Digitale Füllstandsüberwachung von Kunststofftanks: Der Micropilot FWR30 ist das laut Herstellerangaben erste kabellose High-End-80-GHz-Radar-Füllstandsmessgerät weltweit.

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Radarmessgerät für Tanks Neuer IIoT-Sensor erfasst berührungslos IBC-Füllstände

29.06.2020

Der Füllstandssensor Micropilot FWR30 ist das weltweit erste kabellose 80-GHz-Radar-Füllstandsmessgerät, das in Echtzeit detaillierte Informationen über IBC-Füllstände liefert. So lässt sich mit wenig Aufwand eine berührungslose Bestandsüberwachung durchführen, wo bisher nur Vermutungen möglich waren.

In Intermediate-Bulk-Containern (IBCs) gelagerte Flüssigkeiten kommen in der Chemie- und Pharmaindustrie, der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, der Textil- und Bauindustrie sowie im Bereich Transport und Logistik zum Einsatz. Für die Reinigung von Tanks und Rohrleitungen etwa werden chemische Reinigungsmittel benötigt; Lebensmittel- und Getränkehersteller bewahren Aromen und Farbstoffe in IBCs auf.

Viele Tankhersteller und Logistikunternehmen statten die Tanks mit smarter Messtechnik aus, um ihren Kunden einen Mehrwert zu bieten. Der neue IIoT-Sensor Micropilot FWR30 vereinigt High-End-Messtechnologie mit benutzerfreundlichen, digitalen Services in einem Gerät. Er digitalisiert Messstellen und macht die Daten bezüglich der IBC-Füllstände überall und zu jeder Zeit verfügbar. Dadurch erhalten die Nutzer sowohl bei der Lagerung als auch beim Transport von Flüssigkeiten vollständige Transparenz über ihre Bestände.

Installation per Plug & Play

Der neue Sensor lässt sich laut Hersteller innerhalb von drei Minuten auf IBCs montieren und sendet seine Messwerte nach einmaliger Inbetriebnahme in regelmäßigen Intervallen in die Cloud. Verschiedene digitale Dienste sollen dabei je nach Anwendung eine optimale und flexible Prozessunterstützung ermöglichen.

Alle Daten des Micropilot FWR30 sind über verschiedene Endgeräte wie Smartphone, Tablet oder Desktop-Computer abrufbar. Die Informationen umfassen Füllstände, Umgebungstemperatur, Messwerthistorie und Batteriestatus. Auf Grundlage von Telemetriedaten liefert der Sensor auch Informationen zum Standort der Lagertanks. Beim Unter- oder Überschreiten frei definierbarer Grenzwerte ist eine Alarmfunktion verfügbar.

Der smarte Sensor soll so die Füllstandsmessung in mobilen Behältern ermöglichen, in denen das bislang schwer möglich war. Denn üblicherweise werden IBCs dort eingesetzt, wo es keine Stromanbindung zum Prozessleitsystem gibt beziehungsweise eine Anbindung unwirtschaftlich ist.

Verbundenes IIoT-Ökosystem

Der zertifizierte Netilion-Cloud-Service ist wesentlicher Bestandteil der Lösung. Er greift auf die in der Cloud gespeicherten Daten zu, bereitet sie auf und nutzt sie als Basis für weitergehende Berechnungen und Anwendungsfälle. Der Service soll dabei höchste Sicherheits- und Datenschutzanforderungen nach europäischen und deutschen Standards erfüllen.

Die einzelnen Bestandteile des Ökosystems sind:

  • Netilion Value: Es dient der Standard-Bestandsüberwachung. Für die Verwendung gibt es ein „Freemium“-Modell, bei dem die Einbindung von bis zu 15 Messstellen kostenlos ist.

  • Netilion Inventory: Damit wird das Bestandsmanagement mit zusätzlichen Funktionen für eine klare und genaue Übersicht über alle Tanks und Behälter hinweg ermöglicht.

  • SupplyCare Hosting: Hierbei handelt es sich um eine Applikation zur erweiterten Bestandsüberwachung und für das Supply Chain Management. Sie verfügt über anpassbare Funktionen für Ereignisverläufe und den genauen Überblick und die Analyse der wichtigsten KPIs.

Bildergalerie

  • Der neue Füllstandssensor soll einen preisgünstigen und einfachen Einstieg in das IIoT ermöglichen.

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  • Innerhalb von drei Minuten lässt sich der Micropilot FWR30 auf IBCs installieren.

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  • Nach Inbetriebnahme verbindet sich der Sensor mit der Cloud und lädt regelmäßig seine Messwerte hoch.

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  • Abrufen lassen sich die gesammelten Informationen beispielsweise über Tablets, aber auch auf dem Smartphone oder Desktop-Computer.

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  • Mithilfe der neuen Lösung behalten Unternehmen somit den Überblick über ihre Bestände in mobilen Behältern.

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