UWT GmbH Level Control

Fischöl ist aus dem Bereich der Nahrungsergänzungsmittel bekannt, findet aber auch in Aquakulturen beziehungsweise Fischfutter Anwendung.

Bild: Unsplash, Sandra Seitamaa

Füllstandsmessung in Öltanks Schäumendes Fischöl vorm Überlaufen schützen

11.08.2020

Omega-3-Fettsäuren haben positive Effekte auf die Herzgesundheit und sind unter anderem in Fischöl enthalten. Neben dem Einsatz als Nahrungsergänzungsmittel findet Fischöl aber vor allem bei der Produktion von Tiernahrung Anwendung. Worauf es dabei ankommt, ist eine sichere und transparente Lagerung, ermöglicht durch kapazitive Messtechnik.

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Die Fischzucht ist ein global schnell wachsender Industriezweig. Das veranlasst Anlagenbetreiber dazu, ihre Produktionstechnologien und -prozesse kontinuierlich zu optimieren. So auch ein dänischer Fischfutterhersteller, der für insgesamt 30 unterschiedliche Fischarten in über 60 Ländern Fischfutter produziert. Jede Sorte ist dabei an die besonderen Nährstoffbedürfnisse der jeweiligen Fischart angepasst.

Neben pflanzlichen Inhaltsstoffen wird den Pellets und Granulaten auch Fischöl aus ungefährdeten und stabilen Beständen zugesetzt. Für seine Fischöl-Lagertanks war das dänische Unternehmen auf der Suche nach einer konstant präzisen und zugleich einfachen Füllstandsbestimmung.

Präzise Überfüllsicherung trotz Schaumbildung

Insbesondere bei pastös flüssigen oder zähflüssigen Medien eignen sich für solche Messungen die kapazitiven Sensoren von UWT. Sie dienen der Überfüllsicherung sowie als Bedarfs- und Leermelder in Prozess- und Lagerbehältern.

Der Fischfutterhersteller entschied sich dafür, seine Lagerprozesse mit dem kapazitiven Stabsensor RFnivo auszustatten. Gemeinsam mit dem dänischen Partner Danova aus Rude führte UWT vorab einige Tests innerhalb der auszustattenden Tanks durch: Diese haben einen Durchmesser von 3 m und sind 11 m hoch. Innerhalb herrschen durchschnittliche Prozesstemperaturen von bis zu 80 °C sowie ein Druck bis 0,8 bar. Der DK-Wert des zu messenden Fischöls befindet sich im Bereich 2 bis 3.

Um ein Überlaufen der Behälter zu vermeiden, ist eine verlässliche Messung entscheidend, auch bei der häufig auftretenden Schaumbildung während des Befüllens. Der installierte RFnivo-Sensor mit 750 mm Länge und einer Sonde aus 1.4404-Edelstahl erwies sich als prozesskompatible Lösung. Die in der Sonde serienmäßig integrierte „Active Shield“-Technologie stellt zudem sicher, dass das Messergebnis auch langfristig durch auftretende Anhaftungen oder Schaum nicht beeinflusst wird.

Einfache Installation und automatische Kalibrierung

Der RFnivo kalibriert sich nach der Montage beim Anlegen der Spannungsversorgung von selbst. Ein Umbau der Anlage oder veränderte Prozessbedingungen stellen für ihn kein Problem dar. Durch Betätigen eines Buttons erfolgt ein automatischer Neuabgleich auf die veränderte Situation.

Die Allspannungselektronik ist übersichtlich mit einem Display und drei Bedientasten ausgestattet und bietet für die Signalauswertung einen DPDT-Relaisausgang. Auf dem Display wird während des Betriebs immer die im Moment gemessene Kapazität angezeigt. Parameter wie FSH (Fail Safe High) und FSL (Fail Safe Low) sowie Reaktionszeit des Signalausganges lassen sich in einem Quickstart-Menü einstellen. Das integrierte Bediensystem ist damit einfach zu handhaben und erfordert keine Vor- oder Programmierkenntnisse.

Fazit

Durch die Ausstattung der insgesamt sechs Tanks mit einer zuverlässigen Vollmeldung kann der Fischfutterhersteller einen dauerhaften Schutz vor Überfüllung seiner Fischöltanks gewährleisten. Die kapazitive Füllstandsmesstechnik unterstützt ihn dadurch bei einem reibungslosen und wartungsfreien Produktionsprozess.

Bildergalerie

  • Der kapazitive Füllstandssensor RFnivo übernimmt die zuverlässige Vollmeldung in den Fischöltanks des dänischen Futtermittelherstellers.

    Bild: UWT

  • Der Sensor kann dabei die bei der Befüllung auftretende Schaumbildung ignorieren; das Messergebnis bleibt unbeeinflusst.

    Bild: UWT

  • Bedienen lässt sich der RFnivo intuitiv, ganz ohne Vor- oder Programmierkenntnisse.

    Bild: UWT

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