Erfolgsfaktoren für Digitalisierungsprojekte in Chemie und Pharma

IIoT vom Testfeld in die Anlage

Bürkert Fluid Control Systems GEMÜ Gebr. Müller Apparatebau GmbH & Co. KG VEGA Grieshaber KG

Der Schlüssel für eine erfolgreichen IIoT-Einsatz liegt in der Verbindung von skalierbarer Architektur, operativer Kompetenz und der Ausrichtung der Organisation auf Datenqualität.

Bild: Flux, publish-industry
13.03.2026

Was ist aus Ihrer Sicht die eine entscheidende Voraussetzung, damit Digitalisierungs- und IIoT-Lösungen in gewachsenen Anlagen der Chemie- und Pharmabranche vom Pilot in den robusten Standortbetrieb übergehen – und nicht an Integration, Datenqualität oder Betriebs-/Security-Anforderungen scheitern?

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Das sagen die Experten:

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  • Andreas Rüdenauer, Head of Division Digital Transformation Unit, Gemü: Brownfield-Anlagen sind kein Altlastenfeld, sondern das größte Innovationsfeld der Prozessindustrie. Entscheidend ist nicht Technik um ihrer selbst willen, sondern klare Use Cases, die messbaren Wert schaffen – für Effizienz, Verfügbarkeit und neue Services. Eine durchgängige digitale Identität jedes Assets bildet dabei das verbindende Rückgrat der Transformation: Sie lässt sich Retrofit einführen und über den gesamten Lebenszyklus weiterentwickeln. Darauf aufbauend lassen sich Betrieb, Datenqualität und Sicherheit schrittweise und wirtschaftlich integrieren. Europa hat die Chance, hier global Maßstäbe zu setzen.

    Andreas Rüdenauer, Head of Division Digital Transformation Unit, Gemü: Brownfield-Anlagen sind kein Altlastenfeld, sondern das größte Innovationsfeld der Prozessindustrie. Entscheidend ist nicht Technik um ihrer selbst willen, sondern klare Use Cases, die messbaren Wert schaffen – für Effizienz, Verfügbarkeit und neue Services. Eine durchgängige digitale Identität jedes Assets bildet dabei das verbindende Rückgrat der Transformation: Sie lässt sich Retrofit einführen und über den gesamten Lebenszyklus weiterentwickeln. Darauf aufbauend lassen sich Betrieb, Datenqualität und Sicherheit schrittweise und wirtschaftlich integrieren. Europa hat die Chance, hier global Maßstäbe zu setzen.

    Bild: Gemü

  • Veith Doeven, Branchenmanager Food&Pharma | IoT Anwendungen, Vega: Der Hauptgrund für das Scheitern vieler IIoT‑Projekte besteht darin, dass die Lösung nach der POC‑Phase nicht auf die eigentliche Anwendung skaliert und somit nicht in den produktiven Betrieb überführt werden kann. Für uns bedeutet das konkret, dass sich eine IIoT‑Lösung nahtlos in die bestehende Automatisierungs-, Instandhaltungs-, IT‑ und OT‑Architektur integrieren lassen muss. Ebenso zentral ist eine verlässliche Datenqualität, damit die gewonnenen Informationen zuverlässig weiterverarbeitet und eingesetzt werden können. Und nicht zuletzt muss das Thema Security umfassend berücksichtigt werden, um die Lösung sicher und langfristig betreibbar zu machen. Erst wenn all diese Faktoren zusammenspielen, kann ein IIoT‑Projekt über den POC hinauswachsen und echten, nachhaltigen Nutzen für das Unternehmen schaffen.

