Schäden an Solarmodulen vorbeugen

PV-Dachanlagen: Neue Schutzkonzepte gegen zunehmende Wetterextreme

Bei Schäden an PV-Modulen drohen Besitzern duch Kosten für Reparatur oder Austausch, entgangenen Einsparungen durch reduzierte Energieproduktion während Ausfallzeiten und höheren Versicherungsprämien nach Schadensmeldungen hohe finanzielle Belastungen.

Bild: iStock, Jasmina81
08.01.2026

Hagelkörner werden größer, Stürme stärker, Hitzewellen dauern länger an: PV-Dachanlagen können bei zunehmenden Extremwetterlagen leichter beschädigt werden. Entsprechend wurden bereits strengere Standards für die Beständigkeit von PV-Modulen eingeführt. Robuste Module und Lösungen zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit können (finanzielle) Schäden abwenden.

Die rasante weltweite Verbreitung der Photovoltaik-Technologie (PV) hat Solarenergie sowohl für Hausbesitzer als auch für Unternehmen zu einem Eckpfeiler der Energiewende gemacht. Dachsolaranlagen sind entscheidend für niedrigere Energiekosten, mehr Energieunabhängigkeit und das Erreichen von Nachhaltigkeitszielen. Da jedoch extreme Wetterereignisse wie Hagelstürme, Orkane, Waldbrände und starke Winde immer häufiger und heftiger auftreten, ist der Schutz von PV-Dachanlagen wichtiger denn je. Sichere und resiliente PV-Systeme sind unerlässlich, um Investitionen zu schützen, die Energieproduktion aufrechtzuerhalten und kostspielige Ausfallzeiten zu vermeiden.

Extreme Wetterereignisse nehmen zu

Der Klimawandel trägt zu einer Häufung und Intensivierung von Wetterereignissen bei. Jüngste Studien zeigen, dass Hagelkörner größer werden, Orkane und Wirbelstürme stärker, Hitzewellen länger andauern und sich Wald- und Flächenbrände schneller ausbreiten. Laut einer aktuellen Studie der Universität Mannheim in Zusammenarbeit mit der Europäischen Zentralbank (EZB) war im Sommer 2025 ein Viertel aller EU-Regionen von extremen Wetterereignissen wie Hitzewellen, Dürren und Flutereignissen betroffen. Insgesamt litten 96 Regionen unter Hitzewellen, 195 unter Dürre und 53 unter Überschwemmungen – mit jeweils unterschiedlichen Auswirkungen auf die Wirtschaftsaktivität. Dies könnte jedoch nur die Spitze des Eisbergs sein. Die Studie berücksichtigte weder die kombinierten Effekte gleichzeitiger Extremereignisse noch Gefahren wie Waldbrände, die in diesem Jahr europaweit Rekorde brachen, oder Hagel- und Sturmschäden.

PV-Dachanlagen, die meist exponiert und erhöht installiert sind, stehen unter diesen Bedingungen vor besonderen Risiken. Ein einziger schwerer Sturm kann erhebliche Schäden verursachen, zu Ausfallzeiten, unerwarteten Reparaturkosten und einer verringerten Rendite führen.

Die gezielte Wahl robuster Module, die einen besonderen Schutz vor extremen Wetterereignissen, wie Hagel, Stürmen oder starken Schneelasten bieten, wird wichtiger denn je. Dies gilt sowohl für freistehende Anlagen als auch für Dachanwendungen auf Wohn- und Gewerbegebäuden.

Warum PV-Dachanlagen besonders gefährdet sind

Dachanlagen sind besonders anfällig für windbedingte Aufwärtskräfte, den Einschlag von Fremdkörpern und dachspezifische Risiken wie das Eindringen von Wasser bei starken Gewittern. Darüber hinaus deckt die Versicherung möglicherweise nicht alle indirekten Kosten ab, wie beispielsweise den Verlust von Energieerträgen.

Bei gewerblichen und industriellen Dachanlagen (C&I) sind die Betriebe häufig auf Dach-PV-Anlagen angewiesen, um ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und ihre Betriebskosten zu senken. Schäden durch Extremwetterereignisse können die Geschäftskontinuität stören, die Energiekosten erhöhen und die Nachhaltigkeitsverpflichtungen des Unternehmens beeinträchtigen.

