Volker Alps, CSO, ist seit über 20 Jahren das prägende Gesicht von Veolia Water Technologies in Deutschland. Mit den bekannten Technologiemarken Elga, Berkefeld, Evaled und Hydrotech ist das Unternehmen führend im Bereich der Wasseraufbereitung über alle Verfahrensstufen hinweg. Die Marke Veolia steht für nachhaltiges Ressourcenmanagement und ist die weltweite Benchmark Company für die Ökologische Transformation.

Bild: Veolia Water Technologies

Volker Alps, Veolia Water Technologies Pay-per-use treibt die Ökologische Transformation voran

17.11.2021

Um den Investitionsstau in nachhaltige Technologien jetzt zu beenden, braucht es kreative Modelle und Mut zur Veränderung. Digitalisierung und Nachhaltigkeit dürfen nicht aus Mangel an Investitionskraft warten. Sonst verschläft Deutschland die Ökologische Transformation. Mit Pay-per-use könnte die Wasseraufbereitung der Zukunft heute schon gelingen.

Wir stellen in den letzten Jahren einen Investitionsstau in nachhaltige Technologien fest, der durch die Krise um Sars-CoV-2 nochmals verstärkt wurde. Die Gründe dafür sind vielfältig und haben nicht nur mit dem Virus zu tun. Neben internationaler wirtschaftlicher Verunsicherung mit Blick auf die Zukunft und bedingt durch direkte Einnahmeausfälle sowie Kostenwachstum, konnten zuletzt auch viele Investitionsprojekte aufgrund ihrer Komplexität nicht oder noch nicht realisiert werden. Diese Situation gefährdet ganz erheblich die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen und den zukünftigen wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland.

Wir erleben darüber hinaus einen gesellschaftlichen grünen Wertewandel der auch auf legislativer Ebene in Form des Green Deal der EU einen Ausdruck findet. Künftig strengere gesetzliche Vorgaben sind die logische Konsequenz vor allem in Europa. Unternehmen werden dafür schon sehr bald sehr viel investieren müssen. Die Ökologische Transformation ist in vollem Gange und zu ihr gibt es keine Alternative. Wer zu lange wartet, wird es teuer bezahlen.

Pay-per-use-Modelle für Großanlagen werden daher mehr und mehr zu einer effizienten Alternative, weil so das Risiko für Betreiber eingegrenzt werden kann sowie die Wachstums- und Nachhaltigkeitsziele in Unternehmen auf direktem Wege erreichbar werden. Mittlerweile haben wir bei Veolia Water Technologies schon sehr viele – teilweise sehr komplexe – Projekte als Pay-per-use im Einsatz. Die Auswahl reicht von einzelnen Anlagen im Abwasserbereich, über sensible Labor- und Pharmaanwendungen bis hin zum Management des gesamten Kühlwassersystems.

Außerdem müssen wir die Chance ergreifen, die Digitalisierung in allen Unternehmensprozessen jetzt konsequent weiterzuentwickeln. In der Wasseraufbereitung sind wir daher mit unseren digitalen Lösungen ebenfalls eine treibende Kraft über alle Verfahrensstufen hinweg. Hier leisten wir mit Unterstützung unserer Plattform Hubgrade integrierten Online-, Remote- und Vor-Ort-Service für Kunden in der ganzen Welt und für alle Aufbereitungsverfahren. Gerade das vergangene Jahr hat gezeigt, wie wichtig flexibler und unabhängiger Zugang zu Anlagendaten und Steuerungstechnik sind, um Betriebssicherheit und ständige Optimierung zu gewährleisten. Die nächste Krise kommt gewiss und daher sind resiliente Wasserkreisläufe auch eine Frage digitaler Kompetenz.

Mit Pay-per-use verkürzt sich der Investitionsweg zwischen herstellenden und anwendenden Betrieben und damit können wir die die Ökologische Transformation sowie die Digitalisierung gleichermaßen beschleunigen. Pay-per-use ermöglicht sofortige Nutzung modernster Anlagentechnik ohne aufwendige Investitionsprozesse. Die Nachfrage für nachhaltige und intelligente Lösungen ist vorhanden, die Anlagentechnik ebenso – warten wir nicht auf morgen, sondern packen wir es jetzt an!

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