorgung Pro 2. Die Schaltnetzteile können über IO-Link in die Automatisierungssysteme eingebunden werden. Der Wirkungsgrad von bis zu 96 Prozent soll dabei für weniger Energieverbrauch und Emissionen sorgen.

Bildergalerie

  • Die Spritzerei am Mindener Standort wird um rund 5.000 m2 erweitert.

    Bild: Wago

  • Das Communication Center der Wago-Gruppe in Minden.

    Bild: Wago

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