Microchip Technology Inc.

Entwickler von Automotive-Displays sollen durch die drei neuen Touchscreen-Controller erheblich Zeit einsparen können.

Bild: Microchip

Drei neue Display-Controller Schnellere EMI-Qualifizierung von Automotive-Touchscreens

02.07.2019

Microchip hat drei neue maXTouch-Touchscreen-Controller sowie Optimierungen angekündigt. Sie befassen sich mit den Herausforderungen hinsichtlich elektromagnetischer Störungen (EMI) und elektromagnetischer Verträglichkeit (EMV), mit denen Entwickler von Automotive-Touchscreens konfrontiert sind.

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Die Touch-Controller der TD-Serie bieten ein neues differentielles Verfahren zur gegenseitigen Signalerfassung, was den Signal-Rausch-Abstand (SNR) erheblich erhöhen soll. Das ermöglicht sehr dicke Glas- oder Kunststoffdeckgläser und Multi-Touch-Unterstützung mit Handschuhen – bis zu einem Äquivalent von 4,5 mm Polymethylmethacrylat (PMMA).

Die Controller MXT1067TD, MXT1189TD und MXT1665TD erweitern das Angebot von Microchip um mehrere Varianten für 9- bis 13-Zoll-Automotive-Touchscreens und werden durch die kürzlich eingeführten Controller MXT449TD, MXT641TD, MXT2113TD und MXT2912TD ergänzt, die Touchscreens mit bis zu 20 Zoll unterstützen. Jeder Controller berücksichtigt die steigende Nachfrage hinsichtlich funktionaler Sicherheit und wurde gemäß den Anforderungen nach Automotive SPICE Level 3 und ASIL B (Automotive Safety Integrity Level; ISO 26262) entwickelt.

Teure Zeit in EMV-Testräumen einsparen

Alle Bausteine der TD-Serie bieten eine spezielle Signalformung, mit der sich die abgestrahlten Emissionen des Touch-Controllers über ein EMI-Optimierungstool optimieren lassen. Zusammen mit den Experten in Microchips weltweiten Entwicklungszentren lassen sich mit diesem Tool benutzerdefinierte HF-Grenzwerte eingeben und die Form des übertragenen Burst-Signals für die berührungsempfindliche Erfassung anpassen.

Die Signalformung erfolgt durch aus dem Tool abgeleitete Firmware-Parameter und hilft Entwicklern, die grundlegende Burst-Frequenz so einzustellen, dass sie mit anderen Anwendungen im Fahrzeug, beispielsweise dem schlüssellosen Zugangssystem, zusammenarbeitet. Die resultierenden Parameter werden dann in die maXTouch-Konfigurationsdatei eingefügt, wodurch sich die Leistungsfähigkeit des Touch-Controllers an das individuelle Kundendesign anpasst.

Entwickler können damit viele Stunden oder sogar Wochen teurer Zeit in EMV-Testräumen einsparen, da keine Experimente mit verschiedenen Konfigurationseinstellungen durchgeführt werden müssen, um die gewünschte EMI/EMV-Leistungsfähigkeit zu erzielen.

Evaluierungskits verfügbar

Für jedes Bauteil der neuen Serie von maXTouch-Touchscreen-Controllern ist ein Evaluierungskit erhältlich. Die Kit-Nummern lauten ATEVK-MXT1067TDAT-A (I2C), ATEVK-MXT1189TDAT-A (I2C), ATEVK-MXT1189TDAT-C (SPI), ATEVK-MXT1665TDAT-A (I2C) und ATEVK-MXT1665TDAT.

Jedes Kit enthält eine Leiterplatte (PCB) mit dem maXTouch-Touchscreen-Controller, einen Berührungssensor auf einer Klarglasabdeckung, die Flachbaugruppe (FPC; Flat Printed Circuit) zum Anschluss an den Sensor, eine Brückenplatine zum Anschluss des Kits an den Host-Rechner über USB sowie Kabel, Software und Dokumentation. Alle Controller sind auch zu maXTouch Studio kompatibel, einer vollständigen Software-Entwicklungsumgebung für die Evaluierung der maXTouch-Touchscreen-Controller.

Der maXTouch-EMI-Optimierungen stehen im Rahmen der Systemunterstützung über eines der weltweiten Entwicklungszentren von Microchip zur Verfügung. Die Controller MXT1067TD, MXT1189TD und MXT1665TD sind als Muster und in Serienstückzahlen in den Gehäusen TQFP128 (nur MXT1067TD) und LQFP144 erhältlich.

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