    Veith Doeven, Branchenmanager Food&Pharma | IoT Anwendungen, Vega: Der Hauptgrund für das Scheitern vieler IIoT‑Projekte besteht darin, dass die Lösung nach der POC‑Phase nicht auf die eigentliche Anwendung skaliert und somit nicht in den produktiven Betrieb überführt werden kann. Für uns bedeutet das konkret, dass sich eine IIoT‑Lösung nahtlos in die bestehende Automatisierungs-, Instandhaltungs-, IT‑ und OT‑Architektur integrieren lassen muss. Ebenso zentral ist eine verlässliche Datenqualität, damit die gewonnenen Informationen zuverlässig weiterverarbeitet und eingesetzt werden können. Und nicht zuletzt muss das Thema Security umfassend berücksichtigt werden, um die Lösung sicher und langfristig betreibbar zu machen. Erst wenn all diese Faktoren zusammenspielen, kann ein IIoT‑Projekt über den POC hinauswachsen und echten, nachhaltigen Nutzen für das Unternehmen schaffen.

    Bild: Vega

  • René Kündig, Business Development Manager DACH – Pharma & Biotech: Damit Digitalisierungs- und IIoT-Lösungen vom Pilot in den robusten Standortbetrieb übergehen können, braucht es aus Sicht eines Zulieferers wie bspw. Bürkert vor allem den Mut und die Offenheit der Anwender, neue Geräte, Technologien und Funktionen umfassend zu testen – sowohl im Labor als auch auf Pilotanlagen. Nur durch diese praktische Validierung entsteht das notwendige Vertrauen, um die reibungslose Integration in bestehende Produktionsanlagen und Leitsysteme voranzutreiben. Dies stets unter der Voraussetzung, dass die Anforderungen an Anlagenverfügbarkeit und Datensicherheit uneingeschränkt erfüllt bleiben.

    René Kündig, Business Development Manager DACH – Pharma & Biotech: Damit Digitalisierungs- und IIoT-Lösungen vom Pilot in den robusten Standortbetrieb übergehen können, braucht es aus Sicht eines Zulieferers wie bspw. Bürkert vor allem den Mut und die Offenheit der Anwender, neue Geräte, Technologien und Funktionen umfassend zu testen – sowohl im Labor als auch auf Pilotanlagen. Nur durch diese praktische Validierung entsteht das notwendige Vertrauen, um die reibungslose Integration in bestehende Produktionsanlagen und Leitsysteme voranzutreiben. Dies stets unter der Voraussetzung, dass die Anforderungen an Anlagenverfügbarkeit und Datensicherheit uneingeschränkt erfüllt bleiben.

    Bild: Bürkert Fluid Control Systems

  • Alexander Berdin, Global Product Manager Digital bei Bilfinger: Der Schlüssel liegt in der Verbindung von skalierbarer Architektur, operativer Kompetenz und der Ausrichtung der Organisation auf Datenqualität. Häufig fehlt entweder eine standardisierte Basis, die die Integration in bestehende Systeme und Security-Frameworks ermöglicht. Oder es fehlen Experten, die sowohl die physische Anlage als auch deren digitale Abbildung verstehen. Wer IIoT skalieren will, braucht klare Datenmodelle, interoperable Schnittstellen und Betriebs- sowie Instandhaltungskompetenz am Tisch. Nur wer die operative Realität kennt, kann valide Datenqualität sicherstellen und praxistaugliche Lösungen gestalten. Wichtig ist, dass Daten zu Beginn bereinigt werden, um sie nutzbar zu machen – sonst hilft das beste Datenmodell nicht.

    Alexander Berdin, Global Product Manager Digital bei Bilfinger: Der Schlüssel liegt in der Verbindung von skalierbarer Architektur, operativer Kompetenz und der Ausrichtung der Organisation auf Datenqualität. Häufig fehlt entweder eine standardisierte Basis, die die Integration in bestehende Systeme und Security-Frameworks ermöglicht. Oder es fehlen Experten, die sowohl die physische Anlage als auch deren digitale Abbildung verstehen. Wer IIoT skalieren will, braucht klare Datenmodelle, interoperable Schnittstellen und Betriebs- sowie Instandhaltungskompetenz am Tisch. Nur wer die operative Realität kennt, kann valide Datenqualität sicherstellen und praxistaugliche Lösungen gestalten. Wichtig ist, dass Daten zu Beginn bereinigt werden, um sie nutzbar zu machen – sonst hilft das beste Datenmodell nicht.

    Bild: Bilfinger

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