Werner Niehaus ist Business Unit Manager bei Unitronic. Davor arbeitete er bei Philips in leitender Stellung im Produktmanagement und im Vertrieb für die Unternehmensbereiche Semiconductors und Components. Weitere Stationen führten ihn in die Solarindustrie, wo er bei den Unternehmen Hanwha SolarOne als VP Strategic & OEM Accounts und bei Solarfun Power als VP Global Marketing arbeitete.

Bild: Andreas Borowski, Unitronic

Kommentar Vom Sensor bis in die Cloud

30.07.2019

Unitronic steht für Dienstleistungen am Kunden (Customer Centric) rund um die Sensorik (Sensor Centric) bis in die Cloud (Solution Committed). Wir gewährleisten maximale Sicherheit für Daten und einen einfachen Zugriff auf diese. Behalten Sie gerne die Kontrolle und wollen eingreifen können, bevor ein ungeplantes Ereignis eintritt? Dann teilen wir dieselben Ansprüche.

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Werner Niehaus war mit diesem Beitrag im E&E-Kompendium 2019/2020 als einer von 100 Machern der Elektronikwelt vertreten.

Unitronic hat sich stets den Herausforderungen des Marktes gestellt und Veränderungen durch Innovationen zusammen mit dem Partnernetzwerk initiiert und gestaltet. Die Dynamik der Innovationen hat stetig zugenommen – bei der drahtlosen Kommunikation, aber natürlich auch im Bereich der Sensorik. Für uns hat die Sensorik schon immer einen besonderen Stellenwert gehabt und durfte dementsprechend einen immer breiteren Raum einnehmen.

Vor diesem Hintergrund wurden die Weichenstellungen der Vergangenheit jüngst neu gedacht und nachvollzogen. Die hierbei entwickelte Strategie wurde überschrieben mit „Sensor2Cloud“ und liefert uns das Drehbuch dafür, den Paradigmenwechsel von den klassischen Bedürfnissen unserer (Industrie-)Kunden hin zu den neuen Anforderungen dieser unserer Partner innerhalb der Wissens- und Informationsgesellschaft zu gestalten.

Die Auswirkungen dieser Neuausrichtung sind spürbar, in unserem Denken und Handeln. Dieser Prozess der Veränderung ist spannend und bereichernd, auch wie sich hierdurch alles nachhaltig entwickelt, das Geschäftsmodell, damit die Organisation und besonders die Kundenbeziehung, die plötzlich eine ganz andere Tiefe erfährt. Nicht zuletzt, weil die Abhängigkeiten auf beiden Seiten zunehmen und damit auch unsere Verantwortung gegenüber unseren Partnern und Kunden fortwährend wächst.

Wir mussten keine große Überzeugungsarbeit leisten

Unitronic erhebt den hohen Anspruch, unseren Kunden bei der Gestaltung ihrer Herausforderungen mit innovativen Ideen und Lösungen ein kompetenter Berater und Entwicklungsdienstleister zu sein. Veränderungen und Neuerungen in den Aufgabenstellungen führen unwillkürlich zu Fragen, häufig verbunden mit Verunsicherungen. Wie schwer war es, die beteiligten Parteien von der Neuausrichtung zu überzeugen?

Wir haben unsere Stärken und Kompetenzen herausgearbeitet, die Anforderungen an einen „Best-in-Class“-Dienstleister in einer digitalen Welt spezifiziert und die „White Spots“ identifiziert. Dadurch, dass unsere Partner und damit auch wir Innovationen im Bereich der Digitalisierung zielgerichtet vorangetrieben haben, mussten wir keine große Überzeugungsarbeit leisten, sondern die offensichtlich notwendigen Veränderungen wurden unter dem Gesichtspunkt der Zukunftssicherung und der Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit eingeordnet. Es wurden in diesem Zusammenhang selbstverständlich auch Investitionen getätigt: in zusätzliche Kompetenzen, also Mitarbeiter, Website und Webshop, Branding und umfassende externe wie interne Kommunikation.

Sensor als Quelle von Entscheidungen

Die Sensorik jetzt als Nucleus unserer Aktivitäten zu begreifen, die durch unsere Kompetenz im Bereich der drahtlosen und drahtgebundenen M2M-/IoT-Datenübertragung mit der Cloud verbunden wird, war letztendlich doch so eingängig, dass die sich hieraus ergebenden Chancen und neuen Aktionsfelder keine Zweifel an der Richtigkeit und am zukünftigen Erfolg dieser neuen Ausrichtung aufkommen ließen. Inzwischen hat sich eine Dynamik eingestellt, die kontinuierlich Ideen für neue Innovationen liefert, zum Beispiel im Bereich kognitive Sensoren, also Sensoren, die nicht nur Messwerte erfassen und mit den klassischen Methoden der Signalverarbeitung vorverarbeiten, sondern aus diesen Informationen eigenständig Schlussfolgerungen ableiten.

Der Sensor soll nicht mehr der Lieferant von Daten für Entscheidungen, sondern die Quelle von Entscheidungen sein.

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