Für Privathaushalte und gewerbliche Nutzer ist eine Photovoltaikanlage auf dem Dach nicht nur eine wirtschaftliche Investition, sondern auch ein wichtiges Element der Energieunabhängigkeit. Extreme Wetterereignisse können zu kostspieligen Reparaturen und einer vorübergehenden Abhängigkeit vom Stromnetz führen, wodurch Einsparungen und die Energiesicherheit beeinträchtigt werden.

Finanzielle Risiken ungeschützter Systeme

Ungeschützte PV-Dachanlagen sind bei extremen Wetterereignissen einem hohen Risiko finanzieller Verluste ausgesetzt. Neben den direkten Kosten für Reparatur oder Austausch von Modulen gibt es weitere versteckte Kosten: entgangene Einsparungen durch reduzierte Energieproduktion während Ausfallzeiten, höhere Versicherungsprämien nach Schadensmeldungen, mögliche Steigerungen der Betriebskosten durch Produktionsunterbrechungen oder sogar Reputationsschäden für Unternehmen mit Nachhaltigkeitszielen.

Eine Investition in Schutzmaßnahmen ist weitaus günstiger als die Kosten, die durch die Beseitigung der Folgen schwerer Unwetterschäden entstehen.

Die richtigen Lösungen für PV-Dachanlagen wählen

Trinasolar bietet eine Reihe fortschrittlicher Technologien und Lösungen zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Dachanlagen:

  • Schlagfeste Module: Module wie das Vertex S+ Shield (NED9R.28) sind mit robusterem Glas und solidem Rahmen ausgestattet, um Hagelkörnern und umherfliegenden Trümmern standzuhalten

  • Windresistente Montagesysteme: Spezielle Befestigungssysteme, die Auftriebskräfte bei Wirbelstürmen oder starken Winden reduzieren

  • Feuerbeständige Designs: Verwendung nicht brennbarer Materialien und Einhaltung geeigneter Abstände zur Verringerung von Brandrisiken

  • Schutzbeschichtungen und -folien: Zusätzliche Beständigkeit gegen UV-induzierte Degradation/UV-Strahlung durch spezielle Beschichtung

  • Erhöhte Glasdicke: Die neueste Generation von Doppelglas-Modulen trägt zur Erhöhung der Hagelbeständigkeit und zur Minderung mechanischer Belastungen bei

Zertifizierungen und Standards stärken das Vertrauen

Behörden und Branchenverbände haben strengere Standards eingeführt, wie beispielsweise IEC 61730 und IEC 61215, die Hagelschlag, Windbeständigkeit und Brandschutzanforderungen belegen. Um eine langfristige Zuverlässigkeit sicherzustellen, können Käufer somit auf zertifizierte Systeme zurückgreifen. Die Zertifizierungen bestätigen, dass die Systeme für die anspruchsvollsten Bedingungen in Europa geeignet sind.

Für Installateure und Entwickler wird Hagelresistenz zunehmend zur Priorität. Module wie das Vertex S+ Shield sind speziell für Resilienz gegen Hagel bis zu 40 mm Durchmesser (gemäß VKF-Testbedingungen) nach der Schweizer HW4-Hagelzertifizierung entwickelt und bieten höchste Brandschutz mit der Klassifizierung A+A nach IEC 61730. Der HW4-Hageltest ist zwar noch nicht verpflichtend, wird aber voraussichtlich in den kommenden Jahren zu einer gesetzlichen oder versicherungsrelevanten Anforderung. Wer bereits jetzt Systeme und Lösungen mit zukunftsorientierten Zertifizierungen wählt, ist den sich entwickelnden Vorschriften einen Schritt voraus.

Fazit

Für Hausbesitzer und Unternehmen ist Photovoltaik auf dem Dach ein wirksames Instrument zur Kostensenkung und Förderung von Nachhaltigkeit. Ohne geeigneten Schutz bleiben die PV-Anlagen jedoch weiterhin anfällig für Hagel, Stürme, Flugfeuer von Wald- und Flächenbränden und andere extreme Wetterereignisse. Durch die Wahl einer Lösung mit robustem Design, fortschrittlichen Schutztechnologien und zertifizierte Komponenten können Käufer ihre Investition sichern, Ausfallzeiten minimieren und eine langfristige Energieversorgungssicherheit gewährleisten. Angesichts der zunehmenden Häufigkeit extremer Wetterereignisse sind widerstandsfähige Photovoltaik-Dachanlagen nicht nur eine kluge Wahl, sondern eine notwendige Voraussetzung für eine nachhaltige und sichere Energiezukunft.

Firmen zu diesem Artikel
Verwandte Artikel