Uwe Scharf, Geschäftsführer Business Units und Marketing bei Rittal

Bild: Rittal

Partnerschaftlich in die Digital Factory „Mehr Tempo in die Vernetzung“

03.06.2022

Was braucht es um eine Factory smart zu machen? Und gibt es eine Blaupause für die vernetze Fabrik? Diese und weitere Fragen beantwortet Uwe Scharf, Geschäftsführer Business Units und Marketing bei Rittal, im A&D-Interview.

Rittal, Eplan, Cideon und GEC treten erstmals gemeinsam auf der Hannover Messe auf. Agieren Sie bei Kunden zunehmend als ganzheitlicher Lösungsanbieter?

Wenn es für die industrielle Transformation tatsächlich schon fertige Rundum-Lösungen gäbe, wäre das eine gute Nachricht. An dieser Zukunft müssen wir alle arbeiten. Mit Rittal, Eplan, Cideon und GEC haben wir die Experten und Erfahrungen in der Familie, um gemeinsam unsere Kunden bei einem entscheidenden Schritt voranzubringen: Dem Brückenschlag von Automatisierung und Maschinen- und Anlagenbau in die IIoT- und IT-Welt.

Wie können wir uns das praktisch vorstellen?

Eplan-Software sorgt nicht nur für hohe Datenqualität beim mit Rittal umgesetzten Steuerungs- und Schaltanlagenbau, sondern ist auch bewährter Standard für das Engineering der elektrischen Komponenten von Maschinen, die beispielsweise auf dem Shopfloor einer Fabrik stehen. Den Nutzen dieser umfassenden Daten aus Planung und Bau verlängern wir immer mehr in den Betrieb der Anlagen. Ein Beispiel: Die Daten in der digitalen Schaltplantasche ePocket sorgen im Störfall für Vorsprung bei der Fehlersuche, vereinfachen die Instandhaltung und nützen bei smarten Konzepten für unseren Service, auch mit unseren IIoT-fähigen Blue e+ Kühlgeräten. Über die durchschnittlich 75 Prozent Energieeinsparung jedes Kühlgeräts hinaus ist das auch ein guter Ausgangspunkt zur zukünftigen Optimierung und Dokumentation der CO2-Bilanz, wenn wir beispielsweise in Richtung Product Carbon Footprint denken.

Und German Edge Cloud? Bieten Sie Kunden durch Ihre Erfahrung im Rittal Werk Haiger quasi eine Blaupause für die Smart Factory als Service an?

Ja, mit 24 Stunden Lieferversprechen ab Bestellung. Im Ernst: Unsere Gespräche mit anderen produzierenden Unternehmen zeigen, wie sehr sich die Herausforderungen ähneln, gerade weil es noch keine Smart Factory von der Stange gibt. GEC ermöglicht wirksame Digitalisierungs-Fortschritte bis hin zu IIoT-gestütztem Produktionsmanagement. Das braucht tiefe Automatisierungs-Kenntnisse. Dafür sind nicht nur die Erfahrungen aus Haiger wertvoll, sondern zum Beispiel auch mit Schuler und Porsche im Smart Press Shop in Halle. Und es schließt sich der Kreis: Die hochwertigen Anlagen-Daten von Eplan verhelfen GEC zu mehr Tempo bei der grundlegenden Vernetzung der Fertigung.

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