Power Plus Communications AG

1.600 Sensor BPL-Modems liefern kontinuierlich detaillierte Spannungsdaten und so einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten.

Bild: Power Plus Communications

Digitale Kommunikationsplattform Smarte Netzüberwachung und intelligente Messsysteme

31.03.2022

Die Mainzer Netze bereiten ihre Infrastruktur durch Digitalisierung systematisch auf die Herausforderungen der Energiewende und den E-Mobilitätsausbau vor. Kernelement ihrer digitalen Infrastruktur ist eine flächendeckende Vernetzung der Systeme mit Breitband-Powerline (BPL)- Technik, mit der eine kontinuierliche Netzüberwachung und die Anbindung intelligenter Messsysteme ermöglicht wird. Hierfür wurde das gesamte Netzgebiet mit über 2.000 Kabelverteilern und Ortsnetzstationen mit der BPL-Technik von PPC erschlossen.

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Im Mainzer Stadtgebiet wurde eine smarte Breitband-Powerline-Infrastruktur aufgebaut, die aus dem Niederspannungsverteilnetz eine digitale Kommunikationsplattform macht. Hierfür hat Mainzer Netze in Zusammenarbeit mit PPC insgesamt über 2.000 BPL-Geräte in der gesamten Stadt verbaut. Darunter sind 1.600 Sensor BPL-Modems, die kontinuierlich detaillierte Spannungsdaten liefern und so Beobachtbarkeit einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten.

Bastian Merz, Abteilungsleiter der Mainzer Netze, ist von der Technologie überzeugt: „Mit dem Aufbau einer eigenen BPL-Infrastruktur haben wir eine sichere und zuverlässige Kommunikationsplattform aufgebaut, die wir für eine kontinuierliche Netzüberwachung sowie intelligente Steuerungsaufgaben in unserem Smart Grid nutzen können. Gleichzeitig profitieren wir von technischen und ökonomischen Vorteilen im Smart-Meter-Rollout und haben so eine Synergie von Smart Metering und Smart Grid. Mit BPL erreichen wir nicht nur über vorhandene Stromkabel eine schnelle Inbetriebnahme von Smart Meter Gateways in Kellergeschossen. Die Technologie eignet sich auch optimal für das Monitoring unseres Verteilnetzes. Besonders im Hinblick auf die steigende Anzahl an E-Mobilitätsladepunkten und PV-Anlagen wird die Netzüberwachung in der Niederspannung immer wichtiger, um das Netz stabil halten zu können.“

Yanik Höffner, Projektleiter für die BPL-Kommunikationstechnik der Mainzer Netze ergänzt: „Die Zusammenarbeit mit PPC läuft sehr gut. Besonders die Unterstützung während der Rolloutphase und beim Aufbau moderner Kommunikationsnetzwerke im IPv6- Standard hat uns sehr geholfen.“

Neue App unterstützt bei SMGW-Einbau

Die Mainzer Netze arbeiten schon seit 2014 eng mit PPC zusammen, um optimal auf den Smart-Meter-Rollout vorbereitet zu sein. Seit Juni 2020 wurden die ersten 600 Smart Meter Gateways problemlos in Betrieb genommen. Die nächsten 500 folgen im Laufe des Jahres 2021.

Unterstützt werden die Monteure dabei durch PPCs neue App „NMS Connector“, mit deren Hilfe eine einfache Dokumentation des Einbaus sowie eine automatische Prüfung der Kommunikationsverbindung zum Netzwerk-Management-System möglich ist.

Umfassende Netzzustandsdaten

Die erfassten Daten der Smart Meter Gateways am Hausanschluss werden durch aktuelle Spannungswerte aus den Sensor BPL-Modems ergänzt. So können die Mainzer Netze ihr Netz kontinuierlich und detailliert analysieren.

Fabian Karl, Innovations- und Produktmanager bei PPC, erklärt: „In unserem Sensor BPL-Modem werden Messdaten einmal pro Sekunde erfasst und je nach gewähltem Zeitintervall versendet. Die erfassten Messwerte werden dann mithilfe des IoT-Protokolls MQTT über BPL-Kommunikation an einen sogenannten Broker im Rechenzentrum übertragen. Bei diesem Broker können angebundene Systeme die Daten schließlich abonnieren und automatisiert analysieren.“

Diese Methodik wird derzeit von PPC zusammen mit den Mainzer Netzen und weiteren Partnern unter Einsatz von Big Data-Algorithmen und KI im Förderprojekt „Fühler im Netz 2.0“ erprobt.

Bildergalerie

  • Im Netzwerk-Management-System wird der Status aller installierten Geräte überwacht.

    Bild: Power Plus Communications

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