Um die Standzeit der Exzenterschneckenpumpen zu erhöhen, kann mit einer Einheit die Rotor-Stator-Einheit nachjustiert werden.

Bild: Netzsch Pumpen & Systeme

Pumpenperformance wiederherstellen Verschleiß in Sekunden erkennen

10.07.2018

Die Wartungsintervalle seiner Pumpe zu verlängern, ist das Ziel eines jeden Pumpenherstellers. Besonders aggressive und abrasive Medien sorgen jedoch für einen schnellen Verschleiß. Mit einer Einheit lässt sich nun ganz einfach die Standzeit von Exzenterschneckenpumpen erhöhen: Nimmt die Abdichtung zwischen den Förderelementen aufgrund von Verschleiß ab, kann die Vorspannung und somit die Pumpenperformance durch Stauchung des Statorelastomers wiederhergestellt werden.

Feststoffhaltige Fluide mit niedrigen bis sehr hohen Viskositäten werden vorrangig mit Exzenterschneckenpumpen gefördert. Dies gilt auch für aggressive oder abrasive Medien, wie sie beispielsweise in der Papierherstellung, der Abwasserbehandlung und im Brauereiwesen auftreten. Um die Standzeit seiner Nemo-Exzenterschneckenpumpen bei diesen Anwendungen weiter zu erhöhen, hat Netzsch Pumpen & Systeme eine spezielle xLC-Einheit zur Nachjustierung der Rotor-Stator-Einheit entwickelt.

Aufbau des Pumpsystems

Das Nemo-Pumpsystem besteht aus zwei Baugruppen: zum einen aus einer außenstehenden Einheit mit einem Stator als statische Wirkkomponente und zum anderen aus einer in der stehenden Einheit rotierenden Baugruppe, dem Kraftstrang, mit einem Rotor als dynamische Wirkkomponente.

Der Stator besteht standardmäßig aus einem Stahlrohr als Mantel, in dem ein Elastomerkörper einvulkanisiert ist. Das Statorelastomer liegt mit Vorspannung am Rotor an, um die Förderräume gegeneinander abzudichten und so den Druckaufbau zu ermöglichen. Aufgrund der Reibung zwischen Rotor und Statorelastomer tritt jedoch je nach Fördermedium ein stetiger Verschleiß an beiden Bauteilen auf. Dies kann auf Dauer zum Verlust der gegenseitigen Abdichtung zwischen Rotor und Stator führen.

Vereinfachte Wartung

Um die Wartung unter diesen Voraussetzungen möglichst zu erleichtern, hat der Pumpenhersteller bereits vor einigen Jahren den iFD-Stator 2.0 entwickelt: ein Statorsystem, bei dem das Elastomer in das Gehäuse durch axiales Verpressen fixiert wird. Das Unternehmen geht nun einen Schritt weiter, um die Wartungsintervalle der Pumpe zu verlängern, und hat die xLC-Einstelleinheit konzipiert.

Das System macht sich zunutze, dass das Rohr vom Elastomerkörper getrennt ist. So ist es möglich, das Elastormerteil relativ zum Mantel zu verschieben. Bei entsprechender Stauchung der Elastomerkomponente kann die Vorspannung zwischen Stator und Rotor beeinflusst werden. Stellt sich Verschleiß zwischen Stator und Rotor ein – das heißt, die Abdichtung zwischen den Förderkammern lässt nach – kann die Vorspannung und somit auch die Pumpenperformance mit dem xLC-System auf einfache Weise durch die Stauchung des Elastomers weitestgehend wiederhergestellt werden.

Ohne Vorerfahrung nachjustieren

Die Stator-Nachstellung über die xLC-Einheit erfordert keine Erfahrung des Bedieners, da die Verstellelemente über nur zwei Schrauben bedient werden. Zusätzlich erleichert eine Anzeige das gleichmäßige Nachstellen. Eine Skala zeigt an, in welchem Status sich der Stator befindet. Der Betreiber kann so den Verschleißzustand auf einen Blick überprüfen und beurteilen, wie viel Nachstell-Potenzial der Stator bis zum endgültigen Verschleiß noch bietet. Er gewinnt nicht nur Betriebs-, sondern auch Planungssicherheit für Wartungsarbeiten.

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