Mit UVC-Licht lassen sich Coronaviren effektiv inaktivieren, sprich unfähig zur Vermehrung machen.

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Mittel gegen Sars-CoV-2 UVC-LEDs nachweislich zur Inaktivierung von Coronaviren geeignet

24.09.2020

Ein japanischer Elektronikkonzern hat die Wirksamkeit einer seiner LEDs gegen das Coronavirus nachgewiesen. Eine UVC-Diode mit einer Wellenlänge von 265 nm wurde hierfür einem Bewertungstest unterzogen, der in Zusammenarbeit mit einer lokalen Universität durchgeführt wurde.

Das Unternehmen Stanley Electric hat den Nachweis erbringen können, dass sich seine 265-nm-UVC-LED für die Inaktivierung von Sars-CoV-2-Erregern eignet. Die LED ist seit Juli 2020 in der Serienfertigung und wurde in Kooperation mit der Yamaguchi-Universität einem Test unterzogen.

In diesem bestrahlten die Forscher 10 ml Viruslösungen (5⋅105 PFU/ml) in Schalen mit dem UVC-Licht der 265-nm-LED zu verschiedenen Zeitpunkten. Infektiöse Virustiter wurden durch Plaque-Assays an Zellen bestimmt. Das Ergebnis: Die Inaktivierungsrate von Sars-CoV-2 liegt bei 99,9 Prozent oder mehr, wenn die UV-Dosis 5,1 mJ/cm2 beträgt.

Auch gegen Bakterien und andere Erreger geeignet

Neben Corona- und anderen Viren lassen sich durch die Bestrahlung mit dem UV-Licht auch Bakterien und weitere pathogene Mikroorganismen abtöten. Stanley empfiehlt den Einsatz seiner 265-nm-UVC-LED für verschiedene Anwendungen im Bereich Oberflächen- und Luftsterilisation sowie Wasserdesinfektion.

Um die Überlegenheit der genutzten Wellenlänge von 265 nm zu bestätigen, plant das japanische Unternehmen weitere Bewertungstests mit unterschiedlichen Wellenlängen und UVC-Lichtquellen. Die Ergebnisse sollen zu gegebener Zeit veröffentlicht werden.

Wellenlängen in der Größenordnung von 265 nm können allerdings menschliche Zellen schädigen und sollten deshalb nicht zur Desinfektion der Haut eingesetzt werden. UVC-LEDs, die nur 230-nm-Licht emittieren und damit hautverträglich sein sollen, sind kürzlich in Deutschland entwickelt worden.

Bildergalerie

  • Die UVC-LED Zeube265-2CA hat den Corona-Test erfolgreich bestanden.

    Bild: Stanley

  • Die Grafik zeigt die Korrelation zwischen der UV-Empfindlichkeit der DNA lebender Organismen und der Wellenlänge von UVC-Licht. Je höher die UV-Empfindlichkeit ist, desto größer ist der durch UV-Lampen verursachte Schaden. Im Bereich von 240 bis 280 nm hat die DNA eine Spitzenempfindlichkeit bei etwa 265 nm – der Wellenlänge, mit der die geprüfte UVC-LED arbeitet.

    Bild: Stanley